Pressestimmen
»Hat man bedacht, daß Mitglieder der Gruppe um Ulrike Meinhof praktische Sozialarbeit getan haben und Einblick in die Verhältnisse genommen, die möglicherweise zu ihrer Kriegserklärung geführt haben? Schließlich gibt es ein Buch: Bambule. Lesenswert, aufschlußreich.« (Heinrich Böll)
Kurzbeschreibung
Als Fernsehfilm von der ARD vierundzwanzig Jahre lang unterdrückt, als Buch längst zum Klassiker geworden
Wer wissen will, welche Erziehungsvorstellungen noch Ende der sechziger Jahre herrschten, sollte Bambule lesen. Das Thema ist aktuell wie je: Wie geht die Gesellschaft mit Randgruppen um, wie erzieht der Staat diejenigen, deren Fürsorge ihm übertragen wurde? Ulrike Meinhof hatte sich als Journalistin in langen Recherchen ein Bild über die Lage der Mädchen in Erziehungsheimen gemacht. In der Geschichte von Irene beschreibt sie den Alltag zwischen Hof, Schlafraum, Wäscheraum und "Bunker", die Repressalien der Erzieher und die Befreiungsversuche der Mädchen, die "Bambule" machen, weil sie leben wollen und nicht bloß sich fügen.
Über den Autor
Ulrike Meinhof wurde 1934 in Oldenburg geboren. Von 1959 bis 1969 war sie Mitarbeiterin bei der Zeitschrift »konkret«. 1970 ging sie in den Untergrund, wurde 1972 verhaftet und starb im selben Jahr im Gefängnis in Stammheim.