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Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen16
3,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Tom Wolfe wäre nicht Tom Wolfe, wenn es ihm nicht gelänge, einen Aufschrei der Entrüstung zu inszenieren. Der nunmehr über Achtzigjährige, der im kritischen Journalismus zuhause war, bevor er mit wahrhaft großen Romanen die Metropolen der USA aufs Korn nahm, um ihr Wesen ohne Camouflage der Weltöffentlichkeit zu präsentieren, hat nach Bonfire of Vanities, in dem er New York den Spiegel vorhielt und A Man in Full, in dem er den Medienhype in Atlanta persiflierte, nun mit seinem neuen Roman Back to Blood die Multi-Kulti-Metropole Miami auf den Seziertisch gelegt. Und kaum ist das Buch auf dem Markt, da hagelt es Kritik, die New York Times, das Zentralorgan der White Anglo Saxon Protestants, schmetterte ihm in vollem Bewusstsein des diskriminierenden Charakters der Rezension sein Alter entgegen, das ihn hindere, den Zeitgeist und seine Erscheinungen zu begreifen.

Back to Blood hingegen ist der Beweis für seine nach wie vor investigative Routine, seinen scharfen Blick für das Charakteristische und seine ätzende Ironie, wenn es darum geht, das Ideologische zu entlarven. Miami, die Hauptstadt des kubanischen Exils, mit seinen Communities aus Haitianern, Afro-Amerikanern, Russen und geriatrischen Ostküsten-Wasps, seiner kubanischen Dominanz und mexikanischen Illegalität ist das Mekka dessen, was sich der Zeitgeist immer noch als das Hohelied der Diversity zu feiern getraut. Und Tom Wolfe, der Frondeur, hat sich eine Geschichte ausgedacht, die allen, die in dem Diversity-Gewebe leben und die Schmach des provinziellen Schattendaseins ertragen müssen, sehr bekannt vorkommen muss.

In einer mehrsträngigen Erzählung erfährt der Leser, was es heißt, sich im konstitutionell liberalen Amerika als nativer Kubaner integrieren zu wollen, wenn er sich in dem sozialen Netzwerk und der Parallelwelt eines gar nicht mehr in dieser Form existierenden Kuba bewegt. Was es heißt, unter falscher francophoner Identität dem Sog haitianischer Banden zu entrinnen. Was es heißt, als russischer Immigrant unter der Wucht krimineller Oligarchen der gleichen Provenienz zu leiden. Was es heißt, mit der desolaten Erosion des weißen, protestantischen Amerikas zu kämpfen, wenn man dem naiven Glauben anhängt, in einer tradierten konstitutionellen Demokratie zu leben, die die Jagd nach Freiheit und Glück ins Buch der Nation geschrieben hat.

Natürlich schlagen diese Welten aufeinander und natürlich versucht eine Gemeinde wie die Miamis, ihr Inferioritätsgefühl durch eine Positionierung in der Kunstwelt zu befrieden. Doch auch das Mäzenatentum ist ein Abbild der Machtkämpfe und des Betrugs, der Gier nach Dominanz und Ansehen. Die Enthüllung der Fälschung als Handlungsprinzip in Politik und Kunst, ihrerseits eine Signatur selbstverständlicher Dekadenz, würde die Lektüre zu einem Desaster machen, gelänge es Wolfe nicht, dennoch einige der Figuren durch ihre charakterliche Stärke, die nichts gemein hat mit den menschlichen Schwächen, denen alle erliegen, zu rehabilitieren. Dann blitzen sie auf, die Ideale, wenn sich ein Kubaner der zweiten Generation nicht von dem Machtspiel aller Beteiligten vom rechten Weg abbringen lässt, oder ein junger WASP es nicht einsieht, vom Pfad der Wahrheitssuche zu lassen und ein Afro-Amerikaner seine Karriere aufs Spiel setzt, um zu verhindern, die gute Leistung eines Kubaners dem Spiel der Macht zu opfern.

Tom Wolfes Buch ist ein ein großartiges Indiz für die Komplexität unserer Lebenswelten, und nur wenige wie er besitzen die Klasse, sie in ihren schillernden Farben fluoreszieren zu lassen.
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am 26. Januar 2013
Ich habe die englische Version des Romans gelesen. Verglichen mit dem Vorgängerroman 'I am Charlotte Simmons' hat Tom Wolfe sich gesteigert. Die Figuren wirken echt, manchmal übertrieben, was bei Tom Wolfe ja dazu gehört. Schade ist, dass man machmal das Gefühl hat, einige der Figuren dienen nur als Zugabe, um schöne Szenen zu schreiben, wie Edward T. Topping aus der Anfangsszene. Dafür kommen andere Figuren, wie der Redakteur John Smith, etwas zu kurz. Die Story ist gut erzählt, wobei die sexuellen Anspielungen manchmal zu lang und überflüssig sind (er wird wohl alt so wie Philipp Roth), auch hier weist der Prolog in die Richtung, die der Rest des Buches nimmt. Auch die eingestreuten Gedanken mit vielen ... Satzzeichen ... und :::::: Verstärkungen :::::: sind zwar manchmal witzig, oft aber störend und nerven auf Dauer. Schade ist, dass das Buch am Ende einfach so aufhört und wenig Klarheit über das weitere Schicksaal der Protagonisten schafft.
Insgesamt hätte etwas weniger Sex und Übetreibung dem Buch gut getan. Für Tom Wolfe ist das Buch in der mittelguten Kategorie und kommt leider nicht an Fegefeuer der Eitelkeiten oder A man un full heran.
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am 15. Mai 2013
Back to Blood ist voll daneben. Der Autor wirkt verquatscht, die ewigen Wiederholungen nerven. Das ist kein Stilmittel mehr, das ist Zeilenschinderei! Man quält sich durch ein verbales Geschwurbel von Nichtigkeiten, streicht an kaum fassbaren materiellen Chimären vorbei und es entsteht beim besten Willen kein Bild im Kopf, weil der Autor so selbstverliebt und dabei oberflächlich bleibt, dass es einen graust. Jeder Cent schmerzt, den man für dieses Machwerk ausgegeben hat. Einfach nur peinlich! Hat der Verleger nur auf den Namen vertraut, ohne mal in das Buch zu schauen?
Die Grenze zur Senilität ist hier deutlich überschritten. Nichtsagendes Gelaber ohne Geist und Witz kreist um ein imaginäres Zentrum, das irgendwo zwischen Rassismus und dem Nirwana liegt. Die Figuren sind wie die Handlung selbst ohne Konturen. Es wird nichts erzählt nur gequasselt.
Ich habe mir die Tortur angetan und mich bis zur Hälfte des Dings durchgequält. Dann haben mich intellektueller Brechreiz, Schlummeranfälle und Frust zur Aufgabe gezwungen. Man war das eine Erleichterung! Nie mehr wieder Tom Wolfe lesen zu müssen!
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am 25. November 2012
Am Ende hat man so ein Gefühl wie nach einer aufregenden Nacht mit einer heißen Frau, die sich am nächsten Morgen als total dämlich entpuppt. Während die Sache läuft, ist es toll und man will weiter, immer weiter, von einer auf die andere Seite, hoffentlich hört das nie auf...

Aber wenn dann alles vorbei ist, guckt man sich den Gegenstand der Begierde fassungslos an, kommt sich selber blöd vor, und es bleiben ein fader Geschmack und ein peinliches Gefühl zurück, dass man so bescheuert war, diese Geschichte zu glauben.

So geht's einem mit dem neuen Wolfe. Woraus folgt: mit 81jährigen sollte man nicht mehr ins Bett gehen.
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am 23. Oktober 2013
Bei aller Kritik an, bei allem Kopfschütteln über die US-Bürger und ihre seltsamen Sitten und Verhaltensweisen - bewundernswert finde ich, dass es dort immer wieder Autoren gibt, die gnadenlos Schwächen der US-Gesellschaft aufdecken - und dabei auch noch sowohl spannend als auch witzig sind. Ernüchternd, wie im alltäglichen Filz der "demokratischen" Institutionen die Herkunft, die Rassenzugehörigkeit immer noch (oder wieder?) eine so große Rolle spielen.
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am 16. Juli 2014
Tom Wolfe hat sich immer tausendmal wiederholt, aber in diesem Roman übertreibt er mit diesen endlosen Wiederholungen. Eine einzelne Szene, deren Message schon lange vom Leser verstanden worden ist, wird ausgewalzt so lange, bis man die Geduld verliert. Und diese lautmalerischen Comic-Exclamationen sind ein-, zweimal vielleicht ok, aber wieviel Male schreibt Wolfe "Smack"? Ich habe nach ca. 50 Seiten aufgegeben.
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am 7. März 2013
Leider ist der neue Roman kein Tom Wolfe wie man ihn kennt und liebt. Er ist langatmig erzählt und vermag weder zu fesseln noch gut zu unterhalten. Die Handlung plätschert ohne besondere Ideen und Höhepunkte dahin. Schade, ich hatte deutlich mehr erwartet.
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TOP 500 REZENSENTam 20. November 2012
"A good man out of the good treasure of his heart brings forth good things, and an evil man out of the evil treasure brings forth evil things." -- Matthew 12:35 (NKJV)

Your reaction to this book will depend on your tastes in satire. Done best, satire decapitates its subjects almost bloodlessly. It's also quick and thorough. Tom Wolfe seems to feel that we won't get the point unless he develops the satire from many different angles, many of which repeat the lesson of the last angle. I also find that satire that's describing what's close to the reality of someone you've met also works better. The characters here are almost satires of satires due to being so remote from what most people are like.

To me, the result is a book that's bloated to such an extent that it loses steam due to being overweight.

I almost got the feeling that the author was trying to outdo Carl Hiaasen on his home ground. Now, that would be a tough thing to do ... and it certainly wasn't carried off, if that were the intent.

The novel is saved from being without redeeming qualities by having three characters that show some integrity. Naturally, that's not much to build a story around when almost everyone else is so flagrantly without an ounce of integrity.

While I can hardly claim to be a citizen of Miami, my extended visits over many decades have shown me a much healthier and more successfully integrated society than Mr. Wolfe describes. Consequently, the writing, while funny, just didn't ring true. Such satire doesn't work for me.
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am 28. August 2013
er schaut einfach sehr genau auf den zeitgeist und die damit verbundenen menschentypen. ich lese das gerne, auch wenn er hier und da überzeichnet. aber das gehört zu einem guten buch dazu.
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am 5. November 2012
Back to Blood ist das letzte Buch von insgesamt vieren, die ich von Tom Wolfe gelesen habe. Und dasjenige, das am kunstvollsten strukturiert ist. Lässt man die Bücher Revue passieren, so erhält man ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft der letzten 25 Jahre. The Bonfire of the Vanities (1987) demaskiert die „Masters of the Universe“, also die Banker und Broker der 80er Jahre. Gut zehn Jahre später erschien A Man in Full, das den sagenhaften Aufstieg von Atlanta und den dortigen Bauboom schildert. 2004 erschien dann I am Charlotte Simmons, ein verwirrender Blick auf das amerikanische College nicht nur dieser Zeit. Back to Blood wiederum stellt sich in die Tradition von z.B. John Steinbeck, aus dessen Grapes of Wrath verdeckt zitiert wird. Einerseits. Und andererseits kann man dieses Buch auch als einen komplementären Entwurf ansehen zu The Tortilla Curtain (1995) von T. Coraghessan Boyle, in dem der Clash der Kulturen der USA und Mexikos an der Westküste und im Süden der Vereinigten Staaten thematisiert wird. In Miami, dem Spielort von Back to Blood, ist aber alles inzwischen noch viel schlimmer oder einfach nur spannender geworden, da hier viel mehr Ethnien in die Sache verwickelt sind (Kubaner, Südamerikaner, Afro-Amerikaner, Russen, WASPs oder Anglos, wie sie jetzt genannt werden dort). Tom Wolfes bislang letztes Buch, im Oktober 2012 erschienen, hat zudem Züge eines gelungenen Kriminalromans, mit einem kubanischen Officer in der Hauptrolle und einem russischen Oligarchen als hochangesehener Bürger der Stadt (=Verbrecher), der allerdings für den Mord, den er verübt, nicht büßen muss, denn Tom Wolf ist ja ein (bei aller Satire) durch und durch realistischer Erzähler.Eine der schönsten Schilderungen betrifft übrigens eine Reality Show, die nebenbei von den Akteuren fabelhaft analysiert und entlarvt wird. Und eines der schönsten Namen in diesem Buch ist neben Maurice Fleischmann, dem sexsüchtigen Onanisten, der der Stylistin in der Reality Show. Ihr Name ist Maria Zitzpoppen. Ja, man kann vieles in dem Buch als schönste Gesellschaftssatire ansehen, die eben bis in die Namen hinein gestrickt ist. - Mehr zu diesem Buch bei [...]
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