Aus der Amazon.de-Redaktion
Sie ist derzeit die aufregendste Geigerin, die der Musikbetrieb aufzubieten hat; die junge Baiba Skride aus Riga; eine erdige Vollblutmusikerin, die der vielbewunderten Geigennymphe Hilary Hahn ernsthaft den Rang streitig machen könnte. Eines ist beiden gemein: ein ungeheures Selbstbewusstsein, denn das Repertoire, das sich Baiba auf ihrer Debüt-Cd vorgenommen hat, ist wirklich nichts für bescheidene Gemüter. Da ist Johann Sebastian Bachs d-Moll-Partita mit der berühmten Chaconne, dieses Wunder an Musik, das einzustudieren so manchen um den Verstand bringen kann. Dort die verteufelt schwere Sonate von Bela Bartok, die dieser im Auftrag Yehudi Menuhins komponierte. Und schließlich Eugène Ysayes Sonate Nr. 1 g-Moll op. 27.
Gewiss: Stil, historische Korrektheit und musikalische Objektivität sind schöne Dinge, doch vielleicht nicht ganz das Wahre für Baibas lettisch-romantische Seele. Doch Bach bietet auch viel Raum für Gefühl, für Feuer und Leidenschaft und Baiba Skride ist voll davon. Mit wunderbar warm opulentem Ton und violinistischer Bravour geht sie das Werk an und zaubert das, was Johannes Brahms "eine Welt von tiefsten und gewaltigesten Empfindungen" nannte. Bestens fügt sich Eugène Ysayes im Geiste Bachs komponierte Sonate dazu. Und Bartok? Der gelingt, wie auch nicht anders von einer Vollblutmusikerin zu erwarten, furios und technisch brillant. Bravo!
Teresa Pieschacón Raphael
stern
Die hochkarätig besetzte Jury des renommierten Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerbs applaudierte frenetisch, nachdem Baiba Skride ihren Vortrag beendet und gewonnen hatte. Eine Seltenheit, Klassikfreunde wissen das. Ebenso, dass die 23-jährige Lettin an der Violine wahre Wunder vollbringt. Jetzt hat sie zwei CDs (Sony Classical) eingespielt: Solo beglückt sie uns mit Stücken von Bach, Bartók und Ysaÿe, in Begleitung des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach spielt sie Mozart, Schubert und Michael Haydn.
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BAIBA SKRIDE VIOLIN