Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen6
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Was die argentinische Projektkünstlerin Irina Werning in Bildern festhält, ist an sich nicht neu. Man nehme ein fotografisches Porträt aus den frühen Lebensjahren und stelle die Szene wieder nach, wenn die abgelichtete Person weitere Geburtstage gefeiert hat. Oder in der Worten der Künstlerin: „Alles beginnt, wenn ich auf Personen treffe, die ich fotografieren möchte, und wir das alte Originalbild gemeinsam auswählen. Auf der Suche nach einem Foto, das sie am besten darstellt, krame ich in ihren alten Kisten und blättere Fotoalben. Danach nehme ich das Bild genauer unter die Lupe: Ich prüfe die Belichtung, den Blickwinkel, die Art der Kamera und der Linse, durch die das Foto entstanden ist, und so weiter.“

Ich zitiere die Künstlerin so ausführlich, weil ihre akribische Art, die alten Bilder möglichst detailgetreu neu zu inszenieren, das Außergewöhnliche ihrer Variante ist. Irina Wernin scheut keinen Aufwand, um die Personen in den gleichen Kleidern und in der gleichen Umgebung abzulichten. Und wenn sie die notwendigen Objekte oder Kleidungsstücke nicht findet, macht sie das Vermisste eben selber.

Was nach Besessenheit klingt, macht jedoch Sinn. Denn weil es ihr offenbar auch gelingt, ihre Modelle in die gleiche Pose zu setzen und Gesichtsausdrücke von früher zu wiederholen, unterscheiden sich die beiden Aufnahmen fast nur noch durch den Zeitraum, der die beiden Fotografien voneinander trennt. Dieses Konzept führt den Betrachter automatisch zur Überlegung, wie die Geschichte wohl lauten könnte, die der Alterungsprozess geschrieben hat. Zumindest erging es mir so.

Das 2010 begonnene Projekt „Back to the Future“ fand schnell internationale Beachtung, was wiederum dazu führte, dass die bekannte Werbeagentur Ogillvy & Mather auf die argentinische Künstlerin aufmerksam wurde. Aus Anlass des Jubiläums „20 Jahre Bahncard“ entwickelte die Agentur dann eine Kampagne mit verschiedenen Motiven aus Irina Werning’s Projekt. Zu „20 Jahre unverändert“ gab es zudem zwei Imagefilme über die Entstehung der Bilder.

In diesem Buch hingegen findet der Betrachter nicht einmal die Information, wie groß die Fotografien im Original sind, geschweige denn wie sie arrangiert und wurde. Abgedruckt sind lediglich Name der Person, Ort der Aufnahme und Jahreszahl des Shootings. Würde mir Werning’s eigenständige Umsetzung einer alten Idee nicht so gut gefallen, hätte ich diese unverständlichen Informationslücken mit dem Abzug eines Bewertungssterns sanktioniert.

Mein Fazit: Da mir die Idee bekannt ist, auf der Irina Werning’s Projekt beruht, betrachtete ich die ersten Aufnahmen mit Skepsis. Aber die legte sich schnell, als mir bewusst wurde, dass die detailgetreuen Nachbildungen lange zurückliegender fotografischer Geschichten etwas Neues sind und überraschende Denkprozesse in Gang setzen. Unter anderem liegt beim Betrachten immer die Frage in der Luft, welche prägenden Faktoren den Lauf der Zeit überleben.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Idee scheint weltweit zu funktionieren. Man sieht sich ein altes Familienfoto an und stellt die Szene viele Jahre später so exakt wie es geht nach. Kürzlich habe ich das selbst hautnah erlebt. Auf den ersten Blick sieht das witzig aus. Aber dokumentieren solche Fotos nicht auch die Vergänglichkeit? Was ist aus uns geworden? Manchmal machen solche Nachbildungen vielleicht auch traurig oder nachdenklich.

Irina Werning scheint aus der grundsätzlichen Idee eine Art Hobby gemacht zu haben, das sie weit außerhalb ihres eigenen Umfelds zu solchen Fotos inspiriert. Man mag darüber streiten, ob das nun eine Kunstform ist oder einfach nur eine Idee, die man gut vermarkten kann. Schließlich bietet sich dieser Bildband geradezu dafür an, ihn zu runden Geburtstagen oder ähnlichen Veranstaltungen zu verschenken.

Interessant sind Frau Wernings Fotos allemal. Na ja, zugegeben, wenn die kleine Lotte aus Dokkum in der häuslichen Spüle badet und in die Kamera grinst, dann sieht das niedlich aus. Wenn ich jedoch Lottes Mann wäre und sie in der gleichen Pose zwanzig Jahre später antreffen würde, müsste ich mir vielleicht einige Fragen stellen.

Ich habe die Bilder in diesem Buch nicht gezählt. Es sind jedenfalls ziemlich viele. Und es ist immer dieselbe Idee hinter ihnen. Viele von ihnen bieten wirklich Gründe zum ausführlichen Betrachten, bei anderen zuckt man hingegen eher mit den Schultern. Neben einigen offenbar unvermeidlichen Albernheiten findet man auch genügend Gründe, um nachdenklich zu werden. Was ist nur aus den lustigen kleinen Mädchen geworden? Oder den hoffnungsvollen Jungs? Und wenn man auf solche Gedanken kommt, dann ist das Buch vielleicht wirklich ein gutes Geschenk, das daran erinnert, dass wir alle einst Träume hatten, die wir vielleicht inzwischen vergessen haben und nun plötzlich wieder daran erinnert werden.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2014
Sehr neugierig sei sie und sie liebe alte Fotos, sagt die Fotografin Irina Werning von sich. Immer wenn sie in das Haus eines anderen Menschen kommen, schnüffele sie herum nach alten Fotos.

Und wenn sie fündig wird, egal ob in Buenos Aires, Paris London oder Neu Dehli, überredet sie die auf den alten Fotos meist als Kinder abgebildeten Menschen, noch einmal, meist 15-20 Jahre später in genau derselben Kleidung, Aufmachung und Haltung für ein neues Foto von ihr zu posieren.

Mehrere Dutzend solcher Doppelaufnahmen präsentiert sie in dem vorliegenden Buch, dem sie den Titel „Back to the future“ gegeben hat. Fotos, die zeigen, wieviel von dem späteren Ausdruck und Charakter schon in der frühen Kindheit vorhanden war.

Ganz erstaunlich ist es, wie es Irina Werning gelungen ist, ein bis zwei Jahrzehnte später genau die gleichen Accessoires und Kleidungsstücke aufzufinden bzw. schneidern zu lassen.

Ein originelles Buch.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In diesem Buch zu blättern macht einfach Spaß. Die argentinische Künstlerin
Irina Werning hat für ihr Projekt "Back To The Future" alte Fotos von fremden
Leuten neu in Szene gesetzt.
Detailverliebt wird den meist 30 Jahre alten Fotos jeweils eine aktuelle Version
mit derselben Person gegenüber und nachgestellt. Dabei werden Umfeld, Gestik
und Kleidung immer exakt übernommen, selbst Kratzspuren und Knicke auf den
alten Fotos werden ins Heute übertragen.
Die Resultate gleichen einem Klassentreffen nach Jahrzehnten: Auch wenn das
Äußere sich verändert hat, die Portraitierten kehren oft in ihr altes Ich zurück,
was ein Wiederkennen leicht macht.
Ein wunderbares Fotobuch welches sich als Geburtstagsgeschenk geradezu
anbietet.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieser Fotoband enthält eine Vielzahl an gegenübergestellten Fotos, welche einmal vor meist 30 Jahren gemacht worden sind und nunmehr andererseits im "Retrolook" nachgestellt worden sind.
Die einzelnen Fotos erinnern vor allem an die Zeit der "Polaroid-Kameras" und die Mode der 1970er oder 1980er Jahre. Es ist faszinierend, wie es der argentinischen Künstlerin Irina Werning vielfach gelungen ist, Szenerien treffend nachzustellen und sogar die Gesichtsausdrücke und Gesten gleichermaßen wirken zu lassen. Mal sind die einzelnen Menschen alleine abgebildet; besonders interessant sind aber eher die Bilder, wo mehrere Personen abgebildet sind und man überrascht sein wird, wie sich die einzelnen Personen in den zwanzig, dreißig Jahren verändert haben. Dennoch wird bei all den Aufnahmen deutlich: das Vergangene ist unwiederbringlich vorbei und selbst am gleichen Ort mit den gleichen Personen ist die Aufnahme nicht dieselbe. Daher sind auch die Bemühungen nach äußerlicher Gleichheit auch von den getragenen Kleidungsstücken her eher eine Illusion.
Die Aufnahmen wurden meist außereuropäisch gemacht mit dem Schwerpunkt auf Südamerika und Asien. Ein Bild aus Deutschland ist sehr gut gelungen, da hier ein hämmerndes Kind zuerst vor der Berliner Mauer steht und auf der nächsten Aufnahme in die Luft hämmert...
Der Fotoband mit dem qualitätsvollen, festen Einband eignet sich sehr gut als besonderes Präsent. Hier wäre es jedoch auch gut gewesen, wenn im Vor- und Nachsatzblatt eine Vorrichtung gewesen wäre, um ein persönlich nachgestelltes Bild zu platzieren.
Die einzelnen Bildangaben sind ziemlich klein gedruckt und daher etwas mühsam zu lesen.
Insgesamt ein schönes Geschenk voller Überraschungen!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2016
... und den dringenden Wunsch, einmal ähnliche Szenen darzustellen. Sicherlich kein Buch, das man sich jeden Tag 5 x anguckt, aber doch den Kauf in jedem Falle wert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

98,00 €