Detective Sean O'Hearne (Mark Addy) glaubt Barney Panofsky (Paul Giamatti) nicht,
dass er seinen besten Freund nicht umgebracht hat. Noch Jahre später bereitet der
ungelöste Fall dem Ermittler Kopfzerbrechen: Er schreibt sogar ein Buch darüber.
"Barney's Version" ist schließlich die Geschichte dessen, was sich damals am See
wirklich zugetragen hat.
In Rückblenden erzählt Richard J. Lewis basierend auf dem gleichnamigen Roman des
kanadischen Schriftstellers Mordecai Richlerdas, das Leben des jüdischen TV-Produzenten
Barney Panofsky, das sich als tragikkomischer Ablauf von falschen Entscheidungen und
der Suche nach der großen Liebe erweist.
Story:
Barney ist nicht nur Kettenraucher und ein hemmungsloser Trinker, sondern auch ein
geschmackloser TV-Produzent, der mit kanadischen Seifenopern bekannt wird. Der Zyniker
hat also mehr als nur ein paar schlechte Angewohnheiten. Deshalb versteht man nicht,
weshalb sich die schönsten und liebenswürdigsten Frauen Montreals in ihn verlieben.
Er ist im Grunde ein Taugenichts. Einer, dessen erste Frau Selbstmord begeht und der
dann seine zweite Frau noch während der Hochzeitsfeier verlässt, um der schönen Miriam
Grand (Rosamunde Pike) bis auf den Bahnhof zu folgen und ihr seine Liebe zu gestehen.
Da der Film sich über mehrere Jahre erstreckt, bekommt Paul Giamatti natürlich die
Chance mit viel Make-Up seine Figur auch im hohen Alter zu spielen.
Neben einem tollen Dustin Hoffmann als emeritierter jüdischer Cop, der im Bordell stirbt,
und zahlreichen Cameo-Auftritten von Regiegrößen wie Denys Arcand, Atom Egoyan und David
Cronenberg glänzt die britische Schauspielerin Rosamunde Pike.
Ein Film zum mitfühlen.
Titel: Barney's Version
Produktionsland: Kanada, Italien
Produktionsjahr: 2010
Genre: Drama
Länge: 134 (Min.)
Regie: Richard J. Lewis