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Bartleby
 
 

Bartleby [Kindle Edition]

Herman Melville
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Zwei herausragende Hörbuch-Adaptionen gibt es inzwischen von Herman Melvilles kafkaesker Erzählung Bartleby, der Geschichte vom Kopisten einer New Yorker Anwaltskanzlei, der mit der hartnäckigen Verweigerung, seine Pflicht als Schreiber zu erfüllen und später seine Kündigung entgegenzunehmen, die ganze Kanzlei zum Auszug aus ihren Räumen zwingt. Die ungekürzte Lesefassung mit der Stimme des brillanten Vorlesers und Synchronsprechers von Robert De Niro, Christian Brückner, klingt dabei fast schon ein wenig zu markant und männlich, um die Verzweiflung des Icherzählers, des betroffenen Anwalts, zum Ausdruck zu bringen. Gustav-Peter Wöhler, der diese Fassung spricht, verleiht der Perspektive des Betroffenen nicht nur einen betont hilflosen Aspekt: Er arbeitet auch den brillanten Humor von Melvilles Figuren-Konstellation, zu der noch zwei weitere skurrile Gehilfen gehören, imposant heraus.

Noch einen weiteren Vorteil hat Wöhlers Hörbuch, nämlich den, dass sie auf der Neuübertragung von John und Peter von Düffel basiert. Und die überträgt nicht nur Melvilles Text ungewöhnlich geschmeidig ins Deutsche: Auch Bartlebys leitmotivisch wiederkehrender Standardsatz ("I would prefer not to"), für den sich in der gängigen Übersetzung ein "Ich möchte lieber nicht" eingebürgert hat, gewinnt in der neuen Intonation ("Ich möchte bevorzugtermaßen nicht") eine überraschende Nuance. --Thomas Köster

Audiobook-Rezensionen

„Bartleby, der Schreiber“ ist die populärste Erzählung Melvilles. Es ist die Geschichte von einem Menschen, der sich langsam, aber sicher allem verweigert. Ein Antiheld, der mit seinem Spruch „ich möchte lieber nicht“ seine Umwelt irritiert und verunsichert. „Bartleby“ ist in seiner ganzen Unerklärlichkeit überaus beeindruckend. Die Figur seines anfänglichen Arbeitgebers, des Notars in der Wall Street, ist als Gegenpol mindestens genauso interessant wie die des nicht wollenden Schreibers. Dessen Beweggründe uns der Autor übrigens standhaft verschweigt.

Die Erzählung „Bartleby, der Schreiber“, die zwischen 1853 und 1856 erschien, mutet ziemlich modern an. Das Motto Bartlebys „Ich möchte lieber nicht“ weitet sich im Laufe der Geschichte in einem beängstigenden Maß aus. Von der launenhaften Weigerung am Anfang, nichts zu kopieren, über seine Weigerung, überhaupt etwas für seinen Herrn zu tun bis hin zur freundlichen, aber beharrlichen Weigerung die Kanzlei zu verlassen reicht das unerklärliche Verhalten des seltsamen Vogels. Am Ende zieht der Notar selbst um, „da er mich nicht verlasen will.“

Herman Melville, geboren 1819 in New York, ist vor allem als Verfasser von „Moby Dick“ bekannt. Der Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie fuhr, nachdem der Vater Konkurs anmelden musste, von 1837 – 1844 zur See. Seine Erfahrungen hat er in Romanen („Typee“ und „Omoo“) verarbeitet. Der schnelle Erfolg hielt nicht lange an. „Moby Dick“, einer der bedeutendsten Werke amerikanischer Literatur erschien 1851 und wurde kein Erfolg. Etwa seit dieser Zeit konnte Melville seine Familie nicht mehr mit seinem Schreiben ernähren und musste als Zollinspektor im Hafen arbeiten. Sein letztes Werk, „Billy Bud“ wurde erst posthum veröffentlicht.

Melvilles eigenes Scheitern als Berufsschriftsteller könnte eine mögliche Interpretation für das ungewöhnliche Verhalten des Schreibers sein. So wie der Ich-Erzähler, der Notar, obwohl er für seine Begriffe sehr viel Verständnis für den Sonderling aufbringt, keinen Zugang zu Bartleby bekommt, so könnte sich der sich der erfolglose Autor gefühlt haben. In einer Welt, in der Geld, Erfolg und Geschäfte das Leben bestimmen, fand der Schriftsteller keinen Kontakt mehr. Christian Brückner liest aus der Perspektive des Erzählers. Seit der Notar Bartleby kennengelernt hat, ist er mit ihm beschäftigt. Die unerklärliche Kraft, die Bartleby auf ihn ausübt, bringt den Mann dazu, sein eigenes Verhalten permanent zu hinterfragen. Sein Verständnis und sein Mitgefühl und seine verzweifelte Frage „Was soll ich tun?“ arbeitet Brückner überzeugend und unvergleichlich heraus. Obwohl eine gewisse Verwandlung mit dem Notar passiert, muss er doch dem konsequenten Tod Bartlebys in gewisser Weise hilflos zuschauen. Eine brillante Lesung einer außergewöhnlichen Geschichte.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von A. Meier TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Da hier Rezensionen zu den unterschiedlichsten Textausgaben von Melvilles "Bartleby" aufgeführt sind, sei an dieser Stelle zunächst explizit darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Text auf das Hörbuch Bartleby. 2 CDs, gelesen von Gustav Peter Wöhler, bezieht.

Der Schreiber Bartleby ist ein seine Umwelt verunsichernder, provozierender wie auch Mitleid erregender Einzelgänger, dessen existenzielles Scheitern der ihn beschäftigende Notar, der auch als Erzähler fungiert, nicht verhindern kann. Die gelesene Textfassung basiert auf einer neueren Übersetzung von John und Peter von Düffel, in Buchform "Bartleby", 1999 im Merlin Verlag erschienen. Der Text fängt die Atmosphäre der Geschichte, einerseits eine fast schwebende, humorvolle Leichtigkeit, andererseits die Bartleby umgebende düstere Melancholie, in einer für meine Begriffe unvergleichlichen Weise ein. Die Übersetzung präsentiert die Geschichte inhaltlich historisch eingebunden sowie sprachlich präzise, aber zugleich schnörkellos und insofern auch wieder zeitlos und modern. Gustav Peter Wöhler wird der Vorlage dabei in umfänglicher Form gerecht. Seine von Natur eher sanfte Stimme moduliert er - je nach Anlass - von leiser, empathischer Sanftmut bis hin zu harter, zorniger Lautstärke und ist zu jeder Zeit mit intensiver (An-) Teilnahme nah am Text.

Die Lesung verteilt sich auf zwei CDs mit einer Gesamtlaufzeit von 99 Minuten, und ihr gilt meine ausdrückliche wie uneingeschränkte Empfehlung. Neben dieser gibt es diverse weitere Hörbuchaufnahmen des Textes - sowohl in Deutsch wie auch fremdsprachig. Zum Überblick führe ich diese für Interessierte hier mit an (Stand Februar 2012):

Bartleby, gelesen von Christian Brückner

Bartleby, der Schreiber. CD, gelesen von Wolfgang Reichmann (Hörspielfassung)

Bartleby der Schreiber, gelesen von Lambert Hamel

Bartleby. CD, gelesen von Otto Sander

Eine Produktion des Sprechtheater Verlag aus dem Jahr 2003 mit Ueli Jäggi als Sprecher ist derzeit nicht lieferbar und kann, obwohl bei Amazon noch angezeigt, an dieser Stelle nicht mehr verlinkt werden.

In englischer Sprache

Bartleby and Other Stories (Naxos Audio), gelesen von William Roberts

Bartleby, the Scrivener: A Story of Wall Street, gelesen von Stefan Rudnicki

In französischer Sprache

Bartleby [Audiobook] [Audio CD] In französischer Sprache,
gelesen von Michael Lonsdale

In italienischer Sprache

Bartleby. Con audiolibro. CD Audio. Testo inglese a fronte, ohne weitere Angaben
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Von Octav
Format:Kindle Edition
Da alle Rezensionen hier zum englischen Taschenbuch zu sein scheinen, warum auch immer, hat sich diese Kindle-Ausgabe zu meiner Überaschung und Freude als deutsche Übersetzung herausgestellt.Bartleby.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mache ich aber doch, denn dieses Buch ist meine dringende Empfehlung an alle Liebhaber ironischen Humors. Dieses Buch ist auf Englisch geschrieben, was aber kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung. Das Setting und die Personen stelle ich mir nämlich schwer zu übersetzen vor. Voll tauglich für einen Gelegenheitsleser ist es zudem durch seine Länge. Im Nachhinein allerdings, war es mir dann doch zu kurz, was allerdings bei allen guten Büchern, ungeachtet der Länge der Fall ist.
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&quote;
Nichts kann einen ernsthaften Menschen so aufbringen wie passiver Widerstand. &quote;
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