Der Titel klingt spannend, der Untertitel auch - ein Hacker-Thriller. Endlich was Neues für das Computerfreak-Leseratte-Herz! Die Idee ist gut, so wird man auf dem Kaufzettel überzeugt, doch der Rest ist für mich eher abgedroschen: Der verrückte Arzt, der Versuche an Menschen unternimmt, seine Untergebenen piesackt und nur Profit will, die ausgelaugte und missgelaunte Kommissarin, die zwielichtigen Handlanger des Bösen und die Schöne, in die sich der Held natürlich verlieben muss. Oje. Die Idee des Messens von Hirnströmen ist ja schön und gut, doch das Wie ist für mich nicht plausibel. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Roman zu nahe unserer Zeit spielt. Der Autor bastelt sich etwas zusammen, versucht krampfhaft zu verbergen, dass die Leute mit Windows arbeiten und benützt alte Vorlagen. Was mir jedoch gefiel war GoTo, wie er die Möglichkeit erlangt, in elektronischer Form die Welt zu bereisen, das ist eine nette Idee. Was mich auch sehr amüsierte, war die Beschreibung dieses Computerclubs, die doch recht nahe an der Wahrheit ist...
Wer sich nicht so gut mit Computern auskennt und Freude hat an alten Mustern, der wird mit diesem Buch seinen Spass haben, den ich jedoch nur selten hatte.