Ich habe "Backen mit Leila" bereits seit einigen Monaten. Von der Aufmachung her finde ich das Buch klasse, sehr liebevoll gestaltet, und beim ersten Durchblättern habe ich bereits zahlreiche Post-its bei Rezepten, die ich nachbacken will, reingeklebt. Der erste Eindruck ist also wirklich gut, ein sehr ansprechendes Buch.
Sechs (einfachere) Rezepte habe ich bereits ausprobiert. Mit den Ergebnissen bin ich nicht immer zufrieden:
1. Der weltbeste Karottenkuchen (S. 49)
Laut Leila das beste Karottenkuchen-Rezept, das sie kennt. Hmm, da kenne ehrlich gesagt sogar ich bessere, das perfekte Rezept habe ich noch nicht gefunden, dies ist es auf jeden Fall nicht, auch wenn es in Ordnung ist. Vielleicht würde ich den Kuchen nächstes Mal ohne das amerkanisch-schwedische Frosting versuchen, aber dann ist der Kuchen eventuell zu trocken.
2. Omas Knusper-Blaubeerkuchen (S. 71)
Ich will nicht übertreiben, aber das war wirklich der SCHLECHTESTE Kuchen, den ich je in meinem Leben gebacken habe!!! Furchtbar, viel zu viel Butter und viel zu viel Zucker. Drei Viertel davon habe ich weggeschmissen.
3. Einfache Marmeladenroulade (S. 119)
Auch wenn ich ziemlich viel backe, ich habe bisher noch nie eine Biskuitrolle gebacken. Dies war mein erster Versuch, der mir - auch dank der guten Beschreibung - gleich gut gelungen. Nächstes Mal würde ich sicherlich eine andere der insgesamt 8 Füllungen ausprobieren, z.B. die Zitronenbiskuitroulade mit Blaubeeren.
4. + 5. Blaubeer-Muffins mit Streuseln und Apfel-Zimt-Muffins mit Streuseln (S. 102)
Bei Muffins bin ich schwer zufrieden zu stellen. Ich habe bisher bestimmt schon 50 verschiedene Rezepte ausprobiert und vielleicht 3 davon würde ich noch einmal backen. Aber diese beiden gehören von jetzt an dazu. Einfach, aber gut.
6. Blaubeer-Scones mit Zitrone (S. 174)
Waren in Ordnung.
Wie gesagt, ich habe eher einfache Rezepte ausprobiert, es gibt noch so viel mehr Rezepte im Buch. Wahrscheinlich sind da noch richtige Perlen drin, ich habe sie bisher bloß noch nicht gefunden. Ich werde noch ein paar mehr Sachen (auch mal etwas kompliziertere) daraus nachbacken, aber mit allzu großen Erwartungen werde ich nicht mehr rangehen.
PS: Leila Lindholm verwendet so gut wie immer gängige Zutaten, nur ganz selten welche, die in Deutschland nicht so ohne weiteres im Supermarkt um die Ecke zu haben sind, z.B. Moltenbeeren, Kardamomsamen (also nicht gemahlenen) oder Hartzweizenmehl für einige der Brote in den beiden umfangreichen Brot-Kapiteln.
Ihre bevorzugte Kuchenform ist übrigens eine Springform mit 24 cm Durchmesser.