Durch diverse Empfehlungen habe ich dieses Buch mit hohen Erwartungen gelesen. Matt Ruffs bisherige Romane werden schon jetzt als Klassiker gehandelt, und sein origineller Stil auch in der Themenwahl hat mein Interesse geweckt.
Erzählt wird die Geschichte von Jane Charlotte, die zu einer Organisation gehört, deren Ziel die Eliminierung von Bad Monkeys ist, bösen Affen, bei denen jede Hoffnung auf eine Integration in die Gesellschaft unbegründet ist. Sie erzählt ihre eigene Geschichte in einer Verhörzelle, denn sie wurde wegen Mordes verhaftet. Langsam breitet sie vor dem Leser eine Welt aus, in der Kräfte hinter der Wirklichkeit agieren, die ein altes Spiel um Gut und Böse spielen. Doch stets bleibt die Frage: ist das alles wahr, die Ausgeburt einen wahnsinnigen Geistes oder doch nur Teil des Spiels?
Der Roman ist bis an die Kante gefüllt mit skurrilen Charakteren und Ideen. Die Handlung unternimmt mehr als eine überraschende Wendung, doch das Ende ist dann wieder überraschend vorhersehbar. Der größte Kritikpunkt meinerseits liegt in der relativ platten Aufarbeitung des Themas Realität, die keineswegs zum Nachdenken anregt.
Fazit: ein skurriler, gut zu lesender Roman, der jedoch leider etwas die verhoffte Tiefe vermissen lässt.