Die badische Küche gilt als besonders fein - die Vielfalt an heimischen Zutaten erlaubt Abwechslung und Raffinesse. Dieser Satz wird in diesem besonderen Kochbuch geprägt und blättert man in diesem Buch mit den vielen Gerichten im Jahreslauf, kann man diese Aussage sehr bald bestätigen. Voller Neugier liest man die einzelnen Rezepte, bei denen die Bezeichnung oft schon die Herkunft verrät wie z.B. die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte oder der Bodenseehecht. Dazu werden die verschieden Bräuche erklärt und man kann einige amüsante Geschichten z.B. vom verschlagenen Bäcker auf dem Freiburger Markt, der in einem schlauen Bäuerlein dann doch noch seinen Meister fand (Seite 81).
Das Kochbuch ist klar strukturiert. Zunächst gibt es einen kleinen Überblick über das Jahr mit den jeweiligen Gerichten des Monats mit Seitenangabe, z.B. im Dezember die "Birewecke" (Seite 327). Dann folgt eine Auflistung aller Gerichte nach Monat sortiert. Dann folgen die einzelnen Monate. Jeder Monat wird mit einer Liste eingeführt, was es da jeweils Gutes gibt. Ein rosa Kasten verrät, welches Gericht besonders typisch ist. Bei den einzelnen Rezepten gibt es dann noch wichtige Hinweise wie "ganz einfach", "preiswert" oder "geht schnell". Anfänger und Fortgeschrittene finden sich somit leicht zurecht und die Angabe der Personen, die mit dem Gericht verwöhnt werden können, erleichtert die Planung der Köche. Ansprechende Zeichnungen und ein paar Fotos runden den Gesamteindruck ab. Am Ende des Buches findet man alle Rezepte noch einmal nach alphabetischer Reihenfolge.
Im September wurden bereits getestet: Seite 262, die "Kürbissuppe". Gelingt leicht und ist zudem noch äußerst schmackhaft. Wenige Zutaten bringen ein raffiniertes Erlebnis. Auch nicht fehlen dürfen die "Zwetschgenknödel" (Seite 249), die nicht nur gut schmecken, sondern auch noch ziemlich preiswert sind. Das Rezept für "Mirabellenwaie" (Seite 225) schmeckt übrigens auch mit Zwetschgen ganz wunderbar! Und beim "Herbstlichen Obstsalat" (Seite 276) kann man mit Wonne, geerntete Weintrauben, Äpfel und auch Birnen verarbeiten.
Wussten Sie eigentlich woher die Bezeichnung "Seelen" für die schmackhaften Brote kommt? Auf Seite 289 können Sie es nachlesen. Interessiert es Sie, was der Badener zum "Veschper" schmaust? Das kann man auf Seite 180 erfahren.
Viel Spaß beim Entdecken der Badischen Küche mit all den guten Rezepten, Bräuchen und Geschichten im Jahresverlauf.