Die Idee, Jon-Tom, den netten, tagträumenden Durchschnittsstudenten aus seiner heilen, allenfalls vom Marihuanarauch geschwängerten Umwelt, in eine Spiegelwelt zu senden, in der Menschen eine eher untergeordnete Rolle spielen und ihm dann erst noch die Aufgabe anzuhängen, diese im wahrsten Sinne tierische Welt retten zu müssen, ist ein brillianter Einfall. Die Wandlung, die dem Titelhelden widerfährt, von der völligen Angewidertheit über die allzu menschlichen Tiere, deren durchaus menschliche Eigenschaften dem "Magier wider Willen" zuerst fast pervers erscheinen hin zur Akzeptanz, ja Zuneigung ist wundervoll geschildert. Köstlicher, aber doch dezenter Humor ist garantiert:ein tausende Jahre alter Drachen, der den marxistischen Idealen anhängt und nur durch das Singen der Internationale "gebannt" werden kann, der gaunerische Otter Mudge, Pog, der ewig nuschelnde Fledermäuserich, Caz, der galante Taschenspieler-Hase und Talea und Flores, die beiden streitsamen Menschenfrauen bringen den Helden in unglaubliche Situationen. Dazu die zerstreute Weisheit des alten Schildkröten-Hexenmeisters... Einfach ein Buch, das man gelesen haben muss. Und nachdem Jon-Tom - übrigens nach der Konfrontation mit den Menschen (die es in dieser Welt tatsächlich auch gibt und die sich wie wohl überall mit ihrer eigenen Ueberheblichkeit für die wichtigste aller Rassen halten) - entschlossen ist, seine neue Welt zu retten, warte ich auf die Lieferung des 2. Bands aus dem Bannsänger Zyklus.