Vor seiner Vernichtung hat der Todesvogel Paco Benitez einen Fluch gegen Tony Ballard und dessen Team ausgesprochen. Dieser wird vom Oberhaupt der New Yorker Dämonenclique, Rufus, dem Dämon mit den tausend Gesichtern, aufgefangen. Gemeinsam mit seinen Satansdragonern will er Tony Ballard in eine teuflische Falle locken. Seine Helfer entführen Ballards Freundin Vicky Bonney und ersetzt sie durch eine schwarzmagische Kreatur, die das genaue Abbild der jungen Frau ist. Tony durchschaut das dämonische Spiel und vernichtet die Dämonin. Gemeinsam mit Mr. Silver, dem Ex-Dämon, bereitet sich Tony Ballard auf den Kampf mit Rufus und seinen Satansdragonern vor. Doch der Dämon mit den tausend Gesichtern stellt alle Gegner, gegen die der Dämonenhasser bislang gekämpft hat, in den Schatten'
Das Team von Dreamland Productions verliert keine Zeit und legt nach der letzten Folge, 'Fahrstuhl zur Hölle', mit dieser Episode ein weiteres, für die Serie, wegweisendes Abenteuer vor, und überspringt dabei in der Chronologie mehrere Romane. In dieser Folge hat Rufus, Tony Ballards späterer Erzfeind, seinen ersten Auftritt. Um die Hörspielserie in sich stimmig zu halten mussten daher einige Anpassungen vorgenommen werden. So ist Rufus im Hörspiel das Oberhaupt der Dämonenclique von New York, und nicht, wie im Roman, von Chicago. In den Heften wurde Rufus zudem durch ein Tribunal auf den Plan gerufen, das den Dämon Zodiac vernichtete, der gegen Ballard versagt hat. Hier haben Thomas Birker und seine Freunde Nägel mit Köpfen gemacht und Paco Benitez zum Anlass des Dämons gemacht einzugreifen. Die Inszenierung des Hörspiels dürfte allerdings in erster Linie des Fans von Tony Ballard gefallen. Die Story ist denkbar einfach gestrickt und bietet kaum Überraschungseffekte oder eindringliche Spannungsmomente. Da hilft auch nicht die Verpflichtung deutscher Schauspieler, die sich vor allem durch die Mitwirkung in Vorabendserien, wie GZSZ, einen Namen gemacht haben. Wolfgang Bahro als Sean Baker bietet eine solide Leistung, wirkt in seiner Rolle als abgebrühter, zwielichtiger Millionär aber viel zu unbeherrscht und überzogen. Patrick Dewanye als Besetzung für den Dämon Rufus, ist ein gewagter und mutiger Schachzug. Leider reicht die Verzerrung der Stimme nicht aus, um dem Dämon ein teuflisches Charisma zu verleihen, wodurch er etwas blass und farblos bleibt. Die Stammbesetzung, inklusive dem Erzähler Klaus Dieter Klebsch, sind von gewohnt routinierter Qualität. Insbesondere Tilo Schmitz, der in den Dark Fantasy-Hörspielen mittlerweile omnipräsent ist, stellt den ultimativen Mr. Silver dar. Ein weiteres Highlight auf der Besetzungsliste ist Engelbert von Nordhausen, der als Senator Maxwell allerdings nur eine vergleichsweise kleine Rolle hat. Bekannt ist der Sprecher vor allem als die deutsche Stimme von Bill Cosby und Samuel L. Jackson. Am Sounddesign, vor allem an den Effekten, gibt es nichts auszusetzen, ebenso wenig am Soundtrack, der gewohnt fetzig und dynamisch aus den Boxen tönt, aber auch nicht viel Neues zu bieten hat. Alles in allem eine recht durchschnittliche Folge, die vor allem durch die Einführung des Dämons Rufus und einiger neuer Stimmen im Dreamland-Ensemble im Gedächtnis haften bleibt.