16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
sehr hilfreich, 6. Juni 2006
Brigitte Woggon ist in der Fachwelt bekannt dafür, bei der Behandlung Ihrer Patienten mit Psychopharmaka nicht gerade sparsam umzugehen und ist entsprechend umstritten.
Ich mag das Buch aber auch gerade weil sie so einen klaren Standpunkt vertritt und auch in diesem Buch teilweise mit deutlichen Worten anprangert, was in der medikamentösen Behandlung von psychisch kranken Patienten so alles falsch gemacht wird (und das ist bekanntlich so einiges). Das ist doch mal erfrischend anders zu dem vielfach vorgefundenem Wischi-Waschi und Pharmaindustrie-gesponsortem Gelaber mach anderer Autoren in ihrem Bereich.
Inhaltlich geht es auf den fast 300 Seiten um einen kurzen Abriss über Psychopharmaka. Mehr als einen Streifzug kann das Buch natürlich nicht bieten, schließlich würde jedes Einzelkapitel auch genug Stoff für ein Buch für sich bieten. Brigitte Woggon fasst die wesentlichen Erfahrungen aus ihrer ärztlichen Praxis zusammen. Kurz und knackig ist hier das Wichtigste aufgeführt und das Buch eignet sich daher auch gut, um mal wieder was nachzuschlagen. Wer tiefschürfende Abhandlungen und detaillierte Ausführungen erwartet, wird dagegen nicht fündig. Es ist der kompromisslose Praxisbezug, der mich zu der Behauptung verleitet, dass dieses Buch jeder Arzt lesen sollte, der Psychopharmaka verschreibt (vor allem die Nicht-Fachärzte). Im Übrigen ist das Buch auch für Nicht-Ärzte verhältnismäßig gut verständlich, sofern man sich ansatzweise mit der Materie befasst hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr guter und praxisbezogener Überblick über die Psychopharmakotherapie, 2. November 2007
Brigitte Woggon wollte eigentlich - wie sie selbst sagt - Psychoanalytikerin werden. Aber bei der Behandlung von stationären bzw. schwerstkranken Patienten, musste sie erkennen, dass die psychotherapeutischen Möglichkeiten oftmals leider wirkungslos waren. Dies brachte sie dann dazu, sich auf die medikamentöse Behandlung psychiatrischer Störungen zu konzentrieren.
Das hier vorliegende Buch befasst sich mit der ganzen Bandbreite medikamentöser Behandlungsformen:
In den einleitenden Kapiteln geht es um allgemeinere Fragen, z.B. wie man das beste Medikament findet oder welche Sicht Frau Woggon gegenüber den Krankheiten vertritt usw.
Der Hauptteil beschäftigt sich mit der Beschreibung der einzelnen Substanzen und Substanzgruppen. Einerseits geschieht das von der wissenschaftlich-pharmakologischen Seite her (Wirkungsprofil, Indikationen, Kinetik, Wechselwirkungen...), andererseits - und das unterscheidet dieses Buch von den meisten psychiatrischen Lehrbüchern und macht es deswegen äußerst wertvoll - schildert sie ihre eigenen Erfahrungen mit den jeweiligen Medikamenten. Hierbei kommt ihr natürlich ihre 30jährige Berufserfahrung zugute.
Die Schlusskapiteln beschäftigen sich dann noch mit einzelnen Themen wie Sexualität, Schmerzen, Sucht, Therapieresistenz usw.
Es wird natürlich schnell klar, dass Frau Woggon der Pharmakotherapie eher zugetan ist (vor allem bei Schwerkranken) als psychotherapeutischen Verfahren, allerdings spricht sie sich absolut für eine kombinative Behandlung der Krankheiten aus, auch wenn ihr persönlicher Schwerpunkt dabei bei der medikamentösen Therapie liegt.
Wie auch immer Ihre persönliche Sicht über die Ursache von psychischen Störungen aussehen mag bzw. auch welche Behandlungsform Sie bevorzugen, wenn Sie einen Überblick über die medikamentöse Therapie gewinnen wollen, so kann ich dieses Buch nur empfehlen!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hoffnung für Betroffene, 1. November 2007
Ein ausgezeichnetes Buch, vor allem auch für Betroffene, die gegenüber dem Arzt als informierte, gleichberechtigte Partner auftreten möchten.
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