Seitdem ich diesen Topf für unsere gemeinsame Zeit vorbereitet hatte*, bereitet er mir nur noch Freude. Die Materialstärke ist ausreichend, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu garantieren. In diesem Topf brennt deshalb auch dann kein Essen an, wenn man ihn mitten in die glühende Kohle stellt. Mit der Option, mittels Glut oder Kohle auf dem Deckel auch Oberhitze zu schaffen, lassen sich Speisen und auch das kleine Frühstücksbrot im Nu herstellen. Natürlich hält der kleine Dutch Oven seine Temperatur sehr lange, so dass die Speisen nicht sofort wieder auskühlen. Erfahrene "Leichtgewichtcamper" wissen, wovon ich rede. Für alle Besitzer von DOs ab 12 Zoll haben die 0,7 Liter Fassungsvermögen aber auch noch eine ganz andere positive Seite:
Kleinere Portionen verschwinden nicht optisch im Nirwana eines großvolumigen Dutch Ovens.
*Die Vorbereitung besteht aus dem "Einbrennen" des Topfes (engl.: Seasoning). Zu diesem Zweck werden Topf und Deckel zuerst mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt und danach gut getrocknet. Anschließend werden die Teile von Innen und Außen mit Sonnenblumenöl bestrichen bei mindestens 250° Celsius für gut 45 Minuten "gebacken". Die Rauchentwicklung kann dabei erheblich sein. Wer also seine Nachbarn kennenlernen und das Zusammenleben mit der Familie in neue Bahnen lenken will, nutzt dafür den Backofen. Empfehlenswerter ist es jedoch, die Töpfe in geschlossenen Grills im Freien zu präparieren. Dabei brennt sich eine schöne schwarz-glänzende Schicht ein, die den Topf vor Korrosion und das Essen vor dem Anbrennen schützt. Diese Schicht erhält man sich indem man:
- nicht mit Metallbesteck arbeitet (Holz ist sowieso besser),
- anschließend nur mit heißem Wasser und einer Bürste reinigt,
- das Material nach dem Trocknen dünn mit einem ölgetränkten Tuch abwischt
- zur Lagerung ein Küchentuch in den Topf legt (Ein Zipfel schaut zwischen Deckel und Topf heraus)
- den Topf trocken lagert