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Balzac
 
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Balzac [Sondereinband]

Stefan Zweig
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Produktinformation

  • Sondereinband: 576 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 15., Aufl. (1. Mai 1979)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596221838
  • ISBN-13: 978-3596221837
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,9 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.996 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Stefan Zweigs letztes Werk, das sein Hauptwerk sein sollte, ist eine tiefe Verbeugung vor dem Literaten Balzac. Eine "Sternstunde der Menschheit" sollte geschildert werden und dadurch ein Stück Menschheit selbst. Eine erlebte, erinnerte, erschriebene comedie humaine ist es auch geworden, und beim Lesen bekommt man Lust, die Werke Balzacs nochmals vorzunehmen."
(Literatur und Kritik 1978 zur Neuausgabe)Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1935 in Salzburg, emigrierte dann nach England und 1940 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Im Februar 1942 schied er in Petropolis, Brasilien freiwillig aus dem Leben.

Über den Autor

1881-1942

1881 28. November: Stefan Zweig wird in Wien geboren. Er ist der zweite Sohn des Textilfabrikanten Moritz Zweig und seiner Frau Ida.

1887 Stefan Zweigs Schulzeit beginnt an der Volksschule in der Werdertorgasse.

1892-1900 Er besucht das Maximilian-Gymnasium (heute Wasagymnasium). Der Schüler beginnt, Gedichte zu schreiben - einige werden sogar in Zeitschriften veröffentlicht.

1900 Nach der Matura (Abitur) reist Stefan Zweig nach Frankreich. Er nimmt ein Studium der Philosophie und Literaturgeschichte an der Universität Wien auf.

1901 Das erste Buch erscheint: der Gedichtband Silberne Saiten.

1902 In diesem Jahr erscheint die Erzählung Die Wanderung. Zweig ist Herausgeber eines Bandes mit Gedichten von Paul Verlaine und einer Sammlung mit Baudelaire-Gedichten, die Zweig zum Teil auch übersetzt hat.

1902 Zweig wechselt für das Sommersemester an die Universität Berlin. Im August unternimmt er seine erste Reise nach Paris.

1903 Im August reist er nach Paris und in die Bretagne.

1904 Zweig promoviert mit einer Arbeit über Hippolyte Taine. Der Novellenband Die Liebe der Erika Ewald erscheint, außerdem gibt Zweig Gedichte von Émile Verhaeren in eigener Übertragung heraus. Zweig reist nach Paris und London.

1905 Reise nach Spanien und Algier. Zweigs Monographie Paul Verlaine erscheint.

1906 Der Lyrikband Die frühen Kränze erscheint. Zweig hält sich vier Monate lang in England auf.

1907 Das Versdrama Tersites erscheint. Zweig übersiedelt in die erste eigene Wohnung in Wien.

1908 Balzac: sein Weltbild aus den Werken, bearbeitet und eingeleitet von Zweig, erscheint. 26. November: Tersites wird gleichzeitig in Kassel und Dresden uraufgeführt.

1908 Zweig bricht im November zu einer Reise auf, die in nach Indien, Ceylon und Burma führt.

1910 Émile Verhaeren (Monographie) und Übertragungen von Werken des belgischen Dichters erscheinen. Einleitung zu einer Dickens-Gesamtausgabe.

1911 Stefan Zweig reist nach Nord- und Mittelamerika. Der Band Erstes Erlebnis, Vier Novellen aus Kinderland erscheint.

1912 5. Mai: Der Einakter Der verwandelte Komödiant wird uraufgeführt. 26. Oktober: Das Haus am Meer wird im Burgtheater in Wien uraufgeführt.

1913 Zweig veröffentlicht Der verwandelte Komödiant und Brennendes Geheimnis.

1914 Am 1. August 1914 beginnt der Erste Weltkrieg. Ab Dezember arbeitet Stefan Zweig »freiwillig auf Kriegsdauer« im Kriegsarchiv.

1916 Zweig zieht mit Friderike (Friderike Maria von Winternitz, 1882-1971) für vier Monate nach Kalksburg.

1917-18 Das Drama Jeremias erscheint. Zweig, ab November 1917 zunächst für 2 Monate vom Militardienst beurlaubt, hält Vorträge in der Schweiz. Begegnungen mit Romain Rolland, den er auch übersetzt. Zweig lernt unter anderen Hermann Hesse, James Joyce und Ferruccio Busoni kennen. 27. Februar 1918: Jeremias wird am Stadttheater Zürich uraufgeführt. Als Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse in der Schweiz zieht Zweig im März nach Rüschlikon bei Zürich. Zweig kauft im November ein Haus am Salzburger Kapuzinerberg. 25. November: Uraufführung von Legende eines Lebens in Hamburg.

1919 März: Zweig bezieht das Salzburger Haus. Zweigs Essayband Fahrten und die Übersetzung von Romain Rollands Drama Die Zeit wird kommen erscheinen.

1920 Januar: Stefan Zweig und Friderike von Winternitz heiraten in Wien. In diesem Jahr erscheinen die Biographie Marceline Desbordes-Valmore, die Erzählung Der Zwang, der Essayband Drei Meister (Balzac, Dickens, Dostojewski) und die Biographie Romain Rolland, der Mann und das Werk.

1922 Amok, Novellen einer Leidenschaft erscheint, außerdem die Legende Die Augen des ewigen Bruders. Zweig ist in diesen Jahren ein äußerst produktiver Übersetzer und Herausgeber (u.a. Rolland, Chateaubriand, Renan).

1925 Der Kampf mit dem Dämon (Hölderlin, Kleist, Nietzsche) erscheint. Zweig arbeitet an einer freien Bearbeitung von Ben Jonsons Volpone.

1926 Volpone erscheint (und wird am 6. November am Burgtheater in Wien uraufgeführt). Der Novellenband Verwirrung der Gefühle wird ein großer Verkaufserfolg.

1927 20. Februar: Stefan Zweig hält im Staatstheater München die Gedächtnisrede auf den am 29. Dezember des Vorjahres gestorbenen Rainer Maria Rilke. Sternstunden der Menschheit, fünf historische Miniaturen erscheinen. In Leningrad erscheint eine russische Gesamtausgabe der Werke Stefan Zweigs (mit einem Vorwort von Maxim Gorki).

1928 Drei Dichter ihres Lebens (Casanova, Stendhal, Tolstoi) erscheint. Quiproquo (Komödie, späterer Titel: Gelegenheit macht Liebe) - gemeinsam mit Alexander Lernet-Holenia verfaßt. Stefan Zweig reist nach Rußland.

1929 In diesem Jahr erscheinen Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen, die Tragikomödie Das Lamm des Armen und der Novellenband Kleine Chronik. Zweig hält am 13. Oktober im Burgtheater in Wien die Trauerrede auf den am 15. Juli gestorbenen Hugo von Hofmannsthal.

1930 Zweig trifft auf einer Italienreise Maxim Gorki. Das Lamm des Armen wird am 15. März gleichzeitig in Breslau, Hannover, Lübeck und Prag uraufgeführt.

1931 Begegnung mit Joseph Roth in Cap d'Antibes. Der Essayband Die Heilung durch den Geist (Mesmer, Mary Baker-Eddy, Freud) erscheint, außerdem die Ausgewählten Gedichte und Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters. Sein Besuch bei Albert Schweitzer schlägt sich im Text Unvergeßliches Erlebnis, ein Tag bei Albert Schweitzer nieder.

1933 10. Mai: Von den Bücherverbrennungen sind auch die Werke Stefan Zweigs betroffen.

1934 Zweig siedelt im Februar unter dem Eindruck der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Wien nach London über. Seine Frau Friderike bleibt in Österreich. Zweig trennt sich von Insel-Verlag. Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam erscheint, zunächst in limitierter Auflage - endgültige Ausgabe 1935.

1935 Januar: Zweig reist in die USA, um seinen amerikanischen Verleger Ben Huebsch zu besuchen. Die Oper Die Schweigsame Frau von Richard Strauss, zu der Zweig das Libretto verfaßt hat, wird in Dresden am 24. Juni uraufgeführt und nach insgesamt vier Aufführungen verboten. Maria Stuart erscheint.

1936 Es erscheinen: Castellio gegen Calvin - ein Gewissen gegen die Gewalt und die Erzählungssammlung Kaleidoskop. Zweig reist nach Brasilien und Argentinien.

1937 Die Sammlung Begegnungen mit Menschen, Büchern, Städten erscheint, außerdem die Legende Der begrabene Leuchter und die »Sternstunde« Georg Friedrich Händels Auferstehung.

1938 Stefan Zweig reist mit Lotte Altmann (seit 1934 seine Sekretärin) nach Portugal. Magellan erscheint. 24. Dezember: Scheidung von Friderike. Zweig reist in die USA, um Vorträge zu halten.

1939 Zweig kehrt nach London zurück. Der Roman Ungeduld des Herzens wird ein Bestseller. Zweig zieht nach Bath - Lotte Altmann und Stefan Zweig heiraten am 6. September.

1940 12. März: Stefan Zweig wird britischer Bürger. Vortragsreisen nach Frankreich, in die USA und nach Südamerika.

1941 Amerigo - Geschichte eines historischen Irrtums (posthum 1944 bei Bermann-Fischer, Stockholm erschienen) entsteht während eines USA-Aufenthalts, außerdem Brasilien - Ein Land der Zukunft. Im August fährt Zweig nach Rio de Janeiro, dann nach Petrópolis. Die Schachnovelle und die Autobiographie Die Welt von Gestern entstehen.

1942 Der Kriegsverlauf - scheinbar zugunsten Deutschlands - ist wichtiger Grund für Zweigs erneut intensivierte Depression. 22. Februar: Stefan Zweig und seine Frau Lotte nehmen sich das Leben.

Der Roman Clarissa, der Essay Montaigne bleiben ebenso Fragment wie die große Biographie Balzac.


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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Stefan Zweig hinterließ sein letzes großes Werk "Balzac" unvollendet. Sein Freund Richard Friedenthal, der es sich zur Aufgabe machte, Zweig's Manuskript zu überarbeiten und herauszugeben, schaffte es, der einzigartigen Sprache des Autors treu zu bleiben. Es entstand ein aufrichtiges und gleichsam spannendes Werk über Balzac. Schonungslos durchleuchtet Stefan Zweig Honoré de Balzac und zeichnet ein grandioses und zugleich objektives Profil dieses selbstzerstörerischen Literaten, ohne jedoch ein eindeutiges Urteil über den stolzen und übermütigen Phantasten zu fällen. All seine Einschätzungen sind genauestens recherchiert und durch Primärquellen, die er in sein Werk einfließen läßt, belegt. "Balzac" ist eine eindrucksvolle Biographie eines großen Schriftstellers, dessen Tragik den Leser fesselt und tief berührt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einzigartiges Meisterwerk 27. Januar 2008
Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:Sondereinband
Der liebe, freundliche, wohlmeinende, gebildete, großherzige Stefan Zweig, den wir für seine Biographien lieben und bewundern, hinterließ uns 1942 in seinem Nachlass 500 Seiten der großen Biographie über Balzac, die er sein Leben lang geplant und innerlich vorbereitet hatte und doch leider nie ganz vollendete. Von Anfang an verehrt Stefan Zweig den lebensfrohen, prallen, und dabei doch geschmeidigen, erzählgewandten Meister aus Frankreich, liest alles von ihm - und bietet uns hier zum Ende seines Lebens ein herrliches buntes Werk über Balzac und seine Zeit.
Hier ist alles persönlich. Persönlich einerseits, weil Zweig sich selbst ganz in und auf das Werk wirft und uns viele Einblicke in sein eigenes Denken schenkt, mit dem er Balzac erklärt und ausleuchtet.
Persönlich aber auch, weil wir Balzac von jüngsten Jugendjahren über seine Lieben und auf der Flucht vor den Gläubigern genauso begleiten wie auf seine unzähligen Reisen und in seine unerfolgreichen Projekte, aber auch bis in die Nacht an seinen Schreibtisch.
Balzac, der teuflisch brennend Arbeitende, der uns in seinem doch kurzen Leben mehr hinterlaesst als irgend ein anderer Schriftsteller, der manisch Geld Ausgebende, der stets hoch Verschuldete, der romanhaft Liebende, der Verfasser manches Schundromans und manches Geniestreiches.
Wir lernen ihn von aussen und innen kennen, ihn und seine Werke, auf die man beim Lesen große Lust bekommt.
Die hier vorliegende Biographie ist von Zweig nie ganz vollendet und nie überarbeitet worden. Ein wenig spürt man dies in mancher Wiederholung, die unter Zweigs fürsorglichem Blick sicher noch verschwunden oder geändert worden wäre.
Auch spürt man fast allzu deutlich Zweigs große Bewunderung, die manchmal den kritischen Abstand verliert,... aber genau dafuer liebe ich persönlich Stefan Zweig. Er ist eben kein Geschichtsforscher, kein Germanist, kein exakter Biograph,... sondern ein Schriftsteller mit Herz, der somit Balzac sogar vielleicht näher kommt als es manch anderer könnte.
Die herrlichste, fruchtigste, bunteste, schönste und tiefste Balzac-Biographie die ich kenne - liebenswert und unvergesslich.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die beste Balzac-Biographie... 27. November 2010
Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Format:Sondereinband
Bei der Beschäftigung mit Balzac kommt man an dieser wunderbaren romanhaften Biographie des großen österreichischen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers Stefan Zweig (1881-1942) nicht vorbei, die er leider wegen seines Freitodes nicht mehr fertig gestellt hat, was daher der Herausgeber dieses letzten Werkes, Richard Friedenthal, übernehmen mußte. Zweig hat daneben so wunderbare Biografien, z.B. über Erasmus, über historische Momentaufnahmen (Sternstunden der Menschheit) und auch spannende und oft tragische Novellen wie die "Schachnovelle" geschrieben. Einen kleineren und vergleichenden Balzac-Essay findet man bereits in Zweigs frühem Werk "Drei Meister. Balzac, Dickens, Dostojewski" von 1920.
Stefan Zweig war sehr belesen in der französischen Literatur und übersetzte auch Gedichte von Verlaine, Baudelaire und dem Belgier Émile Verhaeren. In diesem Balzac-Buch, das im Anhang durch eine Werkliste parallel zu seinen wichtigsten Lebensdaten besticht, hat Stefan Zweig eine Fülle von Details aus dem Leben des unglaublich produktiven Schöpfers der Comédie humaine zusammengestellt. Er teilt die Biografie ein in 6 Bücher (Jugend und erste Anfänge, Balzac am Werk, Der Lebensroman, Glanz und Elend des Romanciers Balzac, Der Dichter der Comédie humaine und Vollendung und Ende). Zweig kommt dabei ohne jede Fußnote aus, sein Werk ist flüssig und überaus packend geschrieben, wie wir es bei ihm aus den "Sternstunden der Menschheit" so lieben. Dadurch entwickelt er Balzacs Charakterzüge und seine Arbeitsweise überaus plastisch vor dem inneren Auge des Lesers: seine Herkunft aus dem ländlichen Bereich, die ihn in der aristokratischen Welt, die er anstrebt, so unmöglich macht; sein Hang zu halsbrecherischen Eskapaden in allen finanziellen und unternehmerischen Dingen, die ihn zeitlebens zwingt, Auftragsromane abzuliefern, was ihn zwar immer auch antreibt, aber darüber das eigentliche Leben nicht führen lässt; und schließlich seine sich selbst durch die gemachten Schulden aufgezwungene unterwürfig kriecherische Beziehung zur reichen polnischen Aristokratin Frau von Hanska, die er jahrelang wegen ihres Reichtums anbettelt, ihn zu heiraten, und die ihn solange am Gängelband hält, bis sie sein Ende nahen weiß. Die menschliche Tragik dieses so produktiven Dichters Balzac kann man nicht besser schildern als Zweig es hier tut. (27.11.10)
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