Frankensteins Monster ist tot und vernichtet, verbrannt bis auf den Rest eines Arms. Doch für Robert Nordan, den Reporter des Übersinnlichen, sind die Schrecken noch nicht ausgestanden. Eines Abends erhält er einen anonymen Anruf, und kurz darauf findet er den abgetrennten Arm in einem Karton vor seiner Wohnungstür, der allerdings wenig später spurlos wieder verschwindet. Gemeinsam mit Kommissar Berkmann sieht Nordan im Leichenschauhaus nach, doch dort ist der Arm immer noch sicher verwahrt, bis auf die Tatsache, dass ein Stück Haut fehlt. Robert Nordan forscht in den Gewölben der Burg Frankenstein nach weiteren Hinweisen, doch was er findet ist ein blutleerer Leichnam, der von einer Art Vampir getötet wurde. In einem nahen Restaurant macht er die Bekanntschaft mit dem mysteriösen Anrufer, der sich als Mitglied der Sekte der Teufelsköpfe entpuppt, die der Horror-Braut von Burg Frankenstein dienen. Charlotte von Bargont war einst die Geliebte von Viktor Frankenstein, der seiner Braut mit Hilfe schwarzer Magie zu Unsterblichkeit verholfen hat. Seitdem treibt die Horror-Braut als vampirische Kreatur ihr Unwesen. Auf grausame Art und Weise rächt sie sich an dem Verräter. Bevor sie auch Robert Nordan töten kann, erscheint Kommissar Berkmann und vertreibt die Untote. Auf der Polizeiwache hört Nordan seinen Anrufbeantworter ab und erfährt von Brenda Dawson, dass die Teufelsköpfe in New York ihr Unwesen treiben. Robert Nordan weiß, dass er nach Amerika reisen muss, wenn er Charlotte von Bargont stellen will'
Endlich ist es soweit, und die ambitionierte Vertonung der Burg Frankenstein-Spannungsromane aus der Feder von Dan Shocker findet mit dieser Folge ihren krönenden Abschluss. Das Warten hat sich gelohnt, soviel kann vorab gesagt werden, denn Thomas Birker und seine Mannschaft von Dreamland Productions haben alle Register ihrer, mittlerweile reichhaltigen, Erfahrung gezogen. Die anfänglichen Geburtsfehler wurden ausgemerzt, so dass die dritte und letzte Folge der Kurzserie ein rundum gelungenes Gruselhörspiel darstellt, das in der oberen Liga mit Leichtigkeit mithalten kann. Aufgrund der Tatsache, dass der vierte Burg-Frankenstein-Spannungsroman von Dan Shocker inhaltlich nicht viel zu bieten hat, entschloss man sich bei Dreamland kurzerhand zu einigen Kürzungen, die dem dramaturgischen Ablauf zugute kommen. So erwartet den Hörer ein extralanges Hörvergnügen in Spielfilmlänge, das weniger durch die anspruchslose, geradlinige Gruselgeschichte so bemerkenswert geworden ist, sondern vielmehr durch die tollen Sprecher und den grandiosen Soundtrack von Tom Steinbrecher. Der Musiker gehört mittlerweile wohl zu den besten Hörspielinterpreten und ist bei diesem Produkt auch für die Soundabmischung und den Endmix verantwortlich. Christian Rode als Erzähler ist wie immer eine geglückte Wahl, und Rainer Schmitt in der Hauptrolle als Robert Nordan, hört sich so frisch und dynamisch an, wie Larry Brent in seinen besten Zeiten. Hier kommt wirklich wieder das alte EUROPA-Feeling auf, so als ob man ein Hörspiel der Kultserie LARRY BRENT hören würde. Nicht zuletzt auch wegen dem tollen Dialogbuch und dem schrägen Humor. Der Redefluss von Brenda Dawson alias Kerstin Draeger ist genial und hat der Schauspielerin sicherlich viel Nerven gekostet. Des Weiteren sorgt Gilda Mempel mit ihrer Darbietung des Disco-Püppchens Candy für die meisten Lacher, vor allem durch die gelungene Situationskomik, welche die unheimliche Szenerie gekonnt auflockert, ohne sie albern wirken zu lassen. Natürlich ist auch wieder Andreas von der Meden mit dabei, der als Kommissar Berkmann in der ersten Hälfte des Hörspiel, der inoffiziellen dritten Folge, eine sehr große Rolle erhalten hat, und ebenfalls mit viel trockenem Humor auftritt. In der zweiten Hälfte gibt es schließlich ein Wiederhören mit Gisela Trowe, die als Medium Erika Meyser ein wunderbare schauspielerische Leistung abliefert. Norbert Langer hingegen ist nur kurz zu hören, und auch der verstorbene Peter Joseph Schmitz, der kurz vor seinem Tod noch als Frankensteins Monster und als dessen Schöpfer aufgetreten ist, hat nur einen kleinen Part erhalten. Fans des großartigen Sprechers sei an dieser Stelle, das wirklich gelungene Gruselhörspiel 'Lebendig begraben' aus der Reihe Dreamland-Grusel, ans Herz gelegt, in dem der Mime eine Hauptrolle erhalten hat. Dennoch ist es eine schöne Geste von den Produzenten, das sie Schmitz diese Folge posthum gewidmet haben. Für die kleine, aber nicht unwichtige Rolle des Baron Viktor Frankenstein, musste allerdings Ersatz gefunden werden. Bert Stevens macht seine Sache wahrlich großartig und seine Stimme ist wirklich erstaunlich nahe an die Tonlage von Schmitz herangekommen. Erwähnt werden muss an dieser Stelle allerdings noch Gabriele Wienand, die als titelgebende Horror-Braut einfach umwerfend herüberkommt. Leider bleibt der Handlungsstrang um Viktor Frankenstein und vor allen Dingen den geheimnisvollen Mr. X aus Folge 2 noch offen, was vor allen Dingen daran liegt, dass Dan Shocker eigentlich einen fünften Roman geplant hatte, der aufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustandes nie verwirklicht wurde. Bleibt die vage Hoffnung, dass vielleicht irgendwann die lang ersehnte Fortsetzung und der krönende Abschluss der Serie folgt, und Dreamland Productions den Fans noch eine vierte Folge der Burg Frankenstein-Hörspielserie präsentieren kann.