Comeback-Album von 1998 des erfolgreichsten deutschen Pop-Duos aller Zeiten sage und schreibe 11 Jahren nach der Trennung bestehend aus 4 neuen Songs, 11 neuen Hit-Remixen der alt bekannten Klassiker, 2 Original-Remixen von 1984 und einem No.1-Hit-Medley-Remix über sieben Minuten Spiellänge. Hat das die Welt wirklich gebraucht und verdient, und ist der Mega-Erfolg der 80 iger für Bohlen & Anders wiederholbar. Die Fans beantworteten diese Frage eindeutig, und das Album ging in Deutschland, Österreich und Schweiz auf Platz 1 der Charts. Die posthum ausgekoppelte Single "You're my heart, you're my soul'98" kletterte bis auf Platz 2 der Charts in Deutschland und Österreich. Die Folge-Single "Brother Louie'98" schaffte es immerhin noch auf Platz 16 der deutschen Charts. Die Singeln und alten Klassiker wurden von Bohlen einer belebenden Frischzellenkur unterzogen, etwas mehr Rhytmus, etwas mehr Beat, gerappte Passagen dazugemixt, und schon blitzte die alte unwiderstehliche Magie des Duos wieder auf, Songs mit viel Melodie und absoluten Suchtfaktor. Das nenne ich eine perfekte Restlverwertung, ja der Dieter lässt halt nix anbrennen, wenn es um Frauen oder Kohle geht. Von den vier neuen Songs zeichnen zumindest zwei annehmbare Qualität aus, nämlich die Balladen "I will follow you" und das Scheiben-Highlight "Anything is possible", für mich der beste Modern Talking-Song nach der Wiedervereinigung 1998. Thomas Anders beweist auf beiden Nummern, dass er einer der besten und aussergewöhnlichsten deutschen Sänger ist, und einen grossen Anteil an den weltweiten Erfolg von Modern Talking hat.
Über die restlichen beiden neuen Modern Talking-Nummern breite ich den Mantel des Schweigens. Echt peinlich. "We take the chance" hört sich wie der kleine Klon von "Final countdown" mit seinen Synthie-Fanfaren an. Und "Dont't play with my heart" ist eine peinliche Kopie des Backstreet-Boys-Hits in jederlei Hinsicht. Mensch Dieter, wenn du schon stehlen musst, dann bitte nicht so offensichtlich, oder hälst du deine Fans für blöd? Aus diesem Grund ein Comeback, das die Welt nicht wirklich gebraucht hat, jedoch bei den deutschsprachigen Fans sehr erfolgreich war.