Während ich von den Bänden 1 und 2 absolut angetan war, bleibt nach dem dritten Roman der Trilogie leider ein wenig Enttäuschung.
Auch dieses mal setzt der Autor die Erzählung nahtlos fort und klärt über die Ereignisse rund um die verschiedenen Protagonisten Stück für Stück das Geheimnis um die Sole Sourcer und die Rolle der Erde auf. Die sich bereits in Band 2 abzeichnende Auseinandersetzung zwischen Kirche, Gilde und den 7K nimmt handfeste Formen an und führt zum offenen Krieg. Dies geschieht vor dem Hintergrund der immer näher kommenden interstellaren Katastrophe, die das Leben auf den besiedelten Planeten des Roten Nebels auszulöschen droht. Und während die einen dies aufzuhalten versuchen, streben die anderen danach, sich das Unheil zu Nutze zu machen und die Macht an sich zu reißen. Auch das Geschehen auf der Erde mit den bekannten menschlichen Protagonisten rückt wieder mehr und den Mittelpunkt und gewinnt an Bedeutung.
Der Roman fängt in gewohnter Manier an und zieht den Leser sofort wieder in den Bann der bisherigen Ereignisse. Leider schafft es der Autor in meinen Augen nicht, diese Stringenz bis zum Ende hin durchzuhalten. So kommt es zu offenen Punkten, die am Ende für mich zu viele Fragezeichen hinterlassen. Bisher wichtige Protagonisten verschwinden sang- und klanglos (s. die Urmutter Ramone), Handlungsstränge werden nur halbherzig fortgesetzt (s. die Mega-Tempi), wichtige Fragen werden nur am Rande beantwortet (ist die Katastrophe nun eingetreten, was ist mit dem Roten Nebel, was wird aus Keleeze ...?). Herr Baier möge mir verzeihen, aber das Ende des dritten Romans vermittelt mir den Eindruck, man musste mit Gewalt zu einem Ende kommen. In der Konsequenz wird diese Vorgehensweise für mich der bisherigen, wirklich beeindruckenden Komplexität der Geschichte aber nicht gerecht.
Ohne Zweifel beinhaltet auch dieser Band gute Unterhaltung und ist für die Leser der Vorgänger Pflichtlektüre. Das Ende bleibt für mich aber hinter den geweckten Erwartungen zurück.