Dies ist eine der ersten Tower of Power Platten von 1974, bei der eigentlich schon alle Elemente der Band vorhanden waren: komplexe Funkgrooves, triefende Balladen, viele Bewegung im Bass, grottenschlechte Texte und vor allem fantastische Bläser. Auf dieser CD singt noch Lenny Williams, der meiner Meinung nach zu den besseren ToP-Sängern gehört. Die übrige Besetzung ist exzellent: Lenny Pickett, Steve Kupka, und Emilio Castillo als repräsentativer Teil der Bläser, Chester Thompson an den Keyboards, mit einem recht eigenen Stil, Rocco Prestia am Bass, der wohl eine Legende an sich darstellt und David Garibaldi am perfekten Schlagzeug. Der komplexe Groove, den diese Musiker bei schnelleren Stücken entfalten können, geht trotzdem so viel passiert sofort in die Beine. Das ist auch die Stärke der Band - doch leider haben das die Verantwortlichen damals nicht so gesehen, denn auf der Platte sind mehr Balladen drauf als übrige Stücke. Diese sind mit einer 16-köpfigen Stringsection aufgepeppelt, und zusammen mit den Bläsern entstehen durchdachte aber in meinen Augen extrem schleimige Balladen. Das für ein ToP-Album obligatorische Instrumentalstück entschädigt aber mit tollen Soli und einer komplexen Struktur für vieles. Vor allem Thompson brilliert hier, sowohl beim Grooven als auch im Solo. Nicht die beste ToP-Platte, aber für Fans durchaus empfehlenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)