Mit der Bartimaeus Trilogie hatte Stroud eine wunderbare Geschichte geschaffen, die mich richtig gut unterhalten hat. Auch in dem Prequel (also einer Art Vorgeschichte, die vor der Trilogie spielt) ist unser Bartimaeus wieder die Hauptfigur - frech, sarkastisch, zynisch, vorlaut und ... nett. Ich hoffe für die letzte Aussage gibt's keinen Ärger ;-)
Das Prequel bringt alle Erinnerung an die Trilogie wieder zum Vorschein und unterhält genauso gut. Ich bin aber der Meinung, dass man aus dieser interessanten Geschichte auch einen Mehrteiler hätte machen können, denn die Geschichte ist wunderbar geschrieben und lässt den Leser ahnen, dass es noch viele andere spannende Geheimnisse in der Antike zu entdecken gäbe.
Die beiden Hauptfiguren sind Asmira und Bartimaeus. Asmira = gewissenhaft, pflichterfüllend, starke Kämpferin, wunderschön, jung und soll im Auftrag ihrer Königin das Königreich retten (den Ring Salomons bringen). Bartimaeus = erfahrener, schlauer, arroganter, vorlauter, witziger Djinn, der als Sklave für machthungrige Magier Wünsche erfüllen muss.
Diesmal ist der "Hauptsklavenhalter" von Bartimaeus ein sehr mächtiger Magier namens Khaba. Der möchte unbedingt an die Macht, aber König Solomon und sein Ring stehen ihm im Weg ... Ja, dieser Ring spielt eine Hauptrolle in der ganzen Geschichte. Alle wollen ihn, alle fürchten ihn. Er birgt eine unfassbare Kraft, die den Träger zum Herrn über Tausende Djinnis, Marids usw. macht.
Das Buch ist spannend, abwechslungsreich und beleuchtet die Hauptfiguren sehr genau. Der Autor wechselt wie gewohnt zwischen den Sichtweisen der beiden Hauptfiguren, wodurch ich als Leser besser in die Geschichte komme und alle näher kennenlernen kann - mir gefällt das sehr.
Man kann das Buch übrigens problemlos lesen, ohne die Trilogie zu kennen. Aber vorsicht, spätestestens nach diesem Buch werdet ihr diese sowieso kaufen (müssen) :-)
5 Sterne! Ein schönes Lesevergnügen und ein flüssiger Schreibstil