Ich denke, obwohl ich männlich und schon 24 Jahre alt bin,
dass diese Version der Weihnachtsgeschichte den Kern der Geschichte
trifft, etwas anders als das Original, aber doch sehr gut umgesetzt.
Vor allem die Geschichte des Hauptcharakters ist ein Beweis,
wie schnell das menschliche Herz sich versteinern lässt, wenn man das
Vertrauen in die Familie, die Welt und sich selbst verliert und
dies dadurch auszugleichen versucht, sein Ego mit Karriere, Geld und Erfolg
nach oben zu ziehen. Nur wird man dadurch oft ungerecht gegenüber seinen
Mitmenschen, setzt nach außen seine Maske auf, und verletzt und vertreibt
schlussendlich die Leute, die trotz allem Schlimmen immer zu einem gehalten haben.
Die Feen sind etwas kitschig und beinah nervtötend, vor allem die der gegenwärtigen Weihnacht, dennoch spiegeln sie dem Hauptcharakter die verschiedenen Zeitepochen vor, die sie zu dem gemacht haben, was sie schlussendlich geworden ist. Daraus folgt die langsame Bekehrung zum Guten und die Einsicht.
Besonders rührend ist die Liebe des kleinen, schwer kranken Mädchen zu dem geläutertem "Star", die sich nichts sehnlicher wünscht, als sie einfach nur singen zu hören, ohne einen Gedanken an Geld, Ruhm und Erfolg an ihr zu verschwenden, sondern aus echter Liebe. Am Ende starb das Mädchen nicht, sondern wurde geheilt, weil der Hauptcharakter aus der zurückgewonnenen Nächstenliebe die teure Operation bezahlt und die anstehende Schließung des Waisenhauses verhindert hat.
Da muss ich sogar sagen, das ich viele Tränen geweint habe. Also, trotz Barbie und diesbezüglicher Vorbehalte, ein toller Film zur Weihnachtszeit für Kinder.
Was die Erwachsenen betrifft, guckt genauer hin in der Entwicklung eurer Kinder. Es schadet euren Kindern eher, wenn man sie auf die Erfolgsspur lenkt, die man selber nie hatte, das drücken vor allem die Szenen mit der karrieresüchtigen Tante der Hauptcharakterin aus, der jedes Mittel recht ist, dem Kind in eine Richtung zu erziehen, in der es sich später eventuell nur scheinbar wirklich wohlfühlen würde, sogar krank macht.