Eine 10teilige Spielfilmserie über die Easy Company, einer US-Einheit, die zur Spezialgruppe ausgebildet wird und am D-Day über der Normandie abspringt und bis zum Kriegsende noch an weiteren harten Fronteinsätzen beteiligt ist.
Es ist dieser karge, dokumentarische Stil, ohne zuviel Pathos - dafür mit jeder Menge Realismus, die diese Serie weit über den Durchschnitt des Genres hebt und es gelingt den Machern ein Blickwinkel, als wäre man dabei.
Diese ganz nahe Sichtweise, die nur noch wenig Distanz zulässt, ermöglicht es dem Zuschauer, eine sehr persönliche, gefühlsmässige Wertung der Bilder und des Geschehens zu erlangen und man setzt sich so für meine Begriffe sehr adäquat mit einem Teil der jüngsten Geschichte auseinander.
Es gibt Szenen, die bleiben einfach haften...der Beginn der Invasion am D-Day, brennende Flugzeuge, das Höllen Bombardement der Deutschen...
Die Erschiessung deutscher Gefangener sowie auch einige Zeit später das Bild eines jungen, wahrscheinlich noch nicht mal volljährigen deutschen Soldaten, der dem schiessenden US-Soldaten für Sekunden in die Augen blickt, bevor er stirbt.
Das Bild brennt sich nicht nur beim "Täter" ein, ohne dass er es kommentieren müsste. Er wird es zeitlebens nicht vergessen.
Ich war tief beeindruckt von diesem ambitionierten Kriegsfilm, der zwar nie die Botschaft Antikriegsfilm suggeriert, es in seiner Gesamtheit dennoch schafft, dass man sich bewegt und tief mit der Materie auseinandersetzt und die Ereignisse, die grade mal etwas mehr als 60 Jahre alt sind, ins Gedächtnis holt.
Urteil: hervorragend !