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Backdraft nennt man im Fachjargon das explosionsartige Wiederaufflammen eines Schwelbrandes durch Sauerstoffzufuhr in einem geschlossenen Raum. Jedem, den die Natur auch nur halbwegs mit einem Sinn für Optik ausgestattet hat, wird die Adaption jenes Phänomens für die große Leinwand locker einleuchten. Vor allem dann, wenn es um Feuerwehrmänner geht! Vor diesem Hintergrund entwickelt Regisseur Ron Howard -- Willow, Appollo 13, Der Grinch oder Kopfgeld -- die Geschichte über den Kampf um gegenseitigen Respekt und eine zerbrechende Familie.
Brian McCaffrey -- William Baldwin -- musste vor 20 Jahren den Tod seines Vaters mit ansehen. Alles, was ihm blieb, war der angekohlte Feuerwehrhelm und die flüchtige Berühmtheit einer Fotografie. Seitdem hatte wenig in seinem Leben Bestand. Oft wechselnde Jobs bringen ihn zudem immer weiter in den Konflikt mit dem älteren Bruder Stephen, der von Kurt Russell gespielt wird. Stephen ist derweil in die Fußstapfen des verstorbenen Vaters getreten und eine Legende bei seinen Kollegen geworden. Doch sein Familienleben ist ein Desaster. Die Ehe mit Rebecca de Mornay geschieden und dem Sohn mehr und mehr entfremdet. Grund genug also für beide, sich aus dem Weg zu gehen. Oder doch nicht? Als Brian sich ebenfalls dazu entschließt, Feuerwehrmann zu werden und dann auch noch Stephens Einheit zugeordnet wird, verfolgt ihn dieser permanent mit seinem Misstrauen. Brian gibt schließlich auf und nimmt einen Job bei Donald "Shadow" Rimgale -- Robert de Niro -- an, der die Backdraft-Anschläge untersucht, die dem Film seinen Titel verschaffen. Nun müssen die beiden ungleichen Brüder doch noch zusammenarbeiten. Je weiter die Ermittlungsarbeiten Rimgales voranschreiten, desto größer wird der Verdacht, dass es ein Feuerwehrmann ist, der diese schrecklichen Brände legt. Doch warum?
Ron Howard bürdet dem Film ungemein viel auf. Zum einen zeichnet er eine Innen-und Außenansicht der Feuerwehr mit allen Problemen der fortwährenden Budgetkürzungen und privater Tragödien. Zum anderen implantiert er in diese Story, die allein schon für einen Film gereicht hätte, noch eine Kriminalgeschichte, die letztlich wieder zur Institution Feuerwehr zurückführen wird. Dass der Regisseur mit seinem Vorhaben letztlich nicht scheitert, ist mehreren Faktoren zu verdanken. An erster Stelle müssen natürlich die technischen Aspekte -- die Spezialeffekte von George Lucas Trickschmiede Industrial Light & Magic sowie der fantastische Score von Hans Zimmer genannt werden. Schöner als in Backdraft ist das Element Feuer im Kino noch nie inszeniert worden! Die Hassliebe der Feuerwehrmänner zum Feuer vermögen allein schon diese hochgradig ästhetischen Bilder zu vermitteln. Richtig lebendig wird die Geschichte aber erst durch die Schauspieler. Allen voran seien Kurt Russel, Scott Glenn und Robert de Niro genannt. Deren hervorragende Spielweise verleiht ihren Charakteren jene harte und desillusionierte Note, die dem Film seine emotionale Glaubwürdigkeit verschafft. --Constanze Quanz
Zum Inhalt:
Vor 20 Jahren hat Brian McCaffrey seinen Vater als Feuerwehrmann bei Löscharbeiten in den Flammen sterben sehen. Als Erwachsener kehrt er in seine Heimatstadt Chicago zurück, um selbst Feuerwehrmann zuwerden. Sein älterer Bruder Stephen arbeitet hier ebenfalls als Feuerwehrmann. Doch bald schon gibt es heftigen Streit zwischen den beiden ungleichen Brüdern, und Brian verlässt den aktiven Dienst um beim Brandinspektor Donald Rimgale zu arbeiten. Zur gleichen Zeit etwa werden in der Stadt mysteriöse Brände gelegt, so dass Brian uind der Inspektor alle Hände voll zu tun haben. Nach einigen Ermittlungen, kommt bei Brian der schreckliche Verdacht hoch, dass sein Bruder Stephen etwas damit zu tun haben könnte. Ist etwa sein Bruder der wahnsinnige Feuerleger.....?
Die Story an sich ist nicht sehr überzeugend und ziemlich dünn. Es werden so ziemlich alle Klischees von A bis Z abgeklappert und dazu auch nicht wirklich überzeugend. Doch wirklich tragisch ist das nicht, den durch die fantastische Inszinierung wird man alle Male entschädigt. Die Story ist in diesem Film Nebensache, und sollte dementsprechend auch nicht zuviel beachtet werden, um die visuelle Wirkung nicht zu beeinträchtigen.
Fazit:
Ein visueller Leckerbissen der feurigen Art, ohne Tiefgang.....
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