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Barefoot Contessa [UK Import]
 
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Barefoot Contessa [UK Import]

Humphrey Bogart , Ava Gardner , Joseph L. Mankiewicz    Unbekannt   DVD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation


Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Anlässlich der Trauerfeier zu Maria Vargas Beerdigung lassen die Trauergäste den Aufstieg der spanischen Tänzerin zum Hollywood-Star noch einmal Revue passieren. Ihre steile Karriere hat sie vor allem einem Mann zu verdanken: Harry Dawes, der sie als Regisseur ihres ersten Films zum Ruhm führte. Maria Vargas, der Star des glamourösen tanzenden Hollywoods, war geboren. Trotz diverser zweckmäßiger Liaisons und vieler Kompromisse, die das Leben eines Hollywood-Stars mit sich bringen, möchte sich Maria unbedingt selbst treu bleiben. Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms lernt sie jedoch den skrupellosen Produzenten Muldoon kennen..."

VideoMarkt

Am Grab der Gräfin Maria Torlato-Favrini versammeln sich im strömenden Regen Freunde. Regisseur Harry Dawes erinnert sich, wie er drei Jahre zuvor Maria als spanische Tänzerin in Madrid entdeckt und ihr als Maria d'Amato Vargas zu einer Karriere in Hollywood verholfen hat, aber dessen Liebe sie nicht erwiderte. Nach Affären mit einem Produzenten und einem Stierkämpfer heiratet Maria einen impotenten italienischen Grafen, der sie wegen Untreue erschießt. Dawes verlässt den Friedhof.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von j.h. VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
THE BAREFOOT CONTESSA von Joseph L. Mankiewicz ist eines jener noch heute faszinierenden Technicolor-Melodramen der 50er Jahre:
Der ausgebrannte Regisseur Dawes (überzeugend: Humphrey Bogart), ein zynischer Millionär und Möchtegern-Filmproduzent sowie sein skrupelloser Presseagent (Nebenrollen-Oscar für Edmond O'Brien) reisen nach Madrid, um von der attraktiven Tänzerin Maria Vargas (Ava Gardner) Probeaufnahmen zu machen. Diese begegnet den Männern anfangs mit großer Skepsis, wird aber letztlich von Dawes überzeugt. Es ist der Beginn einer großen Karriere - und letztlich der Anfang vom Ende. Denn Maria (mit deren Beerdigung der in Rückblenden erzählte Film beginnt) verwechselt zunehmend die Traumwelt des Films mit der Realität. Am Ende bleibt von ihr nur die weiße Marmorstatue auf dem Friedhof in Beverly Hills...
Mankiewicz's fesselndes Melodram ist eine jener "Film im Film"-Geschichten, mit denen die Traumfabrik Hollywood sich gelegentlich selbst kritisch reflektierte. Ergänzend interessant zu dieser Thematik sind die - leider weder auf DVD noch Video auf dem deutschen Markt vorliegenden - Filme "Stadt der Illusionen" (THE BAD AND THE BEAUTIFUL/1952) von Vincente Minelli und "Große Lüge Lylah Clare" (THE LEGEND OF LYLAH CLARE/1968) von Robert Aldrich - dem wohl größten Zyniker unter den Hollywood-Regisseuren.
Die Qualität der DVD ist sehr gut, nur ist außer dem Original-Kinotrailer leider kein Bonus-Material vorhanden.
Allen Filminteressierten sei die Anschaffung der DVD nahegelegt - eine weitere Auflage der DVD ist eher weniger wahrscheinlich...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Dies ist Ava Gardner's grösster Filmerfolg. 1954 war sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere nachdem sie schon mit Mogambo und Schnee am Kilimandscharo weltberühmt geworden war. Hier kann sie zeigen, dass sie
neben ihrer aussergewöhnlichen Schönheit auch wirkliches schauspielerisches Talent bewies. Neben dem grossen Humphrey Bogart zu bestehen fällt ihr nicht nur leicht, sie stiehlt ihm sogar die Show, es ist "ihr" Film. In typischer Mankiewicz-Manier ist der Film sehr gesprächig, manchmal sogar geschwätzig, aber die Dialoge sind alle
brilliant. Das wunderbare Technicolor gibt dem Film etwas nostalgisches und nach dem dramatischen Ende wird einem klar, dass dies einer der letzten typischen Glamour-Hollywood-Filme ist. Der Film basiert auf dem Leben von Rita Hayworth, die wie Maria Vargas eine spanische Tänzerin war, für den Film entdeckt wurde und später einen echten Prinzen an der Riviera heiratete und mit ihm unglücklich wurde.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Hin und wieder gönnt sich auch Hollywood einen selbstkritischen Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik. "Die barfüßige Gräfin" gehört sicherlich zu den besonders unterhaltsamen Filmen dieser Gattung. Erzählt werden Aufstieg und Fall der spanischstämmigen Schauspielerin Maria Vargas (Ava Gardner). Im ersten Teil des Films wird sie von einem Filmteam um den Medienmogul Kirk Edwards (eiskalt: Warren Stevens) entdeckt und Dank der Unterstützung ihres Regisseurs Harry Dawes (besonnen als väterlicher Freund: Humphrey Bogart) zum Filmstar aufgebaut. Trotz ihres Erfolges fühlt Maria sich nicht zugehörig. Im zweiten Teil emanzipiert sich Maria zunehmend von den Zwängen des Ruhms, führt mit dem Gigolo Alberto Bravano (oberflächlich charmant, latent aggressiv: Marius Goring) ein Lotterleben an der Riviera. Bravano bezahlt sie dafür, dass sie die Öffentlichkeit glauben lässt, sie sei seine Freundin (was sie aber nicht ist). Im kultivierten italienischen Grafen Vincenzo Torlato-Favrini (attraktiv wie immer: Rossano Brazzi) scheint sie den Mann ihrer Träume gefunden zu haben. Oder doch nicht?

Erzählt wird Marias Leben in Rückblenden. Wir wissen schon zu Beginn, dass Maria tot ist. Aus den Erinnerungen von Dawes, des Filmagenten Oscar Muldoon (herrlich charakterschwach: Edmond O`Brien) und ihres Mannes Vincenzo werden die letzen Jahre der Diva rekonstruiert. Ähnlichkeiten zu realen Personen (Howard Hughes, Rita Hayward) sind beabsichtigt, der Film funktioniert aber auch ohne diese Parallelen. Dabei wird die Szene, in der sie mit Bravano bricht und zu Vincenzo geht, aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Es ist mir nicht ganz gelungen zu erkennen, ob dieselbe Szene lediglich aus verschiedenen Kamerawinkeln aufgenommen oder neu gedreht wurde. Die Charakterzeichnung ist sehr gelungen. Edwards gibt nach außen den unantastbaren Geschäftsmann, kann aber nur schwer seine seelische Impotenz verbergen. Vincenzo liebt Maria wirklich, aber im Gespräch mit seiner Schwester offenbaren sich auch sehr bedenkliche Motive für eine Verbindung mit ihr. Dawes erkennt, dass Marias Traum nicht in Erfüllung geht, ohne die Tragödie abwenden zu können.
Die Kamera liebt Ava Gardner, wie schon in "Pandora und der fliegende Holländer" wird sie von Jack Cardiff in Szene gesetzt. Die traumhafte Musik von Mario Nascimbene unterstreicht die Unabwendbarkeit des Schicksals. Man darf sie sentimental nennen, ich liebe sie!
Nicht selten werden Mankiewicz` Filmen Geschwätzigkeit nachgesagt. Vielleicht ist das bloß Neid, denn gerade sein Drehbuch für die Gräfin ist eine zeitlos bissige Aneinanderreihung von boshaften Wahrheiten. Kleine Auswahl gefällig?

- Sie liebten sich wirklich. Das merkte man daran, dass sie niemals Interviews über eine bevorstehende Hochzeit gaben.
- Er verfügte über viele Ölquellen, aber über keinen Humor.
- (über den Jet Set) Sie regierten die Riviera - mit Erlaubnis der Direktion.
- Es ist nie zu spät, Charakter zu entwickeln. usw, usw.

Das Ende des Films ist zwar sehr konstruiert, aber das schmälert das Vergnügen nicht wesentlich. Etwas flapsig könnte man sagen, dass Maria an einer Kombination aus fehlendem Realitätssinn und einer Kommunikationsstörung gestorben ist. Daran sind aber viele Frauen in Hollywoodmelodramen gestorben, vielleicht war die (für mich) etwas unglaubwürdige Zuspitzung hier sogar als ironischer Seitenhieb gemeint. Ein Oscar für Edmond O`Brien und eine Nominierung für das Drehbuch von Mankiewicz.

Zur Ausstattung: Die Bildqualität ist in Ordnung, aber keineswegs brillant, Originalton und Synchronfassungen (D, F, Sp) in sauberem Monoton, üppig Untertitel (Engl. und Deutsch auch für Hörgeschädigte), als Extras nur den Trailer.
Bemerkenswert bleibt dieser Film -trotz kleiner inhaltlicher Schwächen- wegen seines pointierten Drehbuchs und seiner für die 1950er Jahre revolutionären Erzähltechnik. Irgendwie gefällt mir der Film bei jedem Ansehen besser.
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