Das MM-Handbuch Baltische Länder enttäuscht, da es einige wirklich fehlerhafte Informationen enthält.
Ich wundere mich, dass solche Fehler bis in die vorliegende 4., angeblich vollständig überarbeitete Auflage Bestand haben konnten.
Habe nicht alle im Führer beschriebenen Orte besucht, noch systematisch nach Fehlern gesucht. Auf der Reise sind mir aber viele falsche Informationen aufgefallen. Gerade auf Reisen im Ausland ist es äußerst unvorteilhaft, wenn man sich praktisch gar nicht auf den teuer erworbenen Führer verlassen kann. Es besteht weiters ein qualitativer Unterschied zwischen Druckfehlern, Fehlern durch veränderte Telefonnummern, gestiegenen Übernachtungskosten mit solchen Veränderungen rechnet der Reisende ja wohl- einerseits und falsch gezeichneten Plänen und falschen (bzw. nicht durchgeführten?) Recherchen andererseits, die zu unsinnigen Angaben im Reisehandbuch führen.
· Palanga
Die Stadt wird als weitgehend autofrei mit beinahe nicht vorhandenen Parkplätzen beschrieben. Auf einer Reise im Wagen wird man sich nach Lektüre des MM-Handbuches also einen Besuch überlegen bzw. Probleme erwarten. Tatsächlich war die Stadt (Hochsaison) frei befahrbar und nicht autofrei. Das als preiswert beschriebene Hotel Lina liegt nicht zentral an der Vytauto 55, sondern vielmehr mehrere Kilometer außerhalb an der Vytauto 155. Eine herbe Enttäuschung, wenn man sich auf ein zentrales Hotel nahe dem Nachtleben gefreut hat sollte man das Hotel überhaupt finden.Vila Silelis ist hingegen unter der richtigen Adresse beschrieben, diese ist am Plan aber falsch eingezeichnet am Ende statt am Beginn der Straße - was wieder 15 Minuten Fußmarsch bedeutet.
· Liepaja
Die Adresse des Restaurants Pastnieka maja ist richtig angegeben, aber am Plan falsch verzeichnet. Nummern sind vertauscht.
· Vilnius
Zur St. Kazimir-Kirche wird verzeichnet, dass sie von der einmarschierenden Deutschen Wehrmacht (!) zum protestantischen Gotteshaus gemacht wurde. Beim Besuch der Kirche wird der Fehler im MM-Reisehandbuch schnell klar: die Informationszettel geben an, dass die kaiserlich deutschen Truppen die Kirche zum protestantischen Gotteshaus gemacht haben.
· Riezupe- Höhle bei Kuldiga
Tatsächlich ist der Weg äußerst schlecht ausgeschildert und die Höhle kaum zu finden, vor allem, wenn man sich tatsächlich dann links hält, wie es das MM-Reisehandbuch angibt, anstatt dem Straßenverlauf zu folgen, und dann bei der einzig wirklich zweifelhaften Abzweigung rechts abbiegt.