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Das ist der Weihnachtsfilm für alle Weihnachtsmuffel. Kein Kitsch, kein Schmalz, keine süßen Kinder. Stattdessen gibt's einen als Weihnachtsmann verkleideten Gauner und Säufer, einen Zwerg, ein Kind, eine fast tote Großmutter, jede Menge Sandwiches und - das am allerwichtigsten - beißenden Humor. Was Terry Zwigoff hier abbrennt, ist ein Feuerwerk der bitterbösen Superlative. Jeder Gag sitzt, jeder Seitenhieb tut weh - und über all dem thront Billy Bob Thornton mit der Darstellung seines Lebens. Thornton, der während des Drehs dem Schnaps nicht abgeneigt war, brilliert als depressiver Säufer, dessen Leben vor langer Zeit den Abfluss hinuntergespült worden ist. Dass er sich überhaupt noch jeden Morgen hochquält, ist ein Wunder. Ein Weihnachtswunder. Ein ebensolches Wunder ist dieser unheimlich unangepasste Film, der weit abseits des Mainstreams lebt und Konventionen nicht mal mit dem Stock anfassen würde. Nur beim Ende, da geht auch mit Zwigoff der Weihnachtsgeist durch, denn das ist ein bisschen zu happy geraten. Doch das kann man dieser ansonsten genialen Groteske mit Leichtigkeit verzeihen. Fazit: Weihnachtsspaß der ganz besonderen Art: garstig und gemein
Moviemans Kommentar zur DVD: Guter Ton und gutes Bild sprechen für diese DVD, der bissige Film sowieso. Nur schade, dass es bei den Extras nicht zu mehr gereicht hat.
Bild: Das Bild präsentiert sich insgesamt in guter Qualität. Sehr schön eingesetzt bei "Bad Santa" ist die Farbpalette, die sehr warm und natürlich gestaltet ist. Nur hin und wieder überstrahlt sie ein wenig. Die Sättigung ist meistens gut, nur hin und wieder tritt leichte Fransenbildung auf (01:01:54). Die Schärfe ist angenehm, könnte aber durchaus noch etwas stärker sein. Bei Großaufnahmen (etwa Billy Bob Thorntons Gesicht bei 01:13:09) wäre etwas mehr Detailreichtum nett. Gleiches gilt auch für Totalen wie z.B. bei 00:40:50, wenn man einen Blick in die Halle des Einkaufszentrums wirft. Die Vorlage ist frei von Artefakten und Dropouts. Rauschen ist nur minimal bemerkbar und keineswegs störend. Schwarzflächen weisen eine gewisse Tiefe auf. Alles in allem ein sehr angenehmes und gutes Bild, das vor allem mit den Farbwerten punktet und sich beim Zuschauer einschmeichelt.
Ton: Der Ton ist sowohl im Deutschen als auch im Englischen sehr gut. Der 5.1-Mix kann durchaus einiges, obschon man dem Film natürlich zugutehalten muss, dass er nicht unbedingt das Paradebeispiel für die Nutzung aller vorhandenen Kanäle ist. Nichtsdestotrotz werden alle Kanäle beansprucht, vor allem bei Effekten wie dem Shootout am Ende, und auch die Audioatmosphäre ist im oberen Bereich, so etwa bei Szenen im Einkaufszentrum. Die Dialoge sind klar und präzise. Sie heben sich immer angenehm von den Umgebungsgeräuschen und der Musik ab.
Extras: Bei den Extras hätte man sich schon etwas mehr gewünscht. Das Making of mit seiner Laufzeit von weniger als zehn Minuten bleibt an der absoluten Oberfläche. Einzig interssant sind die Outtakes und die entfallenen/alternativen Szenen, aber bei letzteren muss man auch zugeben, dass diese dem Standard des Films nicht unbedingt entsprechen. --movieman.de
VideoMarkt
Jedes Jahr um die Weihnachtszeit wird es dem versoffenen Tunichtgut Willie ganz warm ums Herz. Dann nämlich verkleidet er sich als Santa Claus, um zusammen mit seinem als Elf getarnten Partner Marcus in überfüllten Kaufhäusern auf Diebestour zu gehen. Auch in diesem Jahr platziert sich der pöbelnde Asoziale mit seinem missgelaunten Komplizen wieder an vorderster "Ho Ho Ho!"-Front und nimmt sogleich einen dicken Achtjährigen aus wie eine Weihnachtsgans. Doch der nervige Junge erteilt dem widerlichen Duo eine gehörige Lektion.
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"Ghost World"-Regisseur Terry Zwigoff rekrutiert mit dem "Man Who Wasn't There" Billy Bob Thornton den fiesesten Santa der Filmgeschichte. Rülpsend und fluchend liefert sich dieser mit "Ich, beide & sie"-Darsteller Tony Cox wunderbare Schimpfduelle, flankiert von Komiker Bernie Mac und John Ritter in seiner letzten Kinorolle. Zusammen sind sie die Idealbesetzung des von den Coen-Brüdern ausführend produzierten und mit wertvollen Drehbuchtipps versehenen Werks. Gnadenloser Humor, unbedingt kultverdächtig.
Blickpunkt: Film
Wem nach hartgesottenen Kontrastprogramm zur traditionellen Weihnachtsunterhaltung zu Mute ist, der liegt mit der pechschwarz-profanen Satire von Kultregisseur Terry Zwigoff ('Crumb', 'Ghost World') richtig. Billy Bob Thornton mimt einen alljährlich anderswo tätigen Kaufhaus-Weihnachtsmann, der dies in Zusammenarbeit mit seinem kleinwüchsigen Elfen-Partner als Tarnung benutzt, um so ungehindert die Geldschränke seiner Arbeitgeber leer zu räumen. Einer dieser Manager wird vom unlängst verstorbenen John Ritter verkörpert, dem der Film auch gewidmet ist.
Bereits innerhalb der ersten fünf Minuten vollbringt es Thorntons Figur Willie, im Off-Kommentar sein von Kindheit an verkorkstes Leben zu skizzieren, sich im Suff zu übergeben, sich vollzupinkeln und eine ganze Litanei von nicht allzu jugendfreien Schimpftiraden vom Stapel zu lassen. So ist es ein Wunder, dass es der dauerzugedröhnte und übellaunige Alkoholiker anschließend schafft, den vorgesehenen Safe zu knacken. Der Handlungsfaden wird ein Jahr später aufgegriffen, als sein ständig meckernder und zur Vernunft ratender Partner Marcus (die schwarze Ausgabe von Mini-Me: Tony Cox aus 'Friday') ihn nach Phoenix beordert. Willie ist noch tiefer abgesackt und raucht, säuft und flucht, was das Zeug hält. Rücksichtslos pöbelt er kleine Kinder an, die ihm in seiner Funktion als Weihnachtsmann ihre Geschenkwünsche anvertrauen, und ruft mit seinem zügellosen Verhalten, das gelegentlichen Analsex mit Kundinnen in den Umkleidekabinen umfasst, das Misstrauen des puritanischen Kaufhausmanagers (Ritter in seiner letzten Filmrolle) hervor. Er beauftragt den Kaufhausdetektiv (Komiker Bernie Mac zieht seine gewohnte großartige Kulleraugen-Masche durch) ein Auge auf den Bad Santa zu werfen. Weitere Figuren umfassen eine junge Kneipenbedienung, die mit Willie ihren Santa-Sex-Fetisch mehrfach auslebt, und einen bis zur Schmerzgrenze naiven, übergewichtigen Achtjährigen , in dessen Haus sich Willie kurzerhand einnistet. Die senile Großmutter des Jungen hat dagegen nichts einzuwenden, womit man an dieser Stelle noch ein paar Alzheimer-Witze reißen kann. Zunächst nutzt Willie den Jungen brutal aus, doch letztlich - wohl um die gnadenlose Breitseite aus exzessiver Vulgarität mit einem positiven Aspekt zu entschärfen - bahnt sich zwischen ihm und dem ebenso bemitleidenswerten wie enervierenden Kid (der Verdacht drängt sich auf, dass Zwickoff hier persönliche Erfahrungen verarbeitet) eine Freundschaft an. Doch beim geplanten Coup kommt es zu unerwarteten Komplikationen.
Interessant ist die Soundtrack-Zusammenstellung dieses bereits im Vorfeld hieß diskutierten Films (angeblich zeigte sich Mutterfirma Disney nicht allzu begeistert von der Miramax-Produktion), die klassische Musik und bewährte Weihnachtslieder mischt und somit ein akkustisches Gegengewicht zum starken Tobak der von den 'Cats & Dogs'-Drehbuchautoren verfassten Story bildet. Thornton erweist sich als Perfektbesetzung für den missmutigen Misanthropen, wie es sich die ausführenden Produzenten Joel und Ethan Coen wohl nicht besser hätten wünschen können. Dank der aggressiven Exzessivität wird sich allemal eine Kultnische für diese tabulose 'Weihnachtskomödie' finden. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Schwarze Weihnachtskomödie über zwei als Nikolaus und Elfe getarnte Ganoven, deren diebischer Plan von einem gewitzten Achtjährigen durchkreuzt wird.
Kurzbeschreibung
Das hat Weihnachten nicht verdient: Willie T. Stikes ist der verdorbenste Weihnachtsmann, den man sich vorstellen kann. Dieser Santa säuft, flucht, kommt regelmäßig zu spät, und beschimpft die Kinder, die sich auf seinen Schoß setzen. Doch damit nicht genug: Obendrein nutzt Willie seine alljährliche Anstellung als Kaufhaus-Weihnachtsmann zur Tarnung, um mit seinem Kompagnon Marcus am Heiligen Abend nach getaner Arbeit den Safe des Kaufhauses zu knacken. Böser Santa! Doch in diesem Jahr wird sich alles ändern - denn diesmal haben es die beiden nicht nur mit einem argwöhnischen Einkaufszentrum-Manager und einem verschlagenen Kaufhausdetektiv zu tun, sondern auch mit dem sexy Santa-Fan Sue und einem unschuldigen Jungen, der einfach nicht aufhören will, an den Weihnachtsmann u glauben. Mal sehen, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder...
Produktbeschreibungen
Das hat Weihnachten nicht verdient: Willie T. Stokes (Billy Bob Thornton) ist der verdorbenste Weihnachtsmann, den man sich vorstellen kann. Dieser Santa säuft, er flucht, er hurt herum. Er kommt regelmäßig zu spät, er beschimpft die Kinder, die sich zu ihm auf den Schoss setzen. Doch damit nicht genug: Obendrein nutzt Willie seine alljährliche Anstellung als Kaufhaus-Weihnachtsmann Tarnung, um mit seinem Kompagnon, dem kleinwüchsigen, aber nicht minder unflätigen Marcus (Tony Cox), am Heiligen Abend nach getaner Arbeit den Safe des Kaufhauses zu knacken und sich mit der Beute aus dem Staub zu machen. - Böser Santa! Doch in diesem Jahr wird sich alles ändern: Denn diesmal haben es Willie und Marcus nicht nur mit einem argwöhnischen Einkaufszentrum-Manager (John Ritter) und einem verschlagenen Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) zu tun, sondern auch mit dem sexy Santa-Fan Sue (Lauren Graham) und einem unschuldigen Jungen (Brett Kelly), der einfach nicht aufhören will, an Santa zu glauben, auch wenn der ganz ganz schlimme Dinge tut. Mal sehen, vielleicht geschieht ja doch noch