| ||||||||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Bangkok Noir gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 5,00 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Warum sich Tooten jedoch ausgerechnet Roger Willemsen als Reporter zur Betextung seiner Bilder auserkoren hat, ist nur schwer nachzuvollziehen und beruht höchstwahrscheinlich auf einer Zwangsmariage. Angeblich fast vier Monate lang glaubte Deutschlands Vorzeigeintellektueller vor Ort Quartier beziehen zu müssen, um ein authentisches Gespür für Mysterium, Magie und Flair von Bangkok entwickeln zu können, Herausgekommen ist dabei eine poetisch-manierierte Suada, die – wahrscheinlich ungewollt – unterschwellig die sattsam bekannten Klischees perpetuiert anstatt unvoreingenommen unbekannte Facetten zu beleuchten. Alles in allem haben sich die zahllosen Nächte, die sich unser bemühter Reporterdichter um die Ohren geschlagen haben will, um in seinem Selbstversuch in das fremdartige Treiben einzutauchen und in die Niederungen der menschlichen Existenz hinabzusteigen, nicht ausgezahlt. Dafür hätte auch der heimische Schreibtisch in Hamburg genügt.
Unverständlich bleibt auch, warum Tooten die eigentlich ihm zustehenden Meriten für dieses Werk so sang- und klanglos Willemsen überlässt, der sogleich gewohnt geschäftstüchtig durch die Republik tingelt, um zu den fantastischen Fotografien eines echten Kenners den „Mann ohne Berührungsängste“ (sic!) zu geben, der im Zuge dieses Buchprojekts wie durch Zauberhand zum grüblerischen Experten für die wahre Seele Südostasiens mutiert ist. – Franz Klotz
Etwa drei Monate lang lebte Roger Willemsen in Bangkok, verließ seine Bleibe allabendlich um 18 Uhr und kehrte im Morgengrauen zurück. In den Nächten durchstreifte er mit dem in Bangkok lebenden Fotografen Ralf Tooten die Stadt: die Nachtclubs, Karaoke-Bars und Massage-Salons, die Kickbox-Studios, Nachtmärkte, Tempel und Baustellen. Er besuchte Wahrsager, Tätowierer und Aura-Fotografen, den Amulett-Markt, den Jahrmarkt der Gastarbeiter, das Straßenkino. Er aß bei den Insektenverkäufern, fand die geheimen Schlafplätze der Arbeitselefanten und campierte unter den Demonstranten. Er fand Zugang zu Nobel-Clubs, aber ebenso zu den Glücksspielern aus den Armen-Wohnblocks. Unterlegt wird die Lesung mit authentischen Bangkok-Geräuschen.
Vom Autor gekürzte und gelesene Hörbuchfassung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
91 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Unsäglich,
Von Jim Thompson (Bangkok) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Bangkok Noir (Gebundene Ausgabe)
Was hat einen Intellektuellen wie Willemsen hier geritten? Nicht nur zahllose Schreibfehler zeugen von der Oberflächlichkeit des Ganzen: Krung Threp statt Khrung Thep, der thailändische Name Bangkoks, Soy statt Soi, Nana Palace statt Nana Plaza. Die Verwechslung "echter Thai Massage" mit einem Soapy Parlor, verbrämt mit einer Geschichte über die schwangere Masseurin, die angeblich einschläft. Eine Episode über einen deutschen Sextouristen und sein Entsetzen über das Hakenkreuz-Tattoo am Handgelenk seines Mädels, aber kein Wort darüber, daß das - im Vergleich zum Nazisymbol spiegelverkehrte - Hakenkreuz eine lange Tradition in Asien von Japan bis Indien und mit brauner Ideologie nichts zu tun hat.Manchmal gelingen kurze poetische Momente: die junge Muay-Thai-Kämpferin, die noch hart weitertrainiert, als der Trainer längst abgebrochen hat. Die Zärtlichkeit zweier Prostituierten angesichts eines Elefanten. Der Jahrmarkt am Rande der Stadt. Aber im großen und ganzen bedient Willemsen hier nur alle Klischees des Westens, an jeder Ecke sieht er Prostituierte und Katoeys, und zeichnet damit das westliche Zerrbild Bangkoks anstatt mit genau diesen Vorurteilen endlich einmal aufzuräumen. Warum? Sex sells? Die einzelnen Episoden bleiben an der Oberfläche, Kulturelles bleibt außen vor, und auch in drei Monaten scheint Willemsen nicht viel Thai gelernt zu haben. Selbst das so spezifische Englisch der Thais kommt nur an einigen Ecken kurz durch. Gut sind die Fotos, großes Lob an Ralf Tooten, der ist ein Profi. Für meinen Geschmack etwas zuviel Verliebtheit in Braun- und Grüntöne und Bewegungsunschärfen, aber das ist Geschmackssache. Willemsens Text dagegen ist einfach nur geschmacklos. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Überarbeitung erwünscht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Bangkok Noir (Gebundene Ausgabe)
Zunächst habe ich geblättert und wunderte mich, dass die Fotos so wenig kompatibel mit meinem inneren Bangkok-Bild waren. Aber natürlich, ich bin nicht so sehr nachtaktiv und die Atmosphäre der Stadt bei Tag ist mir sehr viel vertrauter. Die Fotostrecke hat ihren Reiz und wird dem Titel Bangkok Noir gerecht.Der Textbeitrag hingegen ist mitunter eine Strapaze. Wie kann man dem Leser einen Fließtext über 350 Seiten - ohne jegliche Gliederung - zumuten? Wie wäre es mit einigen Überschriften? War wohl zu mühevoll, soll der Leser sich doch anstrengen. Ich meine, das kann man besser machen. Das Buch ist ja recht preisgünstig; hat man am Lektor gespart? Besonders ermüdend finde ich, wenn der Text immer wieder ins Lyrische abgleitet. Das klingt extrem bemüht. Hier ein Beispiel: "Es brennt. Der Himmel kommt herunter. Seine Tiefe ist jetzt schwärzer. Seine Höhe nicht mehr hoch. Es lastet als ein wolkiges Massiv, nicht transparent, sondern dick und undurchdringlich ..." Herr Gott, wer will so was lesen? Ich nicht. Dann lieber um 150 Seiten kürzen. Eine gute Idee, aber schlecht umgesetzt. 3 Sterne wegen der ansprechenden Fotos. Von Willemsen hatte ich mehr erwartet und ich glaube nach wie vor, der kann mehr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kalender wäre besser gewesen.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Bangkok Noir (Gebundene Ausgabe)
Zum Text haben Bangkok-Kenner schon was geschrieben, das mit dem Hakenkreuz ist selbst mir aufgefallen und ein NoGo. Ich war nie in Thailand und hatte mir von dem Band Einblicke erhofft- Pech gehabt. Verschwurbelte Pseudo-Sprachakrobatik und oberflächliche Klischees, zudem leidet man sehr schnell an akuter Adjektivvergiftung. Als Dort-Nicht-Auskenner sind 90% der Fotos für mich unterbelichtete, unscharfe Farbklekse ohne Aussage, die so in jeder Großstadt dieser Erde entstanden sein könnten. Wenn man die entsprechenden Stories wenigstens noch den Fotos zuordnen könnte. So aber ist selbst Onkel Ottos Thailand-Diavortrag spannender. Hätte man aus dem Dutzend hervorragender Aufnahmen einen Kalender mit jeweils kurzen Bildstories gemacht - da gäb's nen Daumen nach oben. Aber so: auch ich bin über einen ziemlich begeisternden Radio-Auftritt von Herrn Willemsen auf das Buch aufmerksam geworden. Leider erzählt er zwar für fünf Sterne, für sein Buch aber gibt's gar keinen. Die beiden Sterne gibt's für Herrn Tooten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
|||||||||||||
|
|
|