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Bartimäus: Das Amulett von Samarkand [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (290 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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So einen Helden hat es in der Fantasy noch nicht gegeben! Bartimäus ist selbstsüchtig, rücksichtslos, dreist und leidet nicht gerade unter Minderwertigkeitskomplexen. Gut, er ist ein Dämon, aber doch nur ein Dschinn, gehört also zum Mittelfeld in der Hierarchie der magischen Mächte. So begeistert und überzeugt wie Bartimäus von seinen Fähigkeiten ist, bedeutet es einen herben Schlag für ihn, als er von einem kleinen Jungen beschworen wird und ihm nun zu Diensten sein muss.

Dieser Junge, Nathanael, ist Zauberergehilfe eines unfähigen, aber umso strengeren Zauberers, der einen kleinen Posten in der britischen Regierung innehat. Nathanael bildet sich heimlich in den magischen Künsten weiter. Als der bösartige Zauberer Simon Lovelace ihn demütigt, beschwört Nathanael Bartimäus, um sich an Lovelace zu rächen. Hier beginnt die Geschichte, die sich sofort in rasantem Tempo entwickelt: Bartimäus stiehlt Lovelace ein mächtiges Amulett, und schon bald sind jede Menge Zauberer und Dämonen hinter dem Dieb her. Was als Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer folgenschweren Angelegenheit. Es geht um eine Verschwörung in höchsten Regierungskreisen, um den geheimen Widerstand der "Gewöhnlichen" (wie die Menschen im magischen Großbritannien genannt werden) -- und nicht zuletzt um den Machtkampf zwischen Nathanael und seinem unfreiwilligen Helfer Bartimäus. Denn obwohl Bartimäus Nathanael dienen muss, hat der Jahrtausende alte Dschinn doch eine ganze Menge Tricks im Ärmel. Und da die gesamte Macht der Zauberer auf den Dämonen basiert, ist Nathanael auf seinen neuen Gefährten angewiesen.

Ein wunderbar exzentrischer Held, eine rasante, verrückte Geschichte, eine Fantasywelt, wie man sie bisher noch nicht kannte, viel Witz und Tempo: All das macht dieses Buch zu einem besonderen Leseereignis und -vergnügen. Kein Wunder, dass das Buch sofort in zig Länder verkauft wurde und dass sich die Filmgesellschaften enorm ins Zeug gelegt haben, um die Filmrechte zu erstehen -- und all das, wenn man den Berichten glauben kann, schon bevor das Buch überhaupt geschrieben war. Auch die deutschen Leser -- Kinder und Erwachsene -- werden nicht anders können, als Bartimäus und seine Geschichte zu lieben. Und sie werden ebenso ungeduldig wie die Leser überall auf der Welt auf den nächsten Band der Trilogie warten. --Gabi Neumayer

Pressestimmen

"Strouds Erzählung wird brillant untermauert durch Fußnoten, die der ohnehin dichten Geschichte historische Tiefe, einen ironischen Unterton und das gewisse Etwas verleihen." (The Guardian)

"'Bartimäus' löst das Versprechen, das im Wort "Fantasy" steckt, ein und gibt dem (...) Genre einen neuen Dreh. Wir sind gespannt auf Teil 2 der Trilogie." (Literarische Welt)

"Atemberaubend spannend, umwerfend komisch, unwiderstehlich!" (www.buchecke-online.de)

Klappentext

"'Bartimäus' löst das Versprechen, das im Wort "Fantasy" steckt, ein und gibt dem (...) Genre einen neuen Dreh. Wir sind gespannt auf Teil 2 der Trilogie."
Literarische Welt

"Atemberaubend spannend, umwerfend komisch, unwiderstehlich!"
buchecke-online.de

"Bartimäus-Das Amulett von Samarkand bietet eine gelungene Mischung aus Spannung und Witz, aus dunklen Machenschaften und abgründigem Humor, aus sympathischen Hauptfiguren und machtversessenen Zauberern, die nur selten in einem Buch so gekonnt vereint zu finden sind."
Jugendbuchtipps.de

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die Temperatur im Zimmer sank rasch. Eis bildete sich auf den Vorhängen und überzog die Deckenlampen mit einer dicken Kruste. Die Glühfäden sämtlicher Birnen schnurrten zusammen und verglommen, und die Kerzen, die wie eine Kolonie Giftpilze aus jeder freien Fläche sprossen, erloschen. Das abgedunkelte Zimmer füllte sich mit einer stickigen gelben Schwefelwolke, in der verschwommene schwarze Schatten wühlten und waberten, und von weit her erklang ein vielstimmiger Schrei. Plötzlich drückte etwas gegen die Tür, die hinaus zur Treppe führte. Das ächzende Gebälk wölbte sich. Unsichtbare Füße patschten über die Dielen und unsichtbare Lippen zischelten Niederträchtigkeiten hinter dem Bett und unter dem Schreibtisch hervor.
Der Schwefeldampf verdichtete sich zu einer dicken Rauchsäule und würgte kleine Tentakel aus, die wie Zungen in die Luft leckten und sich wieder zurückzogen. Die Säule stand direkt über dem Pentagramm und brodelte unablässig zur Decke empor wie die Rauchwolke über einem Vulkan. Dann, nach einer kaum merklichen Unterbrechung, tauchten mitten im Rauch zwei gelbe, stechende Augen auf.
Also bitte - es war sein erstes Mal. Ich wollte ihm einen Schrecken einjagen!
Was mir auch gelang. Der dunkelhaarige Junge stand in einem zweiten, kleineren, mit verschiedenen Runen ausgemalten Drudenfuß, etwa einen Meter neben dem eigentlichen Pentagramm. Er war leichenblass und zitterte wie Espenlaub. Er klapperte mit den Zähnen. Schweißperlen tropften ihm von der Stirn, erstarrten im Fallen zu Eis und klirrten wie Hagelkörner auf den Fußboden.
Alles schön und gut, aber - was soll's? Ich meine, er sah aus wie gerade mal zwölf. Aufgerissene Augen, eingefallene Wangen. So erhebend ist es nun auch wieder nicht, ein mickriges Bürschlein zu Tode zu erschrecken.1
Daher schwebte ich abwartend auf der Stelle und hoffte, es würde nicht allzu lange dauern, bis er die Entlassungsformel sprach. Um mir die Zeit zu vertreiben, ließ ich blaue Flammen so am Innenrand des Pentagramms emporzüngeln, als versuchten sie auszubrechen und nach ihm zu schnappen. Natürlich reiner Hokuspokus. Ich hatte bereits alles überprüft. Das Siegel war recht ordentlich gezogen und er hatte sich nirgendwo verschrieben. Schade.
Schließlich sah es so aus, als hätte der Bengel genug Mut gefasst, um zu sprechen. Jedenfalls schloss ich das aus dem Beben um seine Lippen, das nicht nur von nackter Angst herzurühren schien. Ich ließ das blaue Feuer erlöschen und ersetzte es durch einen widerlichen Gestank.
Der Junge sagte etwas. Ziemlich piepsig.
»Ich befehle dir... mir... mir...« Nun mach schon! »...d-d-deinen N-Namen zu nennen.«
So fangen sie immer an, die Jungen. Sinnloses Gestammel. Er wusste genauso gut wie ich, dass er meinen Namen schon kannte - wie hätte er mich sonst beschwören können? Dazu bedarf es der richtigen Worte, der richtigen Gesten und vor allem des richtigen Namens. Ich meine, es ist ja nicht so, als bestellte man ein Taxi - bei einer Beschwörung kommt nicht einfach irgendwer!
Ich wählte eine volle, tiefe, samtig dunkle Stimme, so eine, die von überall und nirgends ertönt und Anfängern die Haare zu Berge stehen lässt.
»BARTIMÄUS.«
Der Kleine schluckte schwer, als er das hörte. Immerhin - er war also nicht ganz dumm: Er wusste, wer und was ich war. Er kannte meinen Ruf.
Als er seine Spucke runtergewürgt hatte, stotterte er weiter: »I-Ich befehle dir nochmals zu antworten. Bist du jener B-Bartimäus, der in alten Zeiten von den Magiern beschworen wurde, die Mauern von Prag wieder aufzurichten?«
Was für ein elender Umstandskrämer. Welcher Bartimäus sollte ich wohl sonst sein? Diesmal drehte ich die Lautstärke ein bisschen auf. Das Eis auf den Glühbirnen knisterte wie karamellisierter Zucker. Die Fensterscheiben hinter den schmutzigen Vorhängen summten und vibrierten. Der Junge schwankte.
»Ich bin Bartimäus! Ich bin Sakhr al-Dschinni, N'gorso der Mächtige und die Silbergefiederte Schlange. Ich richtete die Mauern von Uruk, Karnak und Prag wieder auf. Ich sprach mit König Salomo. Ich galoppierte mit den Büffelvätern über die Prärie. Ich wachte über das Alte Simbabwe, bis seine Wälle zerfielen und die Schakale seine Bewohner fraßen. Ich bin Bartimäus! Ich kenne weder Herrn noch Meister. Deshalb frage ich dich, mein Junge: Wer bist du, dass du mich rufst?«
Echt eindrucksvoll, was? Und obendrein wahr, was dem Ganzen noch mehr Nachdruck verleiht. Aber ich wollte nicht einfach nur auf den Putz hauen. Ich hoffte das Bürschlein dazu zu verleiten, mir seinerseits seinen Namen zu verraten, damit ich etwas in der Hand hatte, wenn er mal nicht aufpasste.1 Aber ich hatte Pech.
»Bei den Kräften des Kreises, den Zacken des Pentagramms und dem Ring der Runen - ich bin dein Herr und Meister! Du hast mir zu gehorchen!«
Irgendwie war es demütigend, diese alte Leier aus dem Mund so eines schmächtigen Knirpses zu hören, noch dazu mit dieser nervigen Piepsstimme. Ich verkniff mir, ihm gehörig die Meinung zu geigen, und intonierte stattdessen die übliche Erwiderung. Hauptsache, es war rasch vorbei.
»Was ist dein Begehr?«
Ich muss allerdings zugeben, dass ich überrascht war. Die meisten Anfänger wollen erst mal nur gucken. Sie möchten einen Blick hinter den Vorhang werfen und sich an ihrer künftigen Macht berauschen, sind aber viel zu nervös, um sie wirklich auszuprobieren. So einen kleinen Scheißer wie diesen, der sich gleich als Erstes traut, Wesenheiten wie mich anzurufen, findet man selten.
Der Junge räusperte sich. Sein großer Auftritt war gekommen. Darauf hatte er sich lange vorbereitet. Davon hatte er seit Jahren geträumt, statt auf seinem Bett herumzulümmeln und an Rennautos oder Mädchen zu denken. Mürrisch wartete ich auf seinen lächerlichen Befehl. Was hatte er sich wohl ausgedacht? Meistens sollte ich einen Gegenstand schweben lassen oder quer durchs Zimmer bewegen. Vielleicht wollte er auch, dass ich irgendein Trugbild herbeihexte. Das könnte lustig werden, denn es gab bestimmt eine Möglichkeit, den Befehl falsch zu verstehen und den Jungen aus der Fassung zu bringen.
»Ich befehle dir, das Amulett von Samarkand aus dem Haus von Simon Lovelace zu holen und es mir morgen bei Sonnenaufgang, wenn ich dich wieder rufe, herzubringen.«
»Was soll ich?«
»Ich befehle dir...«
»Schon gut, ich hab's gehört.« Ich wollte nicht gereizt klingen. Es rutschte mir einfach so raus. Auch die Grabesstimme verrutschte mir ein bisschen.
»Dann geh!«
»Moment mal!« Ich spürte dieses komische Gefühl im Magen, das man immer hat, wenn man entlassen wird. Als würde einem das Gedärm zum Hintern rausgezogen. Die Formel muss dreimal gesprochen werden, bevor man endgültig verschwinden muss, falls man es darauf anlegt, noch ein Weilchen dort herumzuhängen.
Normalerweise legt man es nicht darauf an. Aber diesmal rührte ich mich nicht vom Fleck, sondern blieb ein glühendes Augenpaar in einer bösartig blubbernden Rauchsäule.
»Weißt du überhaupt, was du da verlangst, Kleiner?«
»Ich wünsche kein Gespräch mit dir, keinen Streit und keine Verhandlungen. Ich lasse mich nicht auf Rätsel noch auf Wetten oder Glücksspiele ein und schon gar nicht...«
»Auch mir liegt wahrhaftig nichts daran, mich mit einer halben Portion wie dir abzugeben, also verschone mich gefälligst mit deinem auswendig gelernten Humbug. Offenbar versucht jemand, dich für seine Zwecke zu missbrauchen. Wahrscheinlich dein Meister, hab ich Recht? Ein feiger Tattergreis, der ein Kind vorschickt.« Ich nahm den Rauch ein wenig zurück und offenbarte zum ersten Mal meine Gestalt, aber nur verschwommen. »Wenn du danach trachtest, einen richtigen Zauberer zu bestehlen, indem du mich beschwörst, spielst du doppelt mit dem Feuer. Wo sind wir hier überhaupt? In London?«
Er nickte. Klar war das London. Irgendein heruntergekommenes Reihenhaus. Ich spähte durch die Rauchschwaden ins Zimmer. Niedrige Decke, wellige Tapete,...
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