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Bank-Räuber: Wie kriminelle Manager und unfähige Politiker uns in den Ruin treiben [Gebundene Ausgabe]

Leo Müller
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

26. Februar 2010
Nominiert für den Handelsblatt Wirtschaftsbuchpreis 2010 Die Krise ist noch lange nicht vorbei, denn die Deutschen sind vom großen Crash besonders stark betroffen. Ihre Banken waren Weltmeister im kreativen Bilanzdesign, sie versenkten Milliarden, und sie hinterlassen die größten Bad Banks der Welt. Wie kommt es, dass die spanische Santander-Gruppe in den Krisenjahren 2007 und 2008 fast 18 Milliarden Euro verdiente, während die zehn größten deutschen Banken im gleichen Zeitraum 23 Milliarden Euro Verluste schrieben? Woran liegt es, dass Schweizerische Kantonalbanken ihren Bürgen konstante Dividenden ablieferten, während die vier großen deutschen Landesbanken den Steuerzahlern ein Milliardengrab hinterließen? Warum konnten die Landesbanken mit dem Geld der Bürger ungestört Wall Street spielen? Wieso stehen heute die größten Bad Banks der Welt in Deutschland? Und wie konnte es so weit kommen, dass die Deutschen für ihre staatliche Bankenrettung heute mehr investieren als die Amerikaner?  Diese Finanzkrise ist das Werk einer unheiligen Allianz aus kriminellen Managern und unfähigen Politikern, schreibt der Wirtschaftsautor Leo Müller. Er liefert eine ebenso minutiöse wie schonungslose Analyse der fahrlässigen und rücksichtslosen Machenschaften in der Finanzwelt.  Leo Müller nimmt die Leser mit auf eine spannende Spurensuche in die abgeschottete Welt der Finanzgauner und enthüllt schockierende Fakten. Er beschreibt, wie die Deals abliefen, wie die Öffentlichkeit getäuscht wurde und die Wahrheit über die riskanten Geschäfte in den Bankbilanzen verschwiegen wurden: Die erste Kriminalgeschichte der Finanzkrise. »Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?« Bertolt Brecht »Nirgendwo auf der Welt, auch nicht in Amerika, haben sich Banken mit größerer Bereitschaft in unkalkulierbare Risiken gestürzt.« Günter Verheugen, deutscher EU-Kommissar

Wird oft zusammen gekauft

Bank-Räuber: Wie kriminelle Manager und unfähige Politiker uns in den Ruin treiben + Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität + Vatikan AG: Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche
Preis für alle drei: EUR 38,89

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Econ Verlag; Auflage: 2. Unveränd. (26. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343020092X
  • ISBN-13: 978-3430200929
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 133.072 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine gelungene Generalabrechnung mit nahezu allen wichtigen deutschen Finanzakteuren" (Welt am Sonntag, 07.03.2010)

"Mit einer überwältigenden Fülle von Belegen führt Müller den Nachweis, dass der deutsche Anteil an der globalen Finanzkrise dem amerikanischen in nichts nachsteht - eine Lektüre, bei der selbst dem informierten Leser zuweilen der Atem stockt." (Der Tagesspiegel, 19.4.2010)

"Eine kritische Aufarbeitung der internationalen Finanzkrise und schonungslose Abrechnung sowohl mit Bankmanagern als auch mit Politikern" (Deutschlandradio Kultur, 02.05.10)

"Ein wenig schmeichelhaftes Sittengemälde von Banken und Politik" (Süddeutsche Zeitung, 10.05.10)

Über den Autor


Leo Müller,
Autor des Wirtschaftsmagazins Bilanz, ist Experte für Finanzkriminalität. Bereits beim Stern, bei Cash, Capital und der Financial Times Deutschland hat er zahlreiche Wirtschaftsskandale enthüllt. Müller schrieb Tatort Zürich, er ist Dozent am Studiengang Economic Crime Investigation der Hochschule Luzern und lebt mit seiner Familie bei Zürich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fachmännische Generalabrechnung als Finanzkrimi 21. Mai 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Während Finanzakteure Milliarden verdienen, schwächeln andere im großen Stil. Während einige unverantwortlich handelnde "Bänker" die Welt in die Krise stürzten, kassierten sie weiter exorbitante Bonuszahlungen, ohne mit der Wimper zu zucken. Die gigantische Investentbank Lehman Brothers fällt plötzlich in sich zusammen wie ein Kartenhaus im Wind. Warum konnten Banken überhaupt Unsummen Geld verschleudern und eines der risikoreichsten Vabanque-Spiele der Finanzgeschichte anleiern, ohne dass Aufsichtsbehörden hellhörig wurden? Warum muss der deutsche Steuerzahler eigentlich den Löwenanteil der Rettungsgelder für solche Banken berappen, die skrupellose Finanz-Hasardeure an den Rand des Ruins spekuliert haben? Warum eigentlich stehen in diesem Land die meisten Bad-Banks der Welt? Was sind die politischen Hintergründe und menschlichen Abgründe hinter und unter den Geschehnissen, die eine derartige Finanzkrise heraufbeschworen haben?

Leo Müller beschreibt die schockierenden Hintergründe des Finanzdebakels als eine Mischung aus Unfähigkeit der politischen Entscheidungsträger und kriminellen Machenschaften gieriger Manager. Ausführlich spricht er über Täuschungsmanöver und politische Taktiken, die einen Wirtschaftsskandal ans Tageslicht befördern, der seinesgleichen sucht. Die Enthüllungen dieses Finanzkrimis zeigen, wie die Realiät die schlimmsten Befürchtungen irgendwann einholt. Erschütternd und erdrückend sind die Fakten, die Müller hier aufarbeitet und die vor allem die Politik als gefährliches Spiel der Mächtigen erscheinen lassen. Die These, dass bereits Jahre vor Ausbruch der Krise Finanzminister Eichel, Wirtschaftsminister Clement und Kanzler Schröder die Gefahr erkannt haben, die Reißleine des Verstands aber aus politischem Kalkül heraus nicht zogen, ist provokativ und in jedem Fall von höchster Brisanz. Auch und gerade seine Behauptung, die derzeitige politische Aufarbeitung der Pleite sei ein billiges Theaterstück, das uns teuer zu stehen kommt, wird manche nachdenklich stimmen.

Fazit: Dies ist die schonungslose aber fachmännische Abrechnung eines Wirtschaftsautors mit gierigen und unfähigen Entscheidungsträgern der Finanzwelt. Beeindruckende Sachkenntnis und engagierte Recherche verschiedenster Fakten verschmelzen hier zu einem anregend geschriebenen Finanzkrimi der besonderen Art. Hier wird Tacheles geredet - (fast) ohne Übertreibung. So rüttelt der Autor auf. Realität könnte nicht besser aufbereitet werden und wohl kaum nachhaltiger erschüttern.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende der Unschuld 17. September 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist schwer, bei der Lektüre dieses Buches nicht in Wut zu geraten. In Wut über Politiker und Banker, die, manchmal ignorant, doch oft gewollt, die deutsche Bankenwelt in ein Desaster ohne gleichen geführt haben. Und man fragt sich, welcher Grössenwahn oder welche Geldgier diese Menschen, die dem Gemeinwohl des Landes verpflichtet sind, getrieben haben mag, als sie ein Stück Zukunft verzockten. Was die Menschen getrieben haben mag, was gar in der Gesellschaft schief gelaufen sein mag, davon handelt das Buch jedoch nicht. Vielmehr geht es um die Aufarbeitung der Fakten hinter dem Desaster, das mit dem Subprime-Debakel von Amerika wie eine Welle die Welt überrollte, vor allem aber Deutschland, dessen Banken sich mehr als alle anderen im Spiel ums Geld verrannt hatten.

Beispiel Sachsen LB aus dem Buch: Um in das Spiel vom grossen Geld einzusteigen, gründete die Bank 1999 die Sachsen LB Europe in Dublin, einem Offshore Zentrum mit niedrigen Steuern und lascher Regulierung. Ziel war, durch komlexe Deals mit Verbriefungsgeschäfte samt Refinanzierung durch Asset Backed Securities Gewinn aus Zinsdifferenzen der Papiere zu schlagen. Das Institut wurde zunächst nur mit 200 Millionen Eigenkapital ausgestattet. Doch gab die Heimatbank eine harte Patronatserklärung ab, die es dem Tochterinstitut erlaubte, sich bei Ratingagenturen Bestnoten zu sichern, und damit Glaubwürdigkeit im Markt zu erhalten - der erste Trick. Und der zweite: Als Tochter der Sachsen LB musste Dublin die verbrieften Hypotheken mit Eigenkapital unterlegen - und mit 200 Millionen kommt man da nicht weit. Abhilfe bot hier die Gründung von Zweckgesellschaften (Conduits), in diesem Fall die Georges Quay Funding, über die jene Geschäfte abgewickelt wurden, die nicht in den Büchern der Bank auftauchen sollten, um diese nicht zu belasten. Damit waren die Grundlagen für das Spiel ums Geld vorhanden - und die Voraussetzungen für die spätere Katastrophe: Am Ende machte das Gesamtrisiko der Sachsen LB 43 Milliarden Euro aus. 43 Millliarden Euro für eine kleine Landesbank. Und das unter der Aufsicht der Politik, die mit dem Ministerpräsidenten Milbradt immerhin vom Architekten der Sachsen LB geführt wurde. Und heute? Die 'toxischen' Papiere lagern heute in einem weiteren Conduit in Dublin. Zwischenbilanzen nicht vorhanden. "Geschäftsgeheimnis" heisst es vom Finanzminister. Damit sind es engültig die Politiker, die die toxischen Papiere verstecken.

Und dies ist nur ein Fall und nicht der schlimmste. Bestens informiert berichtet Leo Müller von der ganzen Breite des Desasters. Er zögert nicht, das Geschehen als Ergebnis von Täuschung, Veruntreuung, Bilanzälschung, etc. zu bezeichnen - und dies auch nachzuweisen. Einer der grössten Schwindel aller Zeiten. Politik und Bankenaufsicht haben nicht nur versagt, sie haben teils aktiv zu diesem Desaster beigetragen. Ihr Auftreten, allen voran Herr Steinbrück, haben dem Land geschadet.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Im ersten Berichtet Müller von der Entwicklung der Bankenkrise in Deutschland und der Rolle der Politik. Teil zwei ist verschiedenen einzelnen Betrügern gewidmet: Den Wallstreet Gaunern, deutschen Hedgefonds Künstlern und schliesslich den Machenschaften der mittlerweile berühmten Händlern Leeson und Kerviel. Teil drei schliesst die deutsche Klammer, indem Müller wieder zu den spezifischen deutschen Banktricks zurückkehrt, die er Fall für Fall vorführt. Das Buch basiert auf dem Stand der Krise per Ende 2009. Seitdem hat sich wenig zum besseren gewendet.

Das Buch ist mit viel Schwung und journalistischer Sprachkompetenz geschrieben. Schade nur, dass Müller gerade im ersten Teil seine Wut nicht im Zaum halten kann. So sehr man ihm beipflichten möchte, ein wütender Redner ist oft auch ein unzuverlässiger Zeuge. Wut ist verständlich, dient aber der Sache nicht. Es hilft, dass Müller in gewohnter Manier seine Aussagen in Endnoten in Primär- und Sekundärquellen verortet. Erst in den Teilen zwei und drei kehrt er zu einer beherrschten Schreibweise zurück. Anders jedoch als in seinem höchst lesenswerten Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität gelingt es ihm dieses Mal nicht, die vielen fachlichen Begriffe und komplizierten Finanzkonstrukte verständlich zu machen. Mag sein, dass eine solche Darstellung die Möglichkeiten eines solchen Buches übersteigen. Ein wenig mehr Ruhe in der Darstellung und ein wenig mehr Erklärung der Begrifflichkeit hätten diesem Buch jedoch gut getan.

Die Krise ist nicht zu Ende. Dieses Buch ist jetzt zu lesen, wenn man wissen möchte, was noch auf uns zukommt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Leo Müller arbeitet für das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" und gilt als ein wichtiger Experte für das grassierende Phänomen der Finanzkriminalität. Schon in seinen früheren Tätigkeiten beim STERN, bei Capital und bei Financial Times Deutschland hat er zahlreiche Wirtschaftsskandale enthüllt.

Im vorliegenden Buch beschreibt er haargenau und mit einer lockeren, manchmal auch etwas dahingeschluderten Sprache, "wie kriminelle Manager und unfähige Politiker uns in den Ruin treiben". Er nennt sie "Bankräuber", jene Menschen, die nicht nur halbe Welt durch die Finanzkrise seit 2008 in den Abgrund stürzten durch ihre gierige Zockerei, die den Hals nicht voll genug bekommen kann, sondern denen es auch mit Hilfe von unfähigen Politikern, die auf ihre Schliche hereinfielen, Milliardenbeträge kassierten und sie nun nicht zurückzahlen wollen, um ihre kurz vor dem Bankrott stehenden Instituten zu retten. Einige Zeit machten sie in Bescheidenheit, reduzierten ihre exorbitanten Bonuszahlungen, nur um ein Jahr später so viel zu verdienen wie nie zuvor.

Man könnte glauben, die kleinen Banken, Sparkassen oder Volksbanken seine vertrauenswürdig, aber gerade sie und ihre Berater waren es auch, die den kleinen Sparern risikoreiche Anlagen im vier- oder fünfstelligen Bereich als Alterssicherung verkauften und so viele Menschen ihrer Rücklagen beraubten.

Ich jedenfalls vertraue keinem Bankberater mehr. Das Buch ist erschütternd, liest sich wie eine Kriminalgeschichte der Finanzkrise, arbeitet, wie solche Enthüllungen meistens, mit der gelegentlichen Übertreibung, kommt der Wahrheit aber offenbar näher , als man als Bürger eines demokratischen Landes für möglich halten möchte.
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