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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbeschreiblich...,
Rezension bezieht sich auf: Barfuß durch Hiroshima, Band 1: Kinder des Krieges (Taschenbuch)
Ich habe soeben den ersten Band von "Barfuss durch Hiroshima" gelesen und weiß kaum, wie ich meine Gedanken und Eindrücke in Worte fassen soll. "Kinder des Krieges" beginnt zunächst mit der Beschreibung des Alltags in Japan gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Die Familie Nakaoka ist geächtet, weil der Vater seine Meinung gegen den Krieg deutlich zum Ausdruck bringt. Die Kinder werden als Verräter beschimpft, Vorfälle mit Lehrern, Ortsvorstehern und Nachbarn zeigen immer wieder deutlich, welcher Fanatismus das ganze Land ergriffen hat. Und doch sind da die kleinen Szenen, in denen der Zusammenhalt und die Liebe dieser Familie deutlich werden, aber auch das Elend und die Armut, in welcher sie leben. Zwischendurch kommen immer wieder Einblendungen vom ältesten Sohn der Familie, welcher sich freiwillig zum Kriegsdienst meldete, sowie vom Bau und der Testphase der Atombombe. Alles, alles führt zu jenem schrecklichen Tag, dem 6.8.1945, an dem schließlich die Bombe über Hiroshima abgeworfen wird. Und hier beginnt das eigentliche Grauen. Auch jetzt kann ich kaum in Worte fassen, wie mich die Bilder und Worte der Figuren berührt haben. Szenen, die man sich kaum ausmalen will, sind hier in furchtbarer Realität dargestellt... Barfuss durch Hiroshima ist eindeutig ein Meisterwerk. Erschreckend, traurig, wütend sollte es von jedem gelesen werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der besten Manga-Reihen / Comics überhaupt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Barfuß durch Hiroshima, Band 1: Kinder des Krieges (Taschenbuch)
Keiji Nakazawa, der Schöpfer dieser Manga-Reihe, ist nicht irgendein japanischer Zeichner, der sich einfach mit der Geschichte der Stadt beschäftigt hat (wie es schon viele vor ihm getan haben), um diesen Manga zu zeichnen. Er wurde 1939 in Hiroshima geboren. Als am 6. August 1945 die Atombombe über der Stadt gezündet wurde, war er gerade 6 Jahre alt. Er sah mit eigenen Augen die Enola Gay über sich - und wie der Flieger die Atombombe abwarf. Wie durch ein Wunder überlebte er beinahe unverletzt. Einen authentischeren Augenzeugen, der näher am Geschehen beteiligt war wie ihn kann es wohl kaum geben. Die Hauptfigur der "Barfuss"-Reihe, ein Sechsjähriger namens Gen, ist zwar eine fiktive Figur. Trotzdem hat Nakazawa seine eigene Lebensgeschichte aufgezeichnet. Er erzählt und zeigt alles, was er gesehen hat.Die Reihe "Barfuss durch Hiroshima" besteht insgesamt aus 4 Bänden. Der erste Band "Kinder des Krieges" erzählt von der Stadt Hiroshima, wie sie während des Krieges war. Erst auf Seite 260 wird die Atombombe auf die Stadt abgeworfen. Davor erfahren wir alles über Gen (in Wirklichkeit Zeichner Keiji Nakazawa) und dessen Familie, die Einstellung der Japaner im Krieg, die vorherrschende Atmosphäre in der Stadt, die Sorgen und Ängste der Menschen. Die von vornherein düstere, brutale Stimmung wird nach der Explosion ins unermessliche gesteigert. Unumwunden zeichnet Nakazawa Bilder von eingestürzten Häusern, brennenden Menschen und verstrahlten Leichen. Zwar sind es "nur" getuschte Zeichnungen und keine Farbfotos, die der Leser zu sehen bekommt - doch der Schrecken und die Zerstörung könnten sich nicht besser auf ihn übertragen. Schonungslos und schockierend, voller Emotion und Schrecken inszeniert der Zeichner ein beklemmendes Szenario auf dem Papier, das den Leser atemlos und bedrückt zurück lässt, fast als wäre er selbst dabei gewesen. Wer jetzt müde gähnt, meint er habe schon alles über das geschichtsträchtige "Ereignis" gelesen und gehört und sofort an den trockenen Geschichtsunterricht aus der Schulzeit zurückdenkt, der irrt gewaltig. Ich selbst bin nicht sonderlich geschichtsinteressiert, muss aber das Fazit ziehen, dass ich Geschichte noch nie so spannend und aufregend erlebt habe. Die Geschichte habe ich voller Begeisterung verschlungen und sehr, sehr viel darüber gelernt. Sehr lobenswert ist auch das Vorwort von Übersetzer Art Spiegelmann, das einen kurzen Einblick in Vorgeschichte und das Manga gibt. Hinzu kommen ein Nachwort und eine kurze Biographie vom Zeichner. Wer den ersten Band der Reihe gelesen hat, ahnt bereits, dass ihn auch im 2. Band brutale, weil authentische Zeichnungen erwarten. Trotzdem stellt der 2. Band eine starke Steigerung des 1. Bandes dar. Bild für Bild zeigt Nakazawa schonungslos, was er einst mit eigenen Augen sah: Menschen, denen die Haut von den Knochen rutscht, denen die Eingeweide heraushängen, die von Maden befallen sind oder im Fluss verwesen. Ich muss gestehen, dass mir beim Lesen bzw. betrachten der Bilder gerade beim 2. Band oftmals übel wurde. Wer starke Nerven hat, wird aber mit einer spannenden, fantastischen, wenn auch schockierend-ekeligen Geschichte belohnt. Der Band enthält diesmal ein Vorwort vom Zeichner sowie ein ausführliches Interview mit ihm, in dem er von seinem Beruf und den Erlebnissen berichtet. Das Interview besteht ingesamt aus drei Teilen und wird somit in Band 3 und 4 der Reihe fortgesetzt. Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich die Reihe jedem empfehle, der nicht gerade zart besaitet ist. Spannender kann Geschichte nicht aufbereitet werden - und authentischer auch nicht. Auch wenn man fürs Lesen dieser Lektüre stellenweise doch starke Nerven braucht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5 Sterne reichen nicht aus!,
Rezension bezieht sich auf: Barfuß durch Hiroshima, Band 1: Kinder des Krieges (Taschenbuch)
Ich kann mich nur den anderen Rezensionen vollständig anschließen!Sprachlosigkeit ... ich habe so etwas noch nie gelesen. Es ist mit nichts, was mir bekannt ist, auch nur irgendwie vergleichbar. Wem hier nicht die Tränen vor Fassungslosigkeit, Trauer, Wut und ... die Wangen herunterlaufen ist vermutlich tot. Ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit und Autentizität. Ein unvergesslicher Blick in die hässliche Fratze des Kriegs. Ein unvergleichliches Plädoyer für den Frieden. Mit Mangas kam ich bisher überhaupt nicht in Berührung und kann nur sagen, dass dies womöglich die treffendste Art ist, ein solch unglaubliches Thema anzugehen. ALLE 4 BÄNDE SIND EIN ABSOLUTES MUSS!!!! Vor Keiji Nakazawa kann man nur den Hut ziehen und sich zutiefst verbeugen .... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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