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Backwoods - Die Jagd beginnt
 
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Backwoods - Die Jagd beginnt

Gary Oldman , Virginie Ledoyen , Koldo Serra    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Gary Oldman, Virginie Ledoyen, Paddy Considine
  • Regisseur(e): Koldo Serra
  • Komponist: Fernando Velazquez
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
  • Erscheinungstermin: 10. Dezember 2009
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002XC3JLK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.713 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Gary Oldman ist ein begnadeter Schauspieler. Und ihm ist es auch zu verdanken, dass "The Backwoods" aller Klischees zum Trotz dennoch einigermaßen unterhalten kann. Warum sich Oldman jedoch für diesen Film entschieden hat, bleibt rätselhaft, aht er doch im Verlauf seiner Karriere schon weit vielschichtigere Figuren spielen können. "The Backwoods" ist kein abgrundtief schlechter Film, aber er schwimmt irgendwo im Mittelfeld mit. Originellere Ideen oder auch Umsetzungen hätten helfen können. So bleibt ein Film, der einigermaßen unterhaltsam ist und mit einem guten Gary Oldman aufwartet, gegen den das übrige Ensemble aber verblasst. Fazit: Durchwachsen

Moviemans Kommentar zur DVD: Gute DVD, die beim Bild fast alles richtig macht. Der Ton ist zu frontlastig. Das Bonusmaterial erweist sich als ausreichend.

Bild: Das Bild wirkt durchaus knackig, was an den schönen, natürlich erscheinenden Farben, aber auch dem nur marginal vorhandenen Rauschen liegt (bei letzterem scheint mit einem Filter nachgeholfen worden zu sein). Die Kompression ist unauffällig und der Schärfewert ist ein wenig wechselhaft, abhängig davon, ob man nun eine ruhigere Szene oder eine mit viel Bewegung hat. Bei letzterer wird die Detailzeichnung etwas diffuser. Die Vorlage ist gut erhalten.

Ton: Der DTS-Ton auf dieser Scheibe bietet keinen nennenswerten Mehrwert, sondern klingt einfach ein wenig lauter. Die beiden DD 5.1-Spuren sind passabel, wobei der deutsche Ton dem Original ein klein wenig unterlegen ist, da die Dialoge im Englischen etwas mehr Natürlichkeit besitzen. Die hinteren Kanäle werden nur selten für Effekte genutzt. Hauptsächlich spielt man sie mit der Musik an. Wenn es mal Effekte gibt, dann kann man auch Basseinsatz vermerken. Das akustische Geschehen ist frontal angesiedelt, nur selten wird echte Räumlichkeit erzeugt.

Extras: Neben den üblichen Kleinigkeiten gibt es hier noch eine knapp 20-minütiges Making Of, das weder über besondere Höhen, noch Tiefen verfügt. Es gibt ausreichend Einblick in die Produktion. --movieman.de

VideoMarkt

Um ihre kriselnde Beziehung zu kitten und auf bessere Gedanken zu kommen, begleiten Ende der 70er Jahre Norman und Lucy aus England ihren Kumpel Paul und dessen spanische Lebensgefährtin Isabel auf deren abgelegenes Landgut im Baskenland, wo man sich Zeit beim Jagen und Wandern vertreiben will. Vor Ort jedoch kommt alles anders als geplant, als die Männer auf der Pirsch ein verwildertes Mädchen in einer abgelegenen Hütte entdecken und ins Visier einer um Vertuschung bemühten Landwirtesippe geraten.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abenteuer-Urlaub 18. Juli 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Dass sich der in Bilbao geborene Koldo Serra in seinem ersten, mit einem Sponsoring von rund 3,6 Millionen finanzierten und im Sommer 2005 erstellten Film "Bosque de sombras" (Wald der Schatten) ausgerechnet mit Hinterwäldlern in Euskadi (Baskenland) auf dem Weg zurück zum Krieg ("back to the war") befindet, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.

Der Begriff "Krieg" wird in Leonard Cohens Schluss- und Titelsong [1] zwar auf allgemeine Zivilisationkonflikte übertragen - arm und reich, Mann und Frau, links und rechts, schwarz und weiß, falsch und richtig. Die ostentativ gefilmten Flinten auf dem Rücksitz lassen jedoch von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sich Serras Film nicht auf Feinheiten beschränken würde.

Zwei britische Paare, wobei Paul (Gary Oldman, 47) mit der Spanierin Isabel (Aitana Sánchez-Gijón, 37) verheiratet ist, sind zu einem Jagdurlaub in einem abgelegenen Haus im Nationalpark von Peñas de Aya (Guipúzcoa) verabredet. Der Krieg zwischen den Geschlechtern ist in vollem Gang - aber auch zwischen Ex-Chef und Ex-Mitarbeiter flimmert ungeachtet des kalten Klimas die Luft. Beim ersten Ausflug machen die Männer eine grausige Entdeckung, die zu einem Konflikt mit vier einheimischen Brüdern führt.

Man versteht bei diesem Werk sowohl die Enttäuschten als auch die Begeisterten - da sind interessante Ansätze, da wird aber auch einfach zu viel zu fein angedeutet, als dass es eine Chance hätte, verstanden zu werden, und zu viel nicht aufgelöst, als dass man zufrieden nach Hause gehen könnte.

Auf der positiven Seite steht die perfekt gezeichnete Entwicklung des Norman (Paddy Considine, 31), der den langen Weg vom Büttel seines Ex-Chefs und vom Alleinschuldigen an einer gescheiterten Schwangerschaft erst angesichts einer heftigen Vergewaltigungs-Szene zu entschlossenem und kompromisslosem, zuletzt aber zu reifem und abgewogenem Handeln durchläuft.

Die allgemeine Erkenntnis, dass der Affe nicht nur bei Hinterwäldlern zum Vorschein kommt, wenn man ein wenig kratzt, wird mal deutlich, mal subtil vermittelt - wenn zum Beispiel Paul gerade mal eben ein paar Brocken Spanisch voller Arroganz, aber in peinlicher Aussprache ("aHora") radebrecht.

Von feinem Sarkasmus tropfen auch die Bezüge, die Serra zwischen seinen Handlungsbögen und der Musik öffnet - wenn beispielsweise ein einfach gestrickter Vergewaltiger die leichtfertigen Anregungen eines "wet-shirt-contest" in die Tat umsetzt, spielt im Radio "Yes and lover, lover, lover, lover, lover, lover, lover come back to me".

Auch an anderer Stelle schimmert dieser ebenso zarte wie böse Humor durch, etwa wenn auf "seine" Bedenken "Ich traue ihnen nicht" prompt "ihre" empörte Belehrung folgt: "Sie ist eine Frau!".

Ob der gezeigte Umgang der Dorfbewohner mit dem Problemkind denkbar war, muss jeder für sich selbst beurteilen. Man mochte in La Rodada 1978 noch Landhäuser ohne Telefon finden, vermutlich war aber auch dort bekannt, dass eine Spalthand nicht genetisch bedingt ist. Die gezeigte Lösung familiärer Verstrickungen, ohne die es die Handlung des Films nicht gegeben hätte, ist jedenfalls nicht leicht zu glauben. Ob sich Koldo Serra, der sich bei diesem zentralen Thema auffallend zurückhält, einen Gefallen damit getan hat, dem in Cohens Lied angesprochenen "Krieg zwischen richtig und falsch" so weitreichend auszuweichen?

Einen spanischen Film an englischsprachigen Songs aufzuhängen, geht leider an mindestens 95% der dortigen Zuschauer vorbei. Es ist aber auch nicht zu erwarten, dass zum Beispiel in Deutschland ein breiteres Publikum englische Songtexte überhaupt inhaltlich wahrnimmt.

In technischer Hinsicht demonstrieren die oft düsteren und dazu noch bewegten Bilder der verregneten, kalten Wälder "perfekt", um es mal ironisch zu sagen, die Grenzen des konventionellen Films - aber 2005 hatte Serra schlicht keine Wahl. Immerhin ist gelegentliches Bildrauschen immer noch einer unnatürlich ausgeleuchteten Natur vorzuziehen.

Ach ja, beinahe vergessen: der deutsche Titel "Backwoods - Die Jagd beginnt!" passt ja wieder einmal perfekt in die Vorstadtkneipe.

Dennoch sollte man Koldo Serras Werk zumindest versuchsweise seine ganz sicher nie langweiligen, letztlich aber vielleicht doch für manchen enttäuschenden 97 Minuten (DVD ca. 93 Minuten) Aufmerksamkeit gönnen.

film-jury 3* A0769 24.7.2011eg Genre: Drama | Thriller
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
(Vorsicht, Spoiler!)

Koldo Serras spanisch-britischer Film "Bosque de sombras" (2006) wird für gewöhnlich mit zwei Klassikern der 70er Jahre verglichen. Da ist zum einen John Boormans Survival Movie "Deliverance" aus dem Jahre 1972 und zum anderen Sam Peckinpahs Drama "Straw Dogs" von 1971. Beide Filme sind beileibe keine Leichtgewichte, und vor allem an Bloody Sam gemessen zu werden, dürfte wohl keinem Regisseur gut tun.

Aber - so ist unschwer zu erkennen - Koldo Serra legt es geradezu darauf an, mit "Bosque de sombras" hoch hinauszuwollen, denn er verlagert die Handlung seines Filmes just in jenes Jahrzehnt, in dem auch die vier Kanufahrer und Dustin Hoffmans schüchterner Mathematiker es gegen eine Horde wildgewordener Hinterwäldler aufzunehmen hatten und dabei teilweise eine finstere Seite an sich selbst entdeckten. Der Schauplatz von "Bosque de sombras" ist das Baskenland im Jahre 1978, wo zwei lose befreundete Ehepaare miteinander ihren Urlaub verbringen wollen. Der Ältere der beiden Männer, Paul (Gary Oldman), hat das Haus seiner Großmutter gekauft, das sich abgelegen inmitten eines Waldstücks befindet. Anders als seine Frau Isabel (Aitana Sánchez-Gijón) liebt er es, die wilde Natur zu durchstreifen, und er sehnt sich nach einem Leben außerhalb der Stadt. Norman (Paddy Considine), der jüngere Mann, hat eine Zeitlang für Paul gearbeitet und befindet sich noch immer in der undankbaren Rolle des Sidekicks. Seine Frau Lucy (Virginie Ledoyen) ist recht genervt von der Dominanz Pauls und scheint sich im übrigen auch nicht mehr wohl in ihrer Ehe zu fühlen. Bei einem Jagdausflug finden die beiden Männer in einer Hütte ein verwahrlostes und völlig verängstigtes Mädchen, das an den Händen an Ektrodaktylie leidet. Auf Pauls Initiative hin nehmen die zwei das Mädchen mit sich nach Hause und beschließen, ihre Entdeckung der örtlichen Polizei mitzuteilen. Mittlerweile indes haben vier im Dorf lebende Brüder von dem Verschwinden des Mädchens, das sie als ihre Schwester deklarieren, erfahren und sich - natürlich bewaffnet - auf die Suche nach ihm gemacht. Schnell scheint ihnen klar zu werden, daß nur die Fremden ihre Schwester aus der verfallenen Hütte haben befreien können.

Serra gelingt es sehr gut, den rauhen Realismus der 70er-Jahre-Thriller einzufangen, was aber vor allem der Anlehnung an seine beiden Vorbilder geschuldet ist. Die Dörfler sind von Anfang an mehrheitlich feindselig und verschlossen, wobei einige von ihnen ein lüsternes Interesse an der jungen Lucy nur schlecht verhehlen - weil sie dazu zu lüstern und zu tumb sind. Später dann verschaffen sich zwei von ihnen Zutritt zu dem Haus der Urlauber, in dem zu jenem Zeitpunkt nur die Frauen sind, und versuchen, Lucy zu vergewaltigen. All dies sind deutliche Anleihen bei "Straw Dogs", ohne daß Serra in diesen Punkten wirklich eigene Akzente setzt. Andere Parallelen zu den beiden Filmen hingegen erhalten bei Serra eigenen Charakter. So gibt es, wie auch in "Deliverance" Spannungen zwischen den Städtern. Paul ist der Macher und Ansager, der es seiner Frau schwer verübelt, daß diese seinem Vorschlag, der Zivilisation doch ganz den Rücken zu kehren, keine Begeisterung entgegenbringt. Ähnlich wie Lewis (Burt Reynolds) in "Deliverance" scheint er die Stadt und ihre Lebensweise zu verachten und sich nach dem, was er für ein natürliches Leben hält, zurückzusehnen, wobei er seinen Freunden vorwirft, sie seien unfähig, die Natur zu genießen. Daß seine Großmutter aus der Gegend kam, macht ihn in seinen Augen beinahe schon zu einem Ortsansässigen, zumal er - anders als Lucy und Norman - fließend Spanisch spricht, weil er es gelernt hat. Auf der Jagd im Wald verfällt er sehr schnell in sozialdarwinistische Platitüden von "Jägern und Gejagten" und bedeutet Norman auch mal unwirsch, ihm das Denken zu überlassen. Dabei hat er - teilweise - aber auch wirklich etwas auf der Pfanne und ist beherzt zur Stelle, um das Mädchen aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Allerdings - so muß man sich fragen - bleibt offen, ob Abenteuerlust oder aber echtes Mitleid mit der Eingekerkerten sein treibendes Motiv ist. Norman hingegen ist ein blasser Mitläufer, dem nicht wohl in seiner Haut ist, als Paul beschließt, das Mädchen mitzunehmen. Eingeschüchtert von den Dorfbewohnern sowie von Paul und frustriert über die Ablehnung durch seine Frau, die sich unter anderem auch im Bett niederschlägt, steht er lange Zeit in zweiter Reihe. Dann plötzlich gerät er in die Situation, den Mann, der gerade versucht, seine Frau zu vergewaltigen, mit einer Bleifahrkarte ins Jenseits zu schicken. Von nun an bricht sich die lang in ihm aufgestaute Wut Bahn, allerdings in kalter, apathischer Manier, und er scheint die Einladung des Coen-Songs, der anfangs in seinem Autoradio lief, angenommen zu haben. Denn von nun an schießt er seine Widersacher nieder, auch wenn diese längst ihre Waffen gestreckt haben.

Es ist die Person Normans, die die eigentliche Faszination dieses Filmes ausmacht und deren Entwicklung gegenüber den (Anti-)Helden Boormans und Bloody Sams eigene Akzente setzt. Hier tut sich ein ziemlich unangenehmer Blick in die menschliche Psyche auf.

Interessant ist auch, daß Serra am Ende des Filmes es auch fertigbringt, ein Quentchen Verständnis (im hermeneutischen Sinn) für das Verhalten Josés, des Anführers der vier Brüder, zu erzeugen. Wir erfahren schließlich, daß das Mädchen gleichzeitig Schwester und Tochter Josés ist und daß die Dorfbewohner die Behinderung der Unglücklichen als göttliche Strafe einer inzestuösen Beziehung ansehen, weshalb man die Arme eben in einer abgelegenen Hütte einsperrte. Nicht nur das Mädchen strebt am Ende in die Arme seines Vaters/Bruders, sondern auch José selbst scheint zwischen Liebe zu dem Kind und dem Gefühl der Schande hin- und hergerissen zu sein. Insofern sind die "Schurken" in "Bosque de sombras" ein wenig differenzierter als die üblen Typen, die in "Deliverance" und "Straw Dogs" ihr Unwesen treiben.

Dies wirft am Ende - mit dem Lied Leonard Coens - nochmals die Frage auf, ob es klug war, das Mädchen aus der Hütte zu befreien, und auch hier scheint Serra - vielleicht auch leider zur Freude radikaler Werterelativisten - keine eindeutige Antwort zu finden. Die Motive, die Paul zur Rettung trieben, erscheinen angesichts seiner Persönlichkeit nicht unbedingt edel und hehr, und auch seine Frau, die anfangs großes Mitleid mit dem Mädchen verspürte, ist im Angesicht der Gefahr plötzlich bereit, die Fremde zu verraten. Die letzte Szene zwischen dem Kind und José dann ist völlig dazu angetan, Zweifel zu säen.

Angesichts dieses Potentials des Filmes, zum Nachdenken über verschiedene Fragen anzuregen, erscheinen kleine handwerkliche Fehler wie Serras Neigung, die gegnerischen Fraktionen à la Kasperletheater-Choreographie sich stets unmittelbar von rechts nach links im Bildausschnitt abwechseln zu lassen, so als sei der Wald nur ein paar Quadratmeter groß, durchaus läßlich.

Daß der Film überwiegend auf Unverständnis zu stoßen scheint, mag daran liegen, daß er diejenigen, die einen handfesten Actionfilm oder Survival Thriller erwarten, unbedingt enttäuschen muß. Das Hauptaugenmerk des Regisseurs liegt eben auf den Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren, denn nur ausgehend von den sozialen Problemen und Frustrationen, denen sie erliegen, sind ihre unterschiedlichen Entwicklungen und Handlungen verständlich.

Auch wenn Serra an seine beiden großen Vorbilder - insbesondere Peckinpah - sicher nicht heranreicht, hat er mit "Bosque de sombras" einen packenden Film gedreht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im wilden Baskenland.... 27. Dezember 2011
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
1978: Das junge Ehepaar Lucy (Virginie Ledoyen) und Norman (Paddy Considine) steckt aufgrund des Kindstods ihres Babys in einer tiefen Beziehungskrise.
Um die düstere Situation zu verbessern, haben sie sich Normans ehemaligen Boss und Freund Paul (Gary Oldman) und dessen Frau Isabell (Aitana Sánchez-Gijón) angeschlossen und gemeinsam wollen die beiden Paare ihren Urlaub in dem sehr abgelegenen Haus von Pauls Großmutter in Nordspanien verbringen.
Das klapprige Auto von Norman gibt bald den Geist auf, kurz nachdem sie die letzte Raststätte vor der Fahrt ins Hinterland besucht haben.
In diesem kleinen Wirtshaus haben die vier auch schon einen kleinen Vorgeschmack von der baskischen Landbevölkerung bekommen, denn das Brüderquartett am Stammtisch macht nicht gerade eine vertrauenserweckenden Eindruck.
Als sie endlich am Haus angekommen sind, bietet sich zwar die schöne Naturlandschaft und der See zum Relaxen an, doch die Stimmung der vier Urlauber ist gereizt bis aggressiv.
Am anderen Morgen nötigt Paul seinen Freund beinahe, dass dieser mit ihm auf die Jagd gehen soll.
Laut Paul gibt es nur eine einzige Wahrheit: Es gibt Jäger und Gejagte. Diese Weisheit bekommt Norman mitgeteilt, nachdem Paul einen Wildhasen mit seiner Flinte erlegt hat.
Beim Heimweg kommen sie an ein abgelegenes Bauernhaus vorbei, Paul ist ziemlich neugierig und nachdem es ersichtlich wird, dass keiner Zuhause ist, bricht er die Türen des Stalles auf.
Dort befindet sich ein eingesperrtes kleines Mädchen in einer verriegelten Kammer, das stark verwahrloste, körperlich behinderte Kind scheint dort wie ein Tier gehalten zu werden. Sie nehmen das Kind mit, ohne zu ahnen, dass sie damit zu Gejagten werden.....
Der spanische Regisseur Koldo Serra drehte mit "Backwoods - Die Jagd beginnt" eine Art Hommage an die 70er Jahre Klassiker "Wer Gewalt sät" und "Beim Sterben ist jeder der erste" und stellt erneut das Szenario auf, indem Großstädter fernab der Zivilisation mit roher Gewalt konfrontiert werden.
Dabei gelingt ihm anfangs ein spannender Abschnitt, der allerdings leider in der Mitte einige Logiklöcher im Sinne von "Wie blöd muss man sich verhalten, damit alles eskaliert" aufweist.
Irgendwie ist diese Gewaltexplosion sämtlicher Figuren nicht ganz schlüssig, das unterscheidet "Backwoods" von seinen Vorbildern.
Insgesamt bleibt es bei einem etwas unausgegorenen Versuch bei dem eine bedrohliche, sich zuspitzende Atmosphäre logisch einhergeht mit der charakterlich nachvollziehbaren Entwicklung der Figuren vom Gejagten zum Jäger.
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