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Regisseur Massimo Dallamano war als Kameramann auch an "Für eine Handvoll Dollar" beteiligt, ebenso an dessen Fortsetzung. Als Regisseur drehte er den Skandalfilm "Venus im Pelz", den hierzulande ebenso stark gekürzten wie unterschätzten Giallo "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" und die Giallo-Perle "Der Tod trägt schwarzes Leder", außerdem die Italo-Klassiker "Kaliber 38 - Genau zwischen die Augen" und "Das Bildnis des Dorian Gray".
Das Drehbuch ist besser, durchdachter und bietet mehr Wendungen als es beim Gros der Filme dieses Genres ist.
In der (tragischen) Hauptrolle wirkt mit Enrico Maria Salerno, der in seiner Karriere in 100 Filmen spielte, einer der besten und routiniertesten Schauspieler aus der zweiten Reihe der italienischen Stars und Sternchen mit. Er spielte u.a. auch unter Pasolini's, Argento's und Monicelli's Regie. Und man sieht Salerno diese Routine jederzeit an. Gemessen daran, dass wir es hier „nur" mit einem B-Italowestern zu tun haben, ist der Film schauspielerisch absolut überdurchschnittlich, denn auch die anderen Rollen werden gut gespielt; zumal die Charaktere interessanter und nicht bis ins Lächerliche überzogen sind, wie es leider in so vielen anderen Italowestern der Fall ist. Mit Cris Huerta, Marco Guglielmi, Víctor Israel und vor allem Venantino Venantini als Oberbösewicht sieht man einige altbekannte Gesichter in mehr oder minder großen Rollen.
Auch die deutsche Dialog-Synchronisation weiß zu gefallen und verfällt nicht ins krampfhaft-komische.
Die Kameraführung ist routiniert (Kameramann Foriscot blickt denn auch auf sage und schreibe 131 Film-Arbeiten zurück.)
Bild und Musikuntermalung passen auch zusammen, was in diesem Genre leider auch nicht immer der Fall ist.
Fazit: Der Film an sich ist absolut sehenswert, auch für Nicht-Italowestern-Fans und eigentlich wären vier Punkte absolut gerechtfertigt.
Womit wir bei der DVD-Veröffentlichung angelangt wären. Und da hat „Starmedia", einem Label dass man dank solcher Releases mit Firmen wie Best Entertainment, KSM oder Best Buy gleichsetzen kann, absolut versagt.
Die Bildqualität ist nicht besser als bei einer guten VHS-Kassette. Das Bildformat wechselt vom 2,35:1 (Vorspann und korrektes Bildformat) ins 1,73:1 (der „Rest" des Films und falsches Bildformat), weist einige kleine Defekte auf.
Die Tonspur existiert faktisch und komplett nur als Monospur.
Extras gibt es keine, es sei denn, man zählt ein animiertes Menü mit Filmausschnitten und der Wahl zwischen „Szenenanwahl" und „Film starten" als Extras.
Fazit: unterdurchschnittliches DVD-Release, maximal zwei Punkte.
Insgesamt gesehen sollte jeder Italowestern-Fan zugreifen, zumal der Preis dem DVD-Release angemessen und der Film auf VHS kaum mehr zu finden ist. Mir persönlich wären jedoch qualitativ bessere Veröffentlichungen lieber, die dann auch durchaus teurer sein dürfen. Daher dann auch insgesamt nur drei Punkte.
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