Die 40er Jahre sind in Gestalt von Jazz-Aufnahmen ja schon immer in Woody Allens Filmen gegenwärtig gewesen - vielleicht, weil sie die Welt seiner Kindheit waren, denen er schon in "Radio Days" ein liebevolles Denkmal gesetzt hat. Dieser Film ist allerdings weniger der Versuch, eine versunkene Welt zu rekonstruieren, obwohl alle Requisiten bis in die letzte Einzelheit vorhanden sind, als ein Kostümfilm, in dem die Mode der 40er Jahre eindeutig von Menschen unserer Zeit getragen wird. Denn die brillanten, mit schlagfertigen Repliken gespickten Dialoge beschwören zwar den Geist der klassischen Screwball-Komödien herauf, aber die Story paßt im Grunde nicht dazu. Bis in die Besetzung hinein wird hier nämlich das Thema von Nancy Myers' charmanter Komödie "Was Frauen wollen" variiert: mit Helen Hunt als knallharte Managerin mit weichem Kern, die im Auftrag des Chefs eine Firma auf Vordermann bringen soll, die Position des männlichen Helden bedroht, von diesem deshalb bekämpft wird, worauf sie am Ende zum Paar werden. Allerdings ist das Drehbuch wesentlich raffinierter und verblüfft bis in die letzte Minute hinein mit immer neuen überraschenden Wendungen und komischen Situationen. Immerhin geht es auch nicht um Nike-Werbung, sondern um einen Versicherungsdetektiv, gespielt von Woody Allen, der eine Serie von Einbrüchen aufklären muß, die er selbst unter Hypnose begangen hat. Neben Hunt und Allen stehen Dan Aykroyd als deren rückgratloser Chef, Elizabeth Berkley als süße Büro-Mieze und Charlize Theron als abgedrehte High Society-Schlampe vor der Kamera. Auch Wallace Shawn ist in einer kleinen Rolle dabei und darf die letzte Überraschung aus dem Hut ziehen.
Kurz: Woody Allen in Hochform, weniger intellektuell als sonst und opulenter, deshalb auch eher massentauglich.