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Bachcage
 
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Bachcage

Francesco Tristano Audio CD
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Musik

Bild des Albums von Francesco Tristano

Fotos

Abbildung von Francesco Tristano

Biografie

Francesco Tristano beginnt im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 13 gibt er sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen. Später spielt er Tourneen als Solist oder mit hochkarätigen Orchestern, etwa dem Russischen Nationalorchester, dem Französischen Nationalorchester Lille oder dem Luxemburger Philharmonieorchester. Tristano gründet das Kammerensemble The New Bach Players, mit dem er… Lesen Sie mehr im Francesco Tristano-Shop

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Produktinformation

  • Komponist: J.S. Bach, J. Cage
  • Audio CD (18. März 2011)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal)
  • ASIN: B004KBSQ2E
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.030 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Tristano Introit 1:20EUR 0,53
Anhören  2. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Praeludium 1:49EUR 0,53
Anhören  3. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Allemande 2:40EUR 0,99
Anhören  4. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Courante 2:40EUR 0,99
Anhören  5. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Sarabande 4:16EUR 0,99
Anhören  6. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Menuet I 1:07EUR 0,53
Anhören  7. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Menuet I - Menuet II, da capo 1:15EUR 0,53
Anhören  8. Partita No.1 in B flat major, BWV 825 - Gigue 1:49EUR 0,53
Anhören  9. In A Landscape 9:01EUR 1,79
Anhören10. The Seasons - Prelude I 1:08EUR 0,53
Anhören11. The Seasons - Winter 1:19EUR 0,53
Anhören12. The Seasons - Prelude II0:59EUR 0,53
Anhören13. The Seasons - Spring 3:04EUR 0,99
Anhören14. The Seasons - Prelude III0:52EUR 0,29
Anhören15. The Seasons - Summer 3:32EUR 0,99
Anhören16. The Seasons - Prelude IV0:46EUR 0,29
Anhören17. The Seasons - Fall 2:32EUR 0,99
Anhören18. The Seasons - Finale (Prelude I)0:49EUR 0,29
Anhören19. 4 Duets, BWV 802/805 - Duett I in E minor, BWV 802 2:02EUR 0,99
Anhören20. 4 Duets, BWV 802/805 - Duett II in F, BWV 803 2:17EUR 0,99
Anhören21. 4 Duets, BWV 802/805 - Duett III in G, BWV 804 1:57EUR 0,53
Anhören22. 4 Duets, BWV 802/805 - Duett IV in A minor, BWV 805 2:43EUR 0,99
Anhören23. Etudes Australes (1974-1975) - Etude No. 8, Book 1 4:55EUR 0,99
Anhören24. Tristano Interludes 2:33EUR 0,99
Anhören25. French Suite No.1 in D minor, BWV 812 - Menuet II 1:39EUR 0,53


Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Der 29-jährige gebürtige Luxemburger Francesco Tristano hat eine interessante Zusammenstellung bedeutender Klavierwerke von Bach, eigenen Zwischenspielen und Werken von John Cage produziert. Cages Klavierpräparationstechnik hat Tristano durch elektronische Nachbearbeitung ersetzt. Die 1. Partita B-Dur spielt er überzeugend dynamisch und ebenso wie Bachs Duette BWV 802-805 erfrischend lebendig. Auch Cages "In A Landscape" (1948) und "The Seasons" (1947) werden durch einen sehr persönlichen spielerischen Eigencharakter geprägt. Wer an einer Verbindung von Alt und Neu Spaß hat, wird auf Tristanos CD interessante Entdeckungen machen. (jn)

Kurzbeschreibung

Dass ein junger Musiker und Komponist gleichzeitig sowohl in der Clubszene als auch in klassischen Konzerthäusern für Aufregung sorgt, dürfte weltweit ein Novum sein. Ebenso neu ist es, dass Puristen aus dem Klassik- und dem Techno-Lager sich einig sind. Einig in ihrer Irritation über jemanden, der sich nicht an die Regeln hält. Francesco Tristano ist Irritation gewohnt. Wenn er mit seinem Trio Aufgang im Club Techno nach Noten spielt, dann ist das Publikum zunächst verunsichert. Irritiert sein mag auch der erfahrene Konzertbesucher und Klassikliebhaber, der zum ersten Mal erlebt, wie ein Pianist eine Eigenkomposition in ein Stück von Frescobaldi übergehen lässt. So als wäre er ein DJ.

Die Unerschrockenheit, mit der der 29jährige Francesco Tristano Epochen und Stilistiken kombiniert und mitunter auch kollidieren lässt, mag auf Unverständnis stoßen. Wobei der gebürtige Luxemburger kein Provokateur im eigentlichen Sinn ist. Alles, was er tut, ist Ausdruck einer Offenheit, die keine Grenzen, keine Einengung duldet. Von Generationen klassischer Pianisten geprägte interpretatorische Konventionen – Tristano weiß um sie, aber er ignoriert sie. Sein künstlerisches Selbstverständnis fragt nicht nach Legitimierung. Wenn er etwa mit seinem dynamischen Spiel gefühlvoll in eigentlich strenger Barockmusik schwelgt, dann ist er radikal. Radikalität aber ist bei ihm kein Selbstzweck.

Francesco Tristano beginnt im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 13 gibt er sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen. Später spielt er Tourneen als Solist oder mit hochkarätigen Orchestern, etwa dem Russischen Nationalorchester, dem Französischen Nationalorchester Lille oder dem Luxemburger Philharmonieorchester. Tristano gründet das Kammerensemble The New Bach Players, mit dem er auch als Dirigent auftritt. Mit dem Einsatz eines Steinway-Flügels und alter, vibratoloser Bögen auf modernen Streichinstrumenten bricht diese Formation bewusst mit den Konventionen der historischen Aufführungspraxis. An der Juilliard School in New York absolviert Tristano als einer der letzten Studenten eine Masterclass bei der Bach-Legende Rosalyn Tureck. Er durchläuft die Konservatorien in Brüssel, Riga, Paris und Luxemburg, sowie die Musikhochschule Kataloniens. 2004 gewinnt er den renommierten internationalen Pianistenpreis für zeitgenössische Musik im französischen Orléans. Bislang hat er elf Alben veröffentlicht, darunter von der Kritik hoch gelobte und mit diversen Auszeichnungen bedachte Einspielungen von Bachs Goldberg-Variationen sowie des pianistischen Gesamtwerks Luciano Berios. 2007 erscheint das Album Not for Piano, auf dem er mittels stilistischer Anleihen bei Klassik und Minimal Music eigene Versionen von Techno-Klassikern für Piano solo präsentiert. Aktuell kooperiert Tristano unter anderem mit Carl Craig, einem der Protagonisten der Detroit Techno Szene in zweiter Generation.

bachCage
Die Unterschiede zwischen Johann Sebastian Bach und John Cage liegen auf der Hand. So offensichtlich sind sie, dass man meinen könnte, Tristano habe sich bewusst für ein kontrastreiches Albumprogramm entschieden. Zum Teil stimmt das auch. Bloß, dass der Künstler auch in diesem Fall nicht die Provokation um ihrer selbst willen gesucht hat. Vielmehr ist dieses Album etwas für den zweiten oder dritten Blick. Im Vordergrund steht Tristanos eigenwilliger und sehr persönlicher Umgang mit den musikalischen Wegbereitern Bach und Cage. Sein Bach ist bei aller Genauigkeit der Interpretation lebendig und klingt auffällig drahtig und perkussiv. Daran hat sicherlich auch der metallische, mitunter harte Klang der Aufnahme seinen Anteil. Die Mitarbeit von Produktionspartner Moritz von Oswald kommt bei Tristanos Cage-Einspielungen noch deutlicher zum Tragen. Auf Präparation des Instruments wird zugunsten von Nachbearbeitungen per Studiotechnik verzichtet. Von Oswald und Tristano gehen hierbei subtil, aber sehr effizient zu Werke. Etwa Tristanos träumerische Interpretation von John Cages In a landscape erinnert im Klang von Ferne an Gamelan Musik. Die Interludes von Tristano selbst wirken durch gezielten Einsatz von Effekthall entrückt und körperlos. Und dem abschließenden Bach Menuet II from French Suite n. 1 wurde durch Filtertechnik der Klang einer Spieluhr verliehen. Und ein weiterer, tieferer Aspekt kommt bei diesem Album zum Tragen. Denn mit seiner subjektiven Auswahl der Stücke lässt Francesco Tristano Bach und Cage organisch ineinander fließen, verwischt Grenzen und stellt Gemeinsamkeiten heraus. Die Meister verbindet ein mathematisch orientierter Kompositionsansatz. Tristanos Stückauswahl und deren, zum Teil auch live schon erprobte Folge, basiert auf tonalen Übereinstimmungen, auf zyklischen Strukturen oder der polyphonen Anlage als Duette. Darüber hinaus findet Tristano jedoch auch eine, durch eigene Kompositionen vermittelte, spirituelle Gemeinsamkeit der beiden Komponisten. Eine Abstraktion jenseits klassischer Systematik und romantischer Narrativität. Nicht zuletzt darin sieht er die Aktualität von Bach und Cage begründet.

Vielleicht ist Tristano einer der ersten Vertreter einer neuen Generation von Musikern, die keiner Schule mehr angehören. Musiker, die alles wissen und alles beherrschen, um es dann im entscheidenden Moment wieder loszulassen. Diese Generation nimmt es als gegeben hin, dass praktisch das gesamte Repertoire jemals aufgenommener Musik per Internet zur Verfügung steht. Die unterschiedlichsten Musiken stehen dekontextualisiert und gleichsam demokratisch nebeneinander. Das mag verwirren, aber es erlaubt einen frischen, unbelasteten Blick auf das Vorhandene. Und Künstler wie Francesco Tristano können es sich zur Aufgabe machen, neue Zusammenhänge herzustellen und neuen Sinn zu stiften.


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Kundenrezensionen

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fesselnde Klangwelten 8. Mai 2011
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Glücklicherweise reiht sich Francesco Tristano nicht in die Reihe stereotyp reproduzierender Pianisten ein. Mit dieser Einspielung findet man eine herausragende Interpretation von Bach und Cage verbunden mit innovativer Klangstruktur. Äußerst empfehlenswert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Format:Audio CD
Eine interessante CD, um einiges inhaltsreicher als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Vielleicht vorweg zur Klarstellung: Meiner Erfahrung nach sind sogenannte "cross overs" oftmals nicht viel mehr als der Versuch künstleriche Mängel mit seichter Originalität zu verdecken. Und so scheint es hier zunächst auch. Das auf der Amazon-Website abrufbare Video / Interview ist eher schrecklich, gleichermaßen das CD cover. Deutet alles auf "pseudo" hin: ein blasser Schönling, der auf dem Klaverstuhl schwebt, sich ein weng in der Genialität von großen Namen baden will, und - wie kontrastreich! - Bach und Cage verbindet. Erinnert mich an "Gödel - Escher - Bach", und lässt nichts Gutes ahnen. Und dann noch "Francesco Tristano" - meine Güte!

Hört man jedoch in die CD hinein, so zeigt sich ein anderes Bild. Ich kann zur Qualität der Cage-Interpretation nicht viel sagen, da ich die Werke nicht kenne. Die Partita und die Duette sind jedoch interessant gespielt, und eben nicht "pseudo". Technisch vertretbar, durchaus nachdenklich, und ich würde sogar sagen: konsistent. Da musiziert nicht ein lächerlicher Student, der gerne einmal etwas Geniales machen will und daher Bach, Cage, Techno und was noch alles miteinander geschmacklos zusammenmischt, sondern jemand der sich ernsthaft und auf seine Weise durchaus schlüssig mit Bach auseinandergesetzt hat. Zugegeben, die Interpretationen sind jetzt nicht die ganz große Offenbarung, manches ist leicht künstlich phrasiert und ähnliches haben wir schon vorher von anderen gehört. Jedoch vermitteln sie eine nicht immer selbstverständliche Klarheit, trotz gegebener Eigenwilligkeiten, sowie an manchen Stellen eine feine Schlichtheit der Linienführung, die ansprechend ist. Gerade die Duette sind sozusagen "kantig" in ihrer Abstraktheit, man könnte auch sagen: "modern", und der Interpret nähert sich diesem Aspekt des Bach'schen Werkes durchaus mit künstlerischem Ernst und ohne seichte Übertreibung (was sich - "Bachcage"! - eigentlich anbieten würde). Und da dies so ist, kann man sich auch auf die Verbindung von Bach mit Cage einlassen, die - einmal von Hörer sozusagen als "Entwurf" angenommen - durchaus etwas Neues hergibt und zum Denken anregt.

Man sollte sich daher nicht impulsiv vom ersten Eindruck leiten lassen. Junge Pianisten müssen oftmals durch die Anforderungen der Plattenfirmen irgendwie (übermäßig und etwas artifiziell) genial auftreten, vieles davon ist schlechtes Marketing und die Künstler tun sich damit keinen Gefallen. Sobald die CD jedoch im Abspielgerät ist, sollte man davon abstrahieren können. In der hier besprochenen ist jedenfalls mehr drinnen als man als kritischer Geist zunächst ahnt.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erfrischend lebendig 25. März 2011
Von Wilh Ruprecht Frieling TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Erfrischend lebendig kommt Tristano mit "bachcage" daher - vom klassischen Bach, der er kongenial beherrscht, über John Cage (das war der erste Pianist, der Bolzen und Schrauben in den Flügel spannte, um Klänge zu modulieren) bis hin zu eigenen Kompositionen. Das Album ist facettenreich und spricht sowohl diejenigen an, die sich der "Klassik" verschrieben haben wie auch diejenigen, die sich an einer Mischung digitaler und analoger Technologien freuen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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