Bad Blood ist ein kurzweiliger, rasanter Film mit klasse Kampfszenen.
Die Story oder besser deren Umsetzung ist dagegen hinter den Möglichkeiten zurück geblieben. Mann hätte mit leichen Änderungen echt was solides draus machen können, Figuren etwas detailierter herausarbeiten und so die Handlung logischer erscheinen lassen. So hätte man sich als Zuschauer auch mehr in die Protagonisten hineinversetzen können.
Die einen Figuren sterben zu früh, die Wandlungen von anderen sind zu extrem. Eine Figur hätte die Intrigantinnenrolle weiterführen sollen und sich nicht zur scheinbar unbesiegbaren Kämpferin wandeln. Das fand ich absolut unnötig, sogar dem Film abträglich.
Die Kämpfe sind recht gut choreographiert und wirken sehr dynamisch, es wird hauptsächlich getreten. Seiltricks stören nur selten, meist dann, wenn Schauspieler offensichtlich kaum Kampfkunsterfahrung mitbrachten (Audrey). Oder die Seile wurden zur optischen Verstärkung der Tritte eingesetzt was durchaus zuträglich ist.
Das Ende des Films hatte für mich noch eine Überaschung in der Hinterhand, fand ich einen guten Einfall.
Die deutsche Synchro ist nicht wirklich der Hit. Am besten im Originalton mit Untertiteln ansehen. Keine Panik, der Handlung kann man trotzdem problemlos folgen und während der Kampfszenen wird eh kaum gesprochen.