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Barca oder: Die Kunst des schönen Spiels Taschenbuch – Juni 2013


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Die Werkstatt; Auflage: 4. Aktual. (Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389533720X
  • ISBN-13: 978-3895337208
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 129.378 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Dietrich Schulze-Marmeling, geboren am 8. Dezember 1956 in Kamen/Westfalen, gehört zu den profiliertesten und produktivsten Fußballautoren- und historikern in Deutschland.
Schulze-Marmelings erstes Fußballbuch erschien im Herbst 1992 und trug den Titel "Der gezähmte Fußball. Zur Geschichte eines subversiven Sports." Christoph Biermann schwärmte damals in der "tageszeitung": "Manchmal schlägt man ein Buch auf und fragt sich nach einer durchlesenen Nacht, warum es das nicht schon vorher gegeben hat. (...) Dieses Buch schafft nämlich den Durchbruch. Es ist der erste ernsthafte Versuch einer Fußballgeschichte in Deutschland, die auch die politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen des Spiels einbezieht. (...) Ein brillanter Steilpass aus defensiver Sprachlosigkeit und vagen Mittelfeldgeraune."
Es folgten u.a. Bücher über Borussia Dortmund ("Der Ruhm, der Traum und das Geld. Die Geschichte von Borussia Dortmund" sowie der 2009 erschienene Jubiläumsband "Ein Jahrhundert Borussia Dortmund. 1909 bis 2009" zusammen mit Gerd Kolbe) und den FC Bayern München ("Die Bayern. Geschichte eines Rekordmeisters"), denen der Charakter von "Standardwerken" attestiert wurde. Ebenso erging es seinen Veröffentlichungen "Geschichte der Fußballweltmeisterschaft" und "Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft". Genannte Bücher erschienen in mehreren Auflagen.
Für seine bislang wertvollste Veröffentlichung erachtet der Autor indes "Davidstern und Lederball. Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball", die mit dazu beitrug, dass die Geschichte des deutschen Fußballs "umgeschrieben" wurde.
Der Literaturkritiker Helmut Böttiger urteilte in der "Zeit": "Eine absolut herausragende Veröffentlichung. Hier liegt der Idealfall vor: Fußball als Kulturgeschichte." Sein Kollege Rainer Moritz schrieb in der "Literarischen Welt" über Schulze-Marmeling und den Verlag Die Werkstatt: "Mit dem Sammelband 'Davidstern und Lederball' ist den Göttinger Ballarchäologen nun vielleicht ihre wichtigste Publikation gelungen."
2010 wurde seine Publikation über den FC Barcelona "Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels" von der Deutschen Akademie für Fußballkultur zum Fußballbuch des Jahres 2010 nominiert.
Schulze-Marmeling ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußballkultur und lebt in Altenberge bei Münster.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Keiner spiele mit System! Es begann mit einer Kleinanzeige. Am 22. Oktober 1899 inserierten der Schweizer Hans Gamper und der Engländer Walter Wild, beide Anfang zwanzig, im gerade von Gamper in Barcelona gegründeten Sportblatt Los Deportes , sie seien mit der Organisation einer Football-Gesellschaft bereits weit fortgeschritten, weshalb sie gleichgesinnte Herrschaften gerne näher über ihre noblen Vorhaben unterrichten wollten um Genaueres zu erfahren, möge man doch bitte des Dienstags oder Freitags in der Redaktion der Zeitung vorbeischauen. Gut einen Monat danach wird in einer Turnhalle der Altstadt der Football Club Barcelona aus der Taufe gehoben. Sechs der zwölf Gründungsmitglieder sind Ausländer und überdies Protestanten. Die Exotik dieses Anfangs bettet Dietrich Schulze-Marmeling, der Autor des Geschichts- und Geschichtenbuches über den derzeit erfolgreichsten Fußballverein der Welt, sehr zu Recht und zumindest skizzenhaft in ein allgemeineres Sozialmuster ein. Fußball war in der Tat während der letzten Dekaden des neunzehnten Jahrhunderts und bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs ein Sport für die Angehörigen mobiler Eliten . Ausgebildet in englischen, auf dem Kontinent vor allem in Schweizer Internaten, suchten sie als junge Kaufleute, Finanzmakler oder schlicht als betuchte Abenteurer ihr Glück sehr oft in der Fremde. Zu ihnen gehörten nicht wenige Juden, deutsche Juden zumal deren lange Zeit völlig unbeachteten Beitrag zur Fußballgeschichte hat Schulze-Marmeling als Herausgeber und Mitautor des Bandes Davidstern und Lederball (2003) überhaupt erst ins Bewusstsein gebracht. Beim FC Barcelona spielt von Anfang an eine andere Verbindung die zentrale Rolle das Miteinander von frühem Profitum, sportlicher Internationalität und politischem Katalanismus. Der erste Star und bis heute Rekordschütze des Klubs ist der Philippiner Paulino Alcántara, dem zwischen 1912 und 1927 in 357 Spielen sagenhafte 356 Tore gelangen. Den ersten großen politischen Eklat gibt es im Juni 1925, als die Zuschauer im alten Stadion Les Corts das Abspielen der spanischen Hymne mit einem gellenden Pfeifkonzert quittieren Gamper, vom Schweizer Hans zum Katalanen Joan mutiert, muss deshalb auf Druck der Regierung in Madrid das Präsidentenamt niederlegen und für einige Zeit das Land verlassen, was ihn in die Depression treibt. Noch bevor die Bürgerkriegs-Truppen General Francos im Januar 1939 auch in Barcelona einmarschieren, ist ein Großteil des Barca-Teams bereits ins mexikanische Exil geflohen. Nicht zuletzt die Grundskepsis und das Autonomiestreben der Katalanen gegenüber dem Zentralstaat verleihen dem Klassiker des Vereinsfußballs mehrmals im Jahr Brisanz im Duell mit Real Madrid hat der FC Barcelona nach nun 328 Partien bekanntlich eine positive Bilanz. Weniger bekannt ist, dass es nach wie vor eine katalanische Nationalmannschaft gibt, die zwar von offiziellen Turnieren ausgeschlossen bleibt, aber erst jüngst bei einem Freundschaftsspiel gegen Argentinien aufs Neue ihren Stolz zelebrierte. Joan Laporta, noch für wenige Monate Barcas Präsident, scheint seine neue Rolle bereits zu kennen: Ich weiß mit Sicherheit , schrieb er vor wenigen Wochen in der Madrider Zeitung El Mundo , dass Katalonien eine eigene Nation ist und einen eigenen Staat braucht. ... Wirklich brillant aber sind jene Passagen, in denen der Autor farbig schildert und völlig plausibel belegt, dass sich der enorme sportliche Erfolg des FC Barcelona in den vergangenen knapp vierzig Jahren einem einzigartigen holländischen Kulturtransfer , vor allem jedoch einem einzigen Heros verdankt: dem 1947 in Amsterdam geborenen Hendrik Johannes Cruijff, der als Johan Cruyff zum Jahrhundertfußballer wurde.... (Jochen Hieber in der FAZ)

Alles über Barca Das ganze Stadion! Ist ein Geschrei! Wir sind die Blau-Roten, Ganz gleich, woher wir kommen, Ob aus dem Süden oder dem Norden, Jetzt sind wir eins, wir sind eins, Eine Fahne vereinigt uns. Der Deckel des Buches ist bereits ein Leckerbissen. Der FC Barcelona ist mehr als ein Fußballclub. Er ist Heimat, Weltanschauung, höchste Kunst und diffizile Ersatzreligion. Gegründet 1899 komischerweise von einem Schweizer und einer Hand voll Engländer, erobert sich Barca binnen zehn Jahren einen Platz im Herzen eines jeden echten Katalanen und wird schon bald Regionalmeister. Nachdem die Katholiken die ursprünglich freimaurerisch angehauchte Vereinsphilosophie pulverisierten, dauerte es nicht lange bis zum Platz ganz oben. Barca ist Katalonien, Katalonien ist Barca. FC Barcelona der einzige Fußballklub in Spanien, der noch nie aus der ersten Liga abgestiegen ist, hat 162.979 Mitglieder, davon immerhin 37.825 Frauen. Als Francos Truppen Barcelona einnahmen, standen neben Anarchisten und Kommunisten Barcaanhänger ganz oben auf der Todesliste. Der große Feind heißt seit ewigen Zeiten Real und kommt aus der verachteten kastilischen Hauptstadt Spanien. Real der Club der Francisten, Barca der Club der edlen Freiheitskämpfer? So einfach ist die Geschichte nicht zu lesen, und so einfach wird sie uns auch nicht vom Fußballhistoriker Dietrich Schulze-Marmeling vorgelegt. Sein fein zu lesendes Buch ist faktenreiche und große Fußballliteratur, hehre Ballvirtuosen wie Johan Cruyff, Bernd Schuster, Ronaldinho, Guardiola oder Lionel Messi wabern durch die Seiten, jede Seite, jeder Schuss ein Genuss!. Oder wie es Sergie Pámies unübertroffen formuliert: Für uns Nichtgläubige ist Barca ideal. So haben wir etwas, woran wir glauben können. Barca verspricht uns ein Leben nach dem Tod. (Frank Willmann in WELTEXPRESS)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dietrich Schulze-Marmeling profilierte sich mit zahlreichen Buchveröffentlichungen als einer der wichtigsten deuschen Fußballhistoriker. U. a. schrieb er über die Fußball-Weltmeisterschaft, über jüdischen Fußball sowie über große deutsche Vereine.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nadeschda Wolfangel am 30. März 2010
Format: Taschenbuch
Endlich gibt es ein Buch zum FC Barcelona in deutscher Sprache. Und es erfüllt alle Erwartungen, die man angesichts dieses speziellen Vereins an ein Fußballbuch stellen muss: Es beleuchtet die Geschichte des FC Barcelona von der Gründung im Jahr 1899 über die Franco-Diktatur bis ins Jahr 2009, dem bisher erfolgreichsten mit sechs gewonnenen Titeln. Dabei geht es immer auch um die besondere Vereinsphilosophie, deren Merkmal das ästhetische Offensivspiel ist, die "Kunst des schönen Spiels".
Was das Buch zu einem besonderen macht und von üblichen Vereinsbüchern abgrenzt, sind jedoch die schönen Beschreibungen Dietrich Schulze-Marmelings, der die Vereinsgeschichte immer wieder gekonnt mit den politischen Hintergründen in Spanien/Katalonien in Verbindung bringt. Eine Geschichte über den FC Barcelona wäre ohne die Verflechtungen von Sport und der katalanischen Politik sowie Kultur auch einfach nicht vollständig.
Ansonsten schließe ich mich der FAZ an, die sagt, dass das Buch in jenen Passagen wirklich brillant ist, in denen Schulze-Marmeling plausibel darlegt, dass der große sportliche Erfolg Barcas sehr eng mit dem Namen Johan Cruyff verknüpft ist. Für mich war es ein Genuss dieses Buch zu lesen. Und da der FC Barcelona mehr als ein Club ist, ist dieses Buch mehr als ein Fußballbuch.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthias Sobottka am 8. April 2010
Format: Taschenbuch
Mes que un club - in riesigen Lettern prangt das Vereinsmotto des FC Barcelona auf der Gegengeraden im legendären Stadion Camp Nou. In seinem sehr gelungenen Werk "Barca oder: Die Kunst des schönen Spiels" beschreibt Dietrich Schulze-Marmeling, warum der FC Barcelona eben "mehr als ein Club" ist. Ein Verein, ein Mythos.
Schulze-Marmeling, Autor zahlreicher lesenswerter Veröffentlichungen zum Thema Fußball, spannt den Bogen von der Vereinsgründung 1899 durch den Schweizer Hans Gamper über die Franco-Zeit, die Ära Johan Cruyff bis hin zu der Mannschaft, die in der Saison 2008/2009 sechs Titel gewann und auch aktuell (April 2010) die Fußball-Welt begeistert. Doch bei "Barca oder: Die Kunst des schönen Spiels" geht es längst nicht nur um Fußball. Der Autor versteht es glänzend, die Geschichte des FC Barcelona in Zusammenhang mit den historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Kataloniens und Spanien zu setzen. So wird deutlich, warum der FC Barcelona identitätsstiftend für ganz Katalonien ist, warum er ein wichtiges Instrument der Opposition gegen Franco war und in ihn geradezu Erlösungsfantasien projiziert wurden.
Der FC Barcelona und Katalonien, Katalonien und der FC Barcelona - das gehört untrennbar zusammen. "Som un" ("wir sind eins") steht noch heute auf Werbetafeln am Camp Nou. Kernthemen des Buches sind die Rolle des FC Barcelona während der Franco-Diktatur und die Ära von "El Salvador", der Erlöser, wie Johan Cruyff noch heute in Barcelona genannt wird. Der Niederländer hat in der Metropole Kataloniens nach seiner erfolgreichen Zeit als Spieler und Trainer gottvaterähnlichen Status, wurde erst unlängst zum Ehrenpräsidenten ernannt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TollCollect am 22. September 2010
Format: Taschenbuch
Barca oder: Die Kunst des schönen Spiels von Dietrich Schulze-Marmeling ist ein wirklich sehr empfehlenswertes Fußballbuch. Aber nicht nur Barca-Fans werden ihre Freude beim Lesen haben, sondern auch jeder, der gerne über den Tellerrand blickt und den auch Exkurse in die Politik und Geschichte Kataloniens interessieren. Das Buch wird der besonderen Bedeutung des FC Barcelona jedenfalls gerecht und kann auf unterhaltsame und lehrreiche Art vermitteln, warum Barca eben "mehr als ein Club ist". Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Barça-Fan am 3. August 2012
Format: Taschenbuch
Das Buch liest man sehr flüssig bis zur Hälfte. Es ist auch sehr interessant für die jüngeren Leser, die die Geschichte der Entstehung des Klubs nicht so genau kannten. Leider wird das Buch gegen Ende nicht so genau und es gibt ein paar Fehler. Zum Beispiel behauptet der Autor, dass Barça in der CL-Saison 2005/2006 gegen Chelsea nur 2 Tore geschossen hat. In der Tat waren es aber 3 (2-1 in London und 1-1 in Barcelona). Für mich ist die Übergangszeit zwischen Nunez und Laporta viel zu kurz geraten. Für die jüngste geschichte von Barcelona war die Gaspart-Zeit sehr wichtig. Der Rücktritt von Gaspart nach dem 0-3 Spiel gegen Sevilla in Camp Nou bleibt unerwähnt, was ich sehr schade finde (es waren sehr bewegte Momente, als er nach dem Spiel minutelang mit dem hängenden Kopf auf der Haupttribüne stand).
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joe Zmuda am 9. Januar 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Autor beschäftigt sich mit der Historie des FC Barcelona und Kataloniens im 20. und 21. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte wird auf die Ära Cruyff als Trainer und Spieler eingegangen. Gerade die Person Cruyff wird dabei sehr aus einer Fan-Perspektive beschrieben. Auch er wird in die Pole Spanien/Real und Katalonien/Barca eingebunden.
Barca gewann seine Titel aber nicht, weil man für die Freiheit Kataloniens kämpfte, sondern weil sehr guter Fussball gespielt wurde. Und dies ist die große Schwäche des Buches. Denn über die technischen und taktischen Feinheiten, sowie die individuellen Fähigkeiten vieler großer Spieler (außer Cruyff) wird wenig geschrieben. Über La Masia erfährt man, dass auf Anweisung Cruyffs Trainer, die defensiv spielen wollen gefeuert werden und man erfährt, dass Rinus Michels und Cruyff voetbal total nach Barcelona exportierten. Über voetbal total erfährt man, dass dies beinhaltet, dass alle verteidigen und angreifen und permanent die Positionen wechseln. Mehr leider nicht. Der Kunst des schönen Spiels wird seitens des Autors zwar ausgiebig gehuldigt, aber sie wird nicht fachlich erklärt.
Ebensowenig geht der Autor auf die Finanzsituation des Vereins ein, der weltweit zu den finanzkräftigsten gehört. Mit den teuersten Spielern der Welt ist die Kunst des schönen Spiels aber keine große Kunst. Nicht nur Real gibt viel Geld für fertige Spieler aus.
Sofern der Autor auf Quellen zurückgreift und diese zitiert, erfolgt dies fast immer aus dem deutschsprachigen Raum. Für einen der weltbesten Klubs ist diese Sichtweise ungenügend.
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