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Barry Lyndon [Blu-ray]

Ryan O'Neal , Marisa Berenson , Stanley Kubrick    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee, Hardy Krüger, Diana Körner
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Sprache: Portugiesisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Französisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 20. Mai 2011
  • Produktionsjahr: 1975
  • Spieldauer: 185 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004NRS828
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.610 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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In dem Nachruf, den die New York Times Stanley Kubrick gewidmet hatte, hieß es, dass der große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei.

Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht.

Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten.

Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier.

Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Wie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon (Ryan O′Neal) will es schaffen - auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler - und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben als Episodengeschichte 1. August 2003
Von Ein Kunde
Format:DVD
In drei Stunden Film fasste Stanley Kubrick etwa 20 Jahre aus dem Leben der Romanfigur Redmond Barry zusammen. Drei Stunden, die dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangen, ihn dafür aber mit einer künstlerischen Gesamtkomposition aus Musik, Bild und Geschichte mehr als entschädigen.

Redmond Barry war ein irischer Bauernjunge, der als junger Mann von zu Hause wegzog und sein Glück in der weiten Welt versuchte. Über Umwege in der britischen und in der preußischen Armee landete er schließlich im englischen Hochadel. Nach der Hochzeit mit der vornehmen Lady Lyndon und der Geburt seines Sohnes schien er alles erreicht zu haben, was ein Mensch auf dieser Welt erreichen kann. Doch auf den Aufstieg folgte der tiefe Fall...

Erneut liefert uns Stanley Kubrick eine außergewöhnliche, weil einzigartige Erzählform: Der Zuschauer betrachtet die Ereignisse aus einer quasi-göttlichen Perspektive. Alles ist Vergangenheit, alles ist bereits geschehen. Viele Kameraeinstellungen wirken fast bewegungslos wie historische Gemälde.

Eine Identifikation mit den Darstellern ist kaum möglich. Barry bleibt den Zuschauern fremd. Seine Situation wird von einer unsichtbaren Erzählerstimme kommentiert. Er ist kein Held der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Er ist weder gut noch böse. Er strebt nach Luxus und gesellschaftlicher Anerkennung und verschwindet doch in der Bedeutungslosigkeit. Verstärkt wird dies durch die eindringlichen Zeilen des Epilogs, in denen auf die Vergänglichkeit jedes Seins hingewiesen wird: Alle Figuren dieses Films lebten und stritten im 18. Jahrhundert. Ob gut oder böse, arm oder reich - heute sind sie alle gleich.

Auch Stanley Kubricks Leben ist mittlerweile eine Geschichte.

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Barry Lyndon: Zum Bild(format) der Blu-ray 28. Mai 2011
Von Chris
Format:Blu-ray
BARRY LYNDON [1975]

Zum Film selbst ist hier schon viel geschrieben worden. Da ich die Blu-ray hinsichtlich Bild und Ton sehr gelungen finde, habe ich zu meiner (und vielleicht auch zu ihrer) Beruhigung noch einmal nachgeforscht:

Das 1,77:1 bzw. 1,78:1 Bild dieser Blu-ray ist keinerlei verstoß gegen Kubricks Intentionen. Nein, mehrere an der Produktion und Veröffentlichung des Films beteiligten Autoritäten haben 1,77:1 als das von Kubrick intendierte Format bestätigt. Barry Lyndon wurde in 1,66:1 gefilmt, doch belegen auch einige von Kubricks Aufzeichnungen die Konzeption als 1,77:1-Ausschnitt. Eine interessante Quelle mit Interviews ist hier zu finden:

[...]

Weiterhin kann man sich vom qualitativen Unterschied zur DVD und den Veränderungen im Bildausschnitt auf der Vergleichsseite caps-a-holic.com überzeugen. Dort wird nicht nur deutlich, wie wenig insgesamt oben und unten im Vergleich zu 1,66:1 "fehlt", sondern auch, dass einige Szenen sogar MEHR Bild als die DVD zeigen (vgl. Bild 10 und 12)!

[...]

Ich persönlich finde die 1,77:1 Version insgesamt ansprechender und konzeptionell nachvollziehbarer, da Barry Lyndon so epischer wirkt und der Gesamteindruck durch das Format umso mehr einem Gemälde entspricht.

Meiner Meinung nach ist der Kauf also mehr als gerechtfertigt (von den fehlenden Extras und dem deutsche FSK Sticker mal abgesehen: 1 Punkt Abzug dafür)
und sollte unterstützt und nicht boykotiert werden.

Liebe Grüße,
Chris
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufstieg und Fall eines Opportunisten 11. September 2010
Format:DVD
Ein Gemälde. Unübertroffen in seiner barocken Übertreibung, farblichen Pracht und Stilisierung. Schelmenstück und Tragödie zugleich, pendelnd zwischen edler Erhabenheit und ironischer Distanz. Erzählt wird die Geschichte von Redmond Barry, einem irischen Landadeligen des 18. Jahrhunderts, der einen angesehenen Platz in der Gesellschaft sucht. Ein Simplicissimus und absurder Held, dem durch die Wirren des Siebenjährigen Krieges jede Art romantischer Vorstellungen brutal genommen und dessen Entwicklung zum Spieler, Betrüger, Hochstapler und Opportunisten gezeigt wird. Einer der Höhepunkte in Kubricks Kunstkino: die Verführung der Countess von Lyndon. Ein Spieltisch, Kerzenschein, verstohlene Blicke. Die Kamera gleitet hinaus, ein Ballett der Anziehung untermalt vom Andante aus Schuberts Es-Dur Trio, der Kulminationspunkt: ein Kuss. Der zweite Akt dann eine Chronik des Niedergangs. Der gegen sein Schicksal Ankämpfende wird trotz seiner Fehler zum Menschen. Ob tragischer Held oder nicht spielt letztendlich keine Rolle, nimmt man den Epilog ernst.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gemälde werden lebendig 12. Juni 2005
Format:DVD
Dieser Film, den Kubrick erstaunlicherweise nach "2001-Odyssee im Weltraum" gedreht hat, hat meine Bewunderung im Sturm erobert.
Er erzählt die Geschichte des Aufstiegs und Niedergangs eines irischen Bauern, der sich, weil er den Bräutigams - Anwärter seiner von ihm geliebten Cousine im Duell erschießt, auf eine lange Reise fort von seinem Heimatdorf machen muss. Auf diesem Weg, bis tief hinein ins Europa des 18. Jahrhunderts, wird der naive Jüngling zunächst ausgeraubt, muss dann Soldat im Siebenjährigen Krieg werden, erreicht aber als Günstling bald eine hervorgehobene Position und kann eines Tages durch viel Glück und Zufälle gar eine Adelige heiraten, deren Geld er aber rasch verspielt und deren inneren Adelsstand er auch nicht zu imitieren vermag. Der Sohn der Adeligen, der mit in die Ehe gekommen ist, wird Berry bald erbittert hassen, was einer der Umstände ist, die zum baldigen Niedergang des Berry Lyndon führen werden.

Ein Gesellschaftsportrait also. Was den Film aber aussergewöhnlich macht ist dies, dass Kubrick sich an Gemälde aus der Zeit und europäische Landschaften und Kleidung, Stil und Sitten hält. Der ganze Film ist in lila-bläulich-gruen-ocker-grau-braune Farben getaucht, es gibt dort nichts Grelles, (ausgenommen natürlich Uniformen und hier und da ein Sessel, wie wir es aus der "Odysee" ja schon kennen), die Menschen wirken realistisch und doch insofern künstlich als fast jede Kameraeinstellung, würde man sie festhalten, zum Gemälde taugte.
Diese herrlichen Bildkompositionen, die Zeit, die er sich lässt (ohne gar so lange Szenen zu benötigen, wie manchmal in der "Odyssee"), die Unvorhersehbarkeit des Geschehens,...... Lesen Sie weiter... ›

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5.0 von 5 Sternen Ein optischer Leckerbissen
,Barry Lyndon' ist eine im 17. Jahrhundert spielende Literaturverfilmung nach einem Roman von W. M. Thackeray. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von manfreed.3000 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schändung eines Jahrhundertkunstwerks durch falsches Bildformat
Vorbemerkung: Diese Rezension bezieht sich auf die Blu-ray, die DVD-Ausgabe besitzt das richtige Bildformat und ist somit uneingeschränkt empfehlenswert. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Hans Castorp veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zeitreise
Den Inhalt dieses Filmes setze ich einmal als bekannt voraus. Meiner Ansicht nach ist dieser Streifen das
beste und genialste Werk von Stanley Kubrik. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Archie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Gemälde von einem Film
Großbritannien im 18. Jahrhundert: Redmond Barry ist ein junger, hitzköpfiger Ire, den ein Duell in die Flucht treibt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dr. J. Fähnle veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen The formidable Rise & Fall of the man named Barry Lydon,
by the big and little tragic-ironies of life.

Zusammen mit 2001: Odyssee im Weltraum ist Barry Lyndon wohl Stanley Kubricks längster und monumentalster Film; dies... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Timo Brandt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kubricks meistunterschätzter Film
Angesiedelt in der Zeit des siebenjährigen Krieges gelingt Kubrick mit den wunderbaren Kostümen, Dekors und perfekten Bildern eine großartige Homage an Europas... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Heinz F. veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Spannender als gedacht
In der Tat, der Film wird in ruhigen Bilder erzählt - die es aber in sich haben: die wunderbaren Kamera-Einstellung, Farbgestaltung, Landschaft etc aufgefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Anton Beat Riess veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Kandidat für den besten Film aller Zeiten
Die Kunstfertigkeit, mit der Kubrick Bild und Musik zusammenkomponiert, übertrifft jedes vorstellbare Niveau.
Für Kenner des 18. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Logicus veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kubrick kann auch lustig
Ich habe mich lange gedrückt, diesen Film anzugucken, weil ich den Titel doof fand und auch mit diesen Mantel- und Degenfilmen nichts anfangen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Ansgar Schwedt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr schöne Landschaften und Innenaufnahmen
Ich bin durch Zufall auf diesen Film gestoßen (im Rahmen einer Diskussion über Tiefenschärfe). Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Dr. Friedrich Woerndle veröffentlicht
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