Göbel hat mit seiner musica antiqua über Jahrzehnte das Repertoire bereichert. Als der Ende der siebziger Jahre neu herauskam, war das neben Harnoncourt eine wichtige Adresse.
Das hat sich in Jahrzehnte gewandelt. Da gibt es nun eine Unmenge anderer ensembles, die gleiches Repertoire spielen, und keinesfalls schlechter als die musica antiqua.
Was aber nicht bedeutet, dass man diese Aufnahmen, die teilweise aus der Anfangszeit stammen, wie das Canon von Pachebel als überholt weglegen müsse. Immer noch sind die Aufnahmen gut anhörbar.
Immer noch, auch nach langer Zeit, sind Aufnahmen dabei, die als misslungen bezeichnet werden müssen, meist wegen überzogener Tempi, wie die Brandenburgischen Konzerte.
Dennoch, sie sind nicht die I musici, die als absolut harmloses ensemble kein Dinner der Welt stören würden.
Gelegentlich fliegen bei Göbel die Fetzen, da sollte man besser de Tischdecke festhalten.
Erfreulich.