Diese „schlechte Gesellschaft" ,die ja gar keine so schlechte war & ist,wie der Bandname vorgibt,besteht zur Hälfte aus der „Konkursmasse" der Kultband The Free, die sich 1973 auflöste. Simon Kirke(Drums) und Paul Rodgers(Vocals) brachten von dort einen Großteil des kreativ-ideellen Erbes mit. Letzterer schlug sogar großzügig die verlockende Offerte von Deep Purple aus ,dort als neuer Sangesknabe einzusteigen,für den gerade in die Wüste geschickten Ian Gillan.(was ohne Zweifel eine Lebensversicherung für Ihm gewesen wäre) Doch im Vertrauen an die eigenen musikalischen Fähigkeiten und die seiner Band-Kollegen Mick Ralphs(Gitarren),der von Mott the Hoople kam und Boz Burrell(Bass)von King Crimson ,konnte ja auch gar nichts mehr schief gehen. Und es ging nichts schief. Peter Grant,seines Zeichens Manager von Led Zeppelin,orderte diesen Vierer als ersten Act,des soeben erst von den „Zeps"gegründeten „Swan Song Label".Im November 73 enterte man dort das Aufnahmestudio und brachte im Juni 74 das Debüt , schlicht „Bad Co" betitelt, auf den Markt. Es bestach durch seine hochwertige Mischung aus Hardrock "Can't get enough" ; „Movin' on" und gefühlvollen Balladen „Seagull" ; „Ready for Love" die Dank der majestätisch-melancholischen Stimme von Paule nicht zu schmalzig , „Don't let me down" wurden. Wer diesen sympatischen Vierer,so wie ich, in sein Herz schloß , hat ihn bis heute nicht mehr aus diesem herausgelassen. Ich war damals zarte 14 Jahre alt und ein „Teenybopper" vor dem Herr'n. Slade , Sweet ,S. Quatro ,Gary Glitter, Nazareth , T.Rex u.s.w. zählte ich damals zu meinen Faves. Diese Truppen verschwanden,mit Zunahme des Alters, irgendwo ins Nirvana aber Bad Company blieben. Mit mir müssen damals unheimlich viele so gedacht haben, denn, Bad Company verkauften ihre Alben en Mass. Tourneen der Band gestalteten sich ,vor allem in den USA,zu wahren Triumphzügen. Erst zum Ende der 70er Jahre wurden diese gestoppt. Der Punk & die Discowelle hielten Einzug in den Stadien und Radiostationen dieser Welt und beendeten , vorerst, das Kapitel Hardrock in der Musikgeschichte. Dieser Punk-& Discowelle zollten auch unserer Zauber-Vierer ihren Tribut.Die Plattenumsätze ließen nach und die Rocker gingen statt ins Konzert,um zu bangen, lieber in die neugegründeten
Discotempel,um das Tanzbein zu schwingen. So du auf gut gemachten Hardrock der Marke Foreigner & Co stehst kannst du bei dieser Truppe bedenkenlos zuschlagen und das trifft auf alle Alben,bei dehnen olle Paule das Sangesmikro schwingt,zu. Für die Alben die nach der „Paul Rodgers-Ära" erschienen sind möchte ich wegen Voreingenommenheit kein Kommentar abgeben. Zu übermächtig ist Paules Sangesschatten......Sorry Brian Howe