Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
viel Zeit nehmen, 14. Mai 2008
Handlung:
Es ist etwas faul, im Reich der Mitte!". 907 nach unserer Zeit liegt die Tang-Dynastie im Niedergang. Das Reich zerfällt, Rebellionen und Aufstände sind an der Tagesordnung. Passenderweise trägt diese Periode die Bezeichnung "Fünf Dynastien und zehn Königreiche". Die äußerliche Zerrüttung spiegelt sich auch am Kaiserhof wieder. Li (Ge You) vergiftet seinen Bruder, den Kaiser. Er übernimmt nicht nur seinen Thron, sondern auch seine Frau Wan (Zhang Ziyi). Diese arrangiert sich scheinbar mit der Situation, doch verbindet sie mit Wu Luan (Daniel Wu), Sohn des verstorbenen Kaisers, weit mehr als mütterliche Gefühle. Dieser wiederum ist bestrebt, den Tod seines Vaters zu rächen und selbst die Anschläge seines Onkels zu überleben. Doch auch andere am Kaiserhof sind mit der derzeitigen Situation unzufrieden und schmieden eigene Pläne. Das intrigante Treiben findet schließlich seinen Höhepunkt auf dem titelgebenden Bankett.
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Kritik:
Wem die Story bekannt vorkommt, der liegt völlig richtig. Hier möchte ich an mein einleitendes, freies Zitat anknüpfen. "The Banquet" könnte man durchaus als chinesischen Hamlet bezeichnen. Da Shakespeares Tragödie eindeutig Pate steht, ist das Ende des Filmes wenig überraschend. Feng Xiaogang bedient sich hier jedoch nicht nur bei der Story, sondern sein ganzer Film gleicht einem Bühnenstück. Sämtliche Charaktere gleichen Figuren, die nur eine Rolle in einer einzigen großen Intrige spielen, welche sich Hofstaat nennt. Jeder Satz, jede Geste sind distanziert, kühl und überlegt. Jede Regung erscheint nur als Fassade. Das hat durchaus Reiz. ist jedoch auch anstrengend und teilweise langatmig. Einzig Zhou Xun, als leicht naiver "Trampel" durchbricht die Etikette und Kabale. So ist sie letztendlich sowohl Auslöser als auch Baueropfer für die finale Kette an Ereignissen des Banketts. Mögen die Charaktere zwar eher an ein Bühnenstück erinnern, die Ausstattung jedoch klotzt recht ordentlich. Sowohl Set- als auch Kostümdesign sind phänomenal. Der Palast besticht durch seine Größe. Sämtlich Räume sind kathedralartig hoch und dennoch klaustrophisch dunkel, als würden sie der Falle, in welcher sich die Akteure bewegen, einen Rahmen geben. Die Größe des Sets verführt zu langen Kamerafahrten, welche auch inflationär eingesetzt werden, was zwar der Optik zugute kommt, jedoch das Tempo drückt. Um diesen Mangel auszugleichen, kommen einige Wuxia-Elemente zum Einsatz. Choreograph Yuen Woo-Ping inszeniert diese mal wieder ballettgleich. Das ist sicherlich nichts Neues aber immer wieder auf höchstem Niveau und gern gesehen. Unstützung findet das ganze im sehr passendem Score von Tan Dun, dessen Soundtrack mal wieder großartig ist. Ihm gelingt es immer wieder sowohl westliche als auch chinesischen Elemente in seiner Musik zu integrieren und kombinieren.
Abschließend kann ich The Banquet" durchaus empfehlen. Allerdings sollte man sich viel Zeit nehmen, der Film fordert diese auf jeden Fall. Er ist definitiv nichts zum feierabendlichen Entspannen, dafür ist er einfach zu langatmig und oft auch zu schwülstig. Dennoch bietet er eine großartigen optischen Rahmen für ein dramatisches Bühnenstück ab, was zwar wenig berührt aber durchaus zu fesseln versteht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Film für Jedermann , 4. Juni 2008
Der Film ist ein cineastisches Meisterwerk, was seines gleichen sucht. Die Bildgewalt in den Film ist absolut meisterhaft und das jede Sekunde. Hinzu kommt ein gewaltiger Soundtrack der sowohl klassisch westliche und auch asiatische Musik verschmelzt. Die Geschichte ist bitter böse und wird ziemlich gut erzählt, ohne sich bei den ganzen Intrigen zu verheddern. Das ganze mag vielleicht hin und wieder ein wenig schwer fällig sein, aber das ist auch so beabsichtigt. Der Film ist ein einziges Kunstwerk, an den es einfach nicht viel zu meckern gibt. Für den Normal-Zuschauer der aber nur ein wenig unterhaltet werden möchte ist dieser Film nicht wirklich was ... dafür wiegt er zu schwer. Die Kampf-Cinematography ist zwar nicht gleichmäßig wie bei einen klassischen Wuxia verteilt und ist auch nicht der Schwerpunkt des Films, aber wenn sie vorkommt, kommt sie erstmal lange und ausgiebig vor und vor allem so genial wie kaum wo anders.
Popkorn Kino ist es nicht. Mich hat er unterhalten, aber das ist dann wohl er subjektiv zu beurteilen.
Des weiteren sieht der Film nicht nur schön aus, sondern hat auch eine gute Geschichte, aber auch das mag jeder wohl anders sehen. Aber er hat definitiv ein wohl durchdachte Geschichte (basierend auf Hamlet).
Der Film ist gut, aber eben nicht gerade leicht verdaulich . Wie eine Pizza mit zehn Käseschichten.
Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film.
Zur DVD:
Das Bild der deutschen DVD ist ebenso wie die britische DVD links und rechts beschnitten auf das Format 1,85:1 gestutzt (Das sieht man sehr stark... es fehlt viel vom Bild). Damit ist die DVD für mich gestorben und ich bleibe bei der HK-DVD.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Enttäuschend...., 29. Juni 2008
"Das Banquet" hat mich persönlich auf der ganzen Strecke enttäuscht. Die Story ist wie bei jeden Asiafilm schnell erzählt, und immer wieder das gleiche. Eine bzw. zwei Frauen lieben verschiedene Männer, können aber nicht mir Ihnen zusammen sein, da sie entweder schon vergeben sind oder anderer Abstammung sind. Und so beginnen die Intrigen, Lügen, Morde, etc.. Auch so ist es bei diesem Film. Daher bekommt die Story nur noch 2 Sterne, da es bei den letzten Filmen immer um das selbe ging, nur anderes erzählt (Der Fluch der Goldenen Blume, The House of Flying Daggers). Dazu endet der Film, wie seine Vorgänger. Die Geschichte ist viel zu Lang, es wird nach einer gewissen Zeit langweilig. Das einzige Positive sind die Farben, Musik (unteranderem von Lang Lang) und die Kampfkünste.
Ein weiterer Punktabzug ist für die schrecklichen Synchronstimmen. Mir ist eigentlich die Schauspielerin Zhang Ziyi sehr sympathisch aber mit dieser "neuen" Stimme, hört sie sich einfach nur schrecklich an aber es passen auch irgendwie die Stimmen nicht zu den anderen Darstellern.
Die Aufmachung im Steelbook ist schön geworden, vor allem mit der Hervorhebung der Schrift. Das Menü ist toll animiert und mit Musik untermalt. Alle Extras sind auf der 2. DVD vorhanden. Diese sind zum größten Teil recht gut geworden, vor allem das "Making of" sowie die Interviews. 4 Sterne für eine tolle DVD.
3 Sterne für eine gute DVD-Edition mit einem mittelmäßigen Film, der leider nichts Neues bietet.
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