Zunächst einmal ein unglaublich spannender Krimi
mit einer überraschenden aber glaubwürdigen Auflösung.
Was mich aber wieder einmal begeistert hat, ist die Atmosphäre.
Sehr wahrscheinlich kann man nur als Ausländer das thailändische Lebensideal richtig beschreiben.
Nur so kann man die eigenen Fehler und Nöte an einem Ideal spiegeln.
So, wie Burdett seinem ersten Thaikrimi die Tücken der Wahlfreiheit des Westens spiegelt,
so sind es jetzt die Paranoia der USA und der islamischen Rebellen.
Sonchai zeigt, wie man seufzend aber freundlich damit umgeht.
Aber auch mit dem Thaigewusel, der Wirklichkeit der Thai,
und seinen eigenen Problemen.
Burdett beschreibt das Thailand, dass ich auch sehr liebe.
Ein ungeheuer freundliches und sehr lustiges Buch.
P.S.
Was mich besonders beeindruckt, sind die buddhistischen Facetten,
die Burdett durch verschiedene Personen plastisch macht:
sein verstorbener Freund (hinayana), Sonchai im ersten Buch mahayana und in diesem
Buch mahayana/hinduistisch, seine Mutter mahayana/animistisch.
alles unglaublich fein beschrieben und verletzlich real.
Auch sprachlich ist das Buch dem Thaiduktus des Milieus angepaßt.
Das könnte man fließend in Thai übersetzen.
Guido Lüchters, Bonn