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5.0 von 5 Sternen
Persönliches Denkmal eines Faulenzer-Genies, 23. März 2006
Kevin Ayers ist für die wenigstens Rockfans ein Begriff, da er es immer verstanden hat, sich raffiniert zu verstecken (z.B. auf Mallorca), weil er ein Kind der Siebziger Canterbury Scene ist, aus der lediglich Mike Oldfield siegreich hervorging - und weil er es versteht, auf geniale Weise zu faulenzen. Viele seiner Songs handeln vom Schlafen, Träumen und Ausruhen. So ist es auch bei ,Bananamour', seiner zweifellos besten Platte (auch nach seiner eigenen Meinung). Das Werk ist eine Mischung aus albernem Humor, Post-Psychedelia,Prog-Rock, Kinderliedern und -reimen, Intellektualismus und hehrer Kunst. Diese Mischung macht Ayers niemand nach, nicht einmal Syd Barrett, den er von Anfang an bewunderte und verehrte. Zu jedem einzelnen Song der Platte würde sich ein Referat halten lassen, doch das will ich mir sparen. Herausheben möchte ich ,When Your Parents Got To Sleep' (das Ayers seltsamerweise nicht selbst singt, dafür dann später auf ,Still Life With Guitar') mit den schrägen Bläsern und dem exaltierten Background-Chor; ,Interview' mit seinem stolpernden Rhythmus und den schrägen Gitarrenausbrüchen; ,Decadence' mit den schwebenden Synthesizer-Sounds wie aus einer anderen (dekadenten) Welt; und 'O! Wot A Dream!' mit seinem Märchentext, der als Barett-Hymne gedacht ist. Originell, eigenwillig und unverwechselbar sind jedoch alle Songs, weil Ayers kaum einmal ein Muster wiederholt, wenigstens nicht auf dieser Platte. Die Bonus-Tracks der CD enthalten wegen der LP-Länge von 40 min. verworfene Songs, die aber meiner Meinung nach auch tatsächlich verzichtbar sind. Das Original von ,Bananamour' umfassen die Tracks 1-9. Ich möchte die CD allen ans Herz legen, die schräge, originelle, psychedelische und fröhliche Musik lieben. Die Nähe zu Syd Barett und den Small Faces ergibt sich aus der Zeit, bei Ayers kommen persönliche Einflüsse wie seine karibische Kindheit, sein Aufenthalt in Frankreich und seine Soft-Machine-Vergangenheit hinzu. Er ist einfach zu eigenwillig, um von allen geliebt zu werden. Dafür mag ich ihn umso mehr!
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5.0 von 5 Sternen
Persönliches Denkmal eines Faulenzer-Genies, 23. März 2006
Von Ein Kunde
Kevin Ayers ist für die wenigstens Rockfans ein Begriff, denn erstens hat er es immer verstanden, sich raffiniert zu verstecken (z.B. auf Mallorca), zweitens ist er ein Kind der Siebziger Canterbury Scene, aus der lediglich Mike Oldfield siegreich hervorging - und drittens kann er auf geniale Weise faulenzen. Viele seiner Songs handeln vom Schlafen, Träumen und Ausruhen. So ist es auch bei ,Bananamour', seiner zweifellos besten Platte (auch nach seiner eigenen Meinung). Das Werk ist eine Mischung aus albernem Humor, Post-Psychedelia,Prog-Rock, Kinderliedern und -reimen, Intellektualismus und hehrer Kunst. Diese Mischung macht Ayers niemand nach, nicht einmal Syd Barrett, den er von Anfang an bewunderte und verehrte. Zu jedem einzelnen Song der Platte würde sich ein Referat halten lassen, doch das will ich mir sparen. Herausheben möchte ich ,When Your Parents Go To Sleep' (das Ayers seltsamerweise nicht selbst singt, dafür dann später auf ,Still Life With Guitar') mit den schrägen Bläsern und dem exaltierten Background-Chor; ,Interview' mit seinem stolpernden Rhythmus und den schrägen Gitarrenausbrüchen; ,Decadence' mit den schwebenden Synthesizer-Sounds wie aus einer anderen (dekadenten) Welt; und 'O! Wot A Dream!' mit seinem Märchentext, der als Barett-Hymne gedacht ist. Originell, eigenwillig und unverwechselbar sind jedoch alle Songs, weil Ayers kaum einmal ein Muster wiederholt, wenigstens nicht auf dieser Platte. Die Bonus-Tracks der CD enthalten wegen der LP-Länge von 40 min. verworfene Songs, die aber meiner Meinung nach auch tatsächlich verzichtbar sind. Das Original von ,Bananamour' umfasst die Tracks 1-9. Ich möchte die CD allen ans Herz legen, die schräge, originelle, psychedelische und fröhliche Musik lieben. Die Nähe zu Syd Barett und den Small Faces ergibt sich aus der Zeit, bei Ayers kommen persönliche Einflüsse wie seine karibische Kindheit, sein Aufenthalt in Frankreich und seine Soft-Machine-Vergangenheit hinzu. Er ist einfach zu eigenwillig, um von allen geliebt zu werden. Dafür mag ich ihn umso mehr!
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