Produktbeschreibung:
Klapptext:
Millionen Leser kennen ihn bereits, den Papillon, wie seine Freunde ihn nennen, der mehr tolle Abenteuer erlebt hat als zehn andere zusammen und der darüber unbekümmert erzählt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Dreizehn Jahre Bagno hat er hinter sich. Jetzt steht er mit den Entlassungspapieren in der Tasche am Tor der Strafkolonie von El Dorado im venezolanischen Dschungel und ist ein freier Mann. Doch die wiedergewonnene Freiheit ist für den ehemaligen Bagnosträfling ein tückisches Gut. Für Ehemalige wachsen immer noch Mauern in den Himmel, und Papi muß nun, nach unzähligen Ausbruchsversuchen ,erst einmal aus dieser Freiheit ausbrechen, um in die andere zu gelangen, wo es keine Mauern gibt.
Das war 1946. Mit der ersten Sekunde der Freiheit setzt Henri Charrieres neuer Bericht ein - und da ist er wieder, der alte unverwüstliche Papillon mit seiner Spürnase für Romantik und Abenteuer, der tollkühn wie eh und je den Fuß auf die berühmte schiefe Ebene setzt, auf der der Weg nach oben führt - falls man darauf nicht noch tiefer in den Sumpf rutscht. Das Leben ist ein Abenteuer, ein Spiel um Anerkennung und Ehre, Geld und Liebe, um alles oder nichts: Banco.
Da finden sich immer wieder Ehemalige die den altbekannten todsicheren Tip haben, kleines Anfangskapital vorausgesetzt, und wenn Papillon seinen Einsatz in den Pot wirft, wird es ebenso todsicher eine Pleite. Da geht Papi doch lieber als Kompagnon eines Falschspielers in die Diamantenfelder, trotz Warnung, daß drei seiner Vorgänger bereits tot im Busch liegen. Er wird seine Haut zu retten wissen - ob auch das Geld, ist eine andere Sache. Da gräbt er mit einigen anderen einene Tunnel zum Tresorraum einer Bank. Der Tresor war sicher voll Geld, wenn nur der Tunnel gehalten hätte, was man sich von ihm versprochen. Da ist es schon weitaus narrensicherer, im Erdölgebiet von Maracaibo für die Chefs den französichen Koch zu spielen, oder Geologen in die Dschungelberge zu führen, wo die Indianer allerdings ab und zu mit Giftpfeilen auf Weiße schießen.
Und dann findet Papillon die Frau fürs Leben und wird Nachtklubbesitzer und Hotelier. 1956 endlich Venezolaner, darf er erstmals nach Europa, sieht seine Familie wieder. Zurück in Südamerika, geht das Abenteuer weiter. Pai hat kein Sitzfleisch, wechselt die Branchen, verliert das Erworbene, fängt wieder von vorne an, beginnt zu schreiben.
Schließlich dann der Bucherfolg, man reißt sich um ihn, er wird ein Star. Papi hat wieder einmal alles auf eine Karte gesetzt und - diesmal - gewonnen. Und im Handumdrehn - mit einem Filmprojekt - wieder verloren. Aber was soll's? Das ist das Leben.