Der US-amerikanische Singer-Songwriter Pete Yorn legt uns mit "Back & Fourth" sein viertes Studioalbum vor. Dabei ging er konsequent neue Wege. Die Einspielung seines vierten Albums führte den Singer/Songwriter nach Omaha ins kreative Zentrum der Saddle Creek-Musiker. Dort arbeitete er mit dem Label-Hausproduzenten Mike Mogis (Bright Eyes, Rilo Kiley) zusammen und setzte auf die beratende Funktion von Alleskönner Rick Rubin. Ergebnis: die Platte tendiert zum Folkpop, die Rockelemente der Vorgängeralben wurden zurückstellt und Pete hat nicht alle Instrumente selbst eingespielt, sondern von von ihm geschätzten Musikern wie Schlagzeuger Joey Waronker (Beck, R.E.M.), Gitarrist Jonny Polonsky, Bassist Joe Karnes (John Cale) und Pianist Nate Walcott (Bright Eyes, The Faint, Rilo Kiley). Dezente Streicher- und Bläsereinlagen, Synthielinien, feinsinniges Mandolinenspiel und Orenda Finks Backgroundgesang runden die Kompositionen ab, so dass ein unaufgeregtes, ja fast langweiliges Soundkostüm entstanden ist. Lediglich Stücke wie "Shotgun" und "Last Summer" versprühen mit dynamischen Drums und kernigen E-Gitarren einen angerauten Indiecharme. Der Rest des Albums ist zwar Zeugnis seiner soliden Songwriterqualitäten, spielt sich aber im Reich der Belanglosigkeit ab und wird ihm sicherlich nicht die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit bringen.