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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Feinfühlig, echt und zum Verlieben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Il Bacio di Tosca (DVD)
Diese Liebeserklärung an die klassische Musik durch die wunderbaren Künstler nimmt einem fast den Atem und lässt die Phantasie in die Welt der Oper entfliehen. Die Bewohner des von Giuseppe Verdis 1896 gegründeten Heim , "Casa di Riposo" in Mailand, waren alle einst gefeierte Opern Sänger, Dirigenten, Pianisten, Streicher oder Harfisten. Man hat das Gefühl, daß diese Künstler durch die Aufmerksamkeit der Kameras und des Filmteams sich in die Vergangenheit, Ihre Zeit der Opern und Bühnenerfolge versetzen lassen und die Leidenschaft wieder regelrecht Besitz ergreift - von ihnen und vor allem von den Zuschauern und Zuhörern. Zauberhaft!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von der Vergänglichkeit,
Rezension bezieht sich auf: Il Bacio di Tosca (DVD)
Eine Liebeserklärung von Daniel Schmid an die Kunst, Respekt vor den Künstlern. Zitat." Er war ein Ästhet, vielleicht der Letzte seiner Art. Er liebte den Schein, die Schönheit, die Überhöhung und das Pathos der grossen Empfindungen. Ästhet sein, das war für den Kino' und Opernregisseur Daniel Schmid zugleich Lebensgefühl und eine Frage der künstlerischen Moral, weil er wusste, dass Konstruktion und Künstlichkeit verlässliche Verbündete einer tiefen Wahrheit sind. Deshalb liebte er die Diven des Alltags und des Kinos, die Schausteller und Hochstapler, all jene, für die das Leben eine Vorstellung ist, bei der man selbst den Vorhang zieht. Am zärtlichsten brachte er sie im Kuss der Tosca auf die Leinwand, seinem Dokumentarfilm über die Bewohner eines Altersheims für Opernsänger. Wenn ein greises Paar den zweiten Akt der Tosca singt, mit brüchigen Stimmen und zittrigen Händen, wenn der abgeblätterte Anstaltsflur zur Bühne der Scala wird, dann begreift man, dass diese Schmidschen Helden nie anders als im Modus des Auftritts gelebt haben.Er selbst war ja auf einer Art Alltagsbühne aufgewachsen: in einem der schönsten Belle-Epoque'Hotels der Welt. Dieser Erinnerungspalast, in dem immer noch die Stimmen eines untergegangenen Europas zu flüstern scheinen, einer kosmopolitischen Grossbürgergemeinschaft in ewig kultivierter Ferienstimmung, war Schmids grosse Inspiration." So porträtiert er eine Gemeinschaft Vergangener in der casa Verdi, einem von Verdi gestifteten Altersheim. Menschen, die in ihrer Vergangenheiten leben und daran festhalten. An ihrer Vorstellungen, von der Besonderheit ihrer Existenz- dementsprechend hört sich der berühmte Gefangenenchor aus Nabucco an. Überhaupt kein Zusammenklang, lauter Solisten. Der Dirigent meint am Schluss, es hätte etwas dezenter sein können. Man blättert in alten Alben,hört alte Aufnahmen. Ein altes Ehepaar schwelgt in Erinnerungen, er dominiert seine Frau Und singt mit brüchiger, und zugleich die Pracht vergangener Jahrzehnte anzeigende Stimme Scenen, die man früher auf den Bühnen der Welt gegeben hat. Selbst Chorsänger waren natürlich solche der besonderen Sorte. Die menschliche Eitelkeit wird vorgeführt, aber von Schmid nicht denunziert, sondern liebevoll vorgeführt ( nicht bösartig seziert wie in seinem herrlichen Film "Beresina"). Selbst wenn alte Tenöre miteinander konkurrieren( die Tenöre mit ihrem post-potenten Auftritt sind eine besondere Spezies), ist dies ein liebevoller Blick auf immerwährende Hahnenkämpfe, die Lächerlichkeit der Protagonisten ist zutiefst menschlich. Dennoch ein unbestechlicher Blick auf den Menschen, dessen Kunst vergangen ist und dessen/deren "humane Ausstattung" übrig geblieben ist.
il bacio di Tosca- ein Stück über Lust und Last der Vergänglichkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfühlsames Portrait der Vergänglichkeit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Il Bacio di Tosca (DVD)
Dieser Film ist auf seine Art einzigartig. Und er ist selber schon historisch. Denn in der Zwischenzeit sind fast 25 Jahre vergangen und alle im Film gezeigten ehemaligen Künstler sicher tot.
Dass besonders Gesangskünstler mitunter darunter leiden, nicht mehr so singen zu können wie früher, wird hier ganz deutlich. Die Menschen in den alten Körpern sind imgrunde noch jung und wollen singen und agieren wie früher ..., aber das Alter fordert seinen Tribut. Dennoch bewahren sie ihre Würde, so gut es geht. Und so manche Gesangseinlage ist sehr beeindruckend! Diese Sänger waren - mit Ausnahme von Sara Scuderi, eine Art Hauptdarstellerin im Film - keine Stars, haben aber überall auf der Welt gesungen und können herrlich erzählen. Daniel Schmid gelingt es, die Lebenswelt dieser Vergänglichkeit von Kunst und Gesang in der Casa di Riposo in Mailand einzufangen und weiter zu vermitteln. Ein Dank den Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie es zugelassen haben, dass sie uns einen Blick auf ihre immer noch jungen Emotionen haben werfen lassen, Emotionen, die durch Musik hervorgerufen werden - heute genauso wie ehedem. Noch ein technischer Hinweis: Die auf der DVD-Box genannten drei Tonbeispiele von Arien, gesungen von Sara Scuderi, habe ich leider im Menü vergeblich gesucht ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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