Stereoplay 11/2005, Ralf Dombrowski
Dank seiner spieltechnischen Fertigkeiten könnte sich Carsten Daerr auch als Neo-Romantiker vorn Schlag eines Brad Mehldau positionieren, in der Hoffnung auf ein breites Publikum. Doch der Berliner Pianist bleibt konsequent bei eher komplexen Annäherungen an das aktuelle Musikgeschehen. Daerrs Stücke sind vielschichtige KIangräume in der tradition der experimentellen Moderne, mit Eric Schaefer (Schlagzeug) und Oliver Potratz am Bass zu kommunikativen Motivnetzwerken verflochten: Jazz zum Zuhören, mit Gewinn!
Jazzthing, 9/2005
Carsten Daerr ist aktuell einer der meistbeachteten Upstarter in Sachen Jazz-Piano - und das weit über Berlin hinaus. Sein kongeniales Trio mit Oliver Potratz am Bass und Eric Schaefer am Schlagzeug navigiert souverän durch insgesamt 16 neue Kompositionen. Nichts klingt hier wie längst entdeckt und abgehakt, nein, faule Kompromisse werden bewusst vermieden.