Nur einige wenige ausgesuchte Beispiele:
Wer im "Palazzo dei Conservatori" (wenn man die Namen der Sehenswürdigkeiten nicht auf Italienisch kennt, hat man im Reiseführer ohnehin schlechte Karten) nach dem Weg sucht, ist mit dem Führer verloren. Die Information, dass dasjenige Marc Aurels das einzige erhaltene Reiterstandbild der römischen Antike ist, fehlt an dieser Stelle, genau wie andere Hinweis (und findet sich versteckt im Teil "Berühmte Persönlichkeiten", wo sie systematisch nichts zu suchen hat).
Die Zeit Goethes in Rom als "Special" aufzunehmen ist lobenswert, "Goethe" im Register hinten auszulassen nicht und erschwert das Auffinden des "Special".
Die Baedecker-Tipps im Führer sind ebenfalls durchweg lobenswert, die Idee, in die Auswahl der besonders empfehlenswerten am Anfang des Führers den aufzunehmen, dass man schon zu Beginn der Öffnungszeit die Kuppel des Petersdoms besteigen sollte, weil es dann leerer ist, erweckt Heiterkeit, gilt dies doch für alle vergleichbaren Sehenswürdigkeiten Roms (z.B. Vatikanische Museen).
Leider überwiegen die negativen Eindrücke die durchaus vorhandenen positiven deutlich. Insgesamt ist daher dieser Band kein Ruhmesblatt der Baedecker-Reihe, insbesondere im direkten Vergleich mit dem "Michelin"-Führer.