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Produktinformation
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»Appelfeld ist als Erzähler des Holocaust Autoren wie Primo Levi oder Imre Kertész ebenbürtig.«
Volker Hage, Der Spiegel
Frühjahr 1939. Wie jedes Jahr strömen die Stammgäste in den österreichischen Kurort Badenheim, um den Auftakt zum Kulturfestival unter der Leitung des kosmopolitischen Impresarios Dr. Pappenheim nicht zu verpassen. Kaum einer macht sich Gedanken über das neuerdings allgegenwärtige Gesundheitsamt, das für eine Reise ins »gelobte Land Polen« wirbt und die jüdischen Kurgäste und Bürger auffordert, sich registrieren zu lassen.
Bald darauf wandelt sich der einst mondäne Kurort auf beklemmende Weise zum Sperrbezirk: Ausflüge werden den Juden untersagt, das Telefon wird gesperrt, die Lebensmittelversorgung des Hotels bricht zusammen. Dennoch lauschen die Menschen weiterhin trotzig dem Gesang eines Wunderkindes, hören schwindsüchtige Zwillinge Rilke zitieren und tanzen zu den Klängen eines übermüdeten Orchesters.
Dann, eines Morgens in aller Frühe, wird der Befehl zur Abreise gegeben. Schnell kauft man am Kiosk noch Zeitungen und Zigaretten. Am Bahnhof erwartet sie ein Zug mit vier schmutzigen Viehwaggons, was Dr. Pappenheim zu der Bemerkung veranlaßt: »Wenn die Abteile so schmutzig sind, kann das nur heißen: weit geht sie nicht, unsere Reise.«
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein einfühlsames Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Badenheim: Roman (Taschenbuch)
Badenheim. Ein Ort voller Sommerfrische. Wie jedes Jahr. Die Festspiele werden vorbereitet. Wie jedes Jahr. Die Gäste kommen. Wie jedes Jahr.Doch dann wird alles anders, als das "Gesundheitsamt" Regeln erläßt, Verbote ausspricht. Der Ort wird abgeriegelt. Wie die Gäste, der Hoteldirektor und der Festspielleiter das normale Leben fortsetzen ist beeindruckend. Appelfeld schildert den Versuch der Menschen sich den Geschehnissen zu entziehen sehr einfühlsam. Und der Leser hat das Gefühl, daß nur er weis, was mit den "Reisen nach Polen" gemeint ist. So wie Appelfeld die Aktivitäten des Gesundheitsamtes schildert, so scheinen auch die Menschen in Badenheim dies alles nur am Rande wahrzunehmen. Bis hin zum Ende des Buches, auf das Appelfeld sehr gezielt zusteuert. Bis das grausame Ende Wirklichkeit wird, und die Menschen in Badenheim die Realität erkennen müssen. Appelfeld schildert den Holocaust in seinem Buch nicht direkt. Aber gerade das, und das Wissen des Lesers, machen ihn in diesem Buch unheimlich deutlich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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