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Bach: Das Wohltemperierte Klavier 1. und 2. Teil - BWV 846-869 und 870-893
 
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Bach: Das Wohltemperierte Klavier 1. und 2. Teil - BWV 846-869 und 870-893

30. Dezember 1991 | Format: MP3

EUR 20,99 (Alle Preisangaben inkl. MwSt.)
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Produktinformation

  • Ursprüngliches Erscheinungsdatum : 6. November 2001
  • Erscheinungstermin: 30. Dezember 1991
  • Anzahl der Disks: 4
  • Label: RCA Gold Seal
  • Copyright: 1991 SONY BMG MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) GmbH
  • Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
  • Gesamtlänge: 4:26:53
  • Genres:
  • ASIN: B002QGQ8GQ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.882 in Alben (Siehe Top 100 in Alben)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 11. Februar 2001
Format: Audio CD
Über die Aufführungspraxis Bach'scher Klaviermusik und den Gebrauch des Pedals gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen. Legt Glenn Gould seinen Schwerpunkt auf die architektonischen Zusammenhänge, stehen für Sviatoslav Richter die klanglichen Aspekte im Vordergrund. Andras Schiff versucht zwischen diesen beiden Varianten einen Mittelweg zu gehen. Alle drei Wege haben jedenfalls eines gemeinsam: Sie zeigen die Grösse des Komponisten Bachs, dessen Musik flexibel ist und sich den verschiedenartigsten Darstellungen anzupassen weiss. Zu vergleichen ist das mit einem Kristall, das bei unterschiedlicher Lichteinstrahlung immer wieder anders erscheint und doch das gleiche Stück Kristall bleibt.
Dem klanglichen Kosmos des wohltemperierten Klaviers kommt die Anschauung Richters besonders entgegen. Mit der Konzentration auf das Klangliche verleiht er den Fugen etwas Geistliches und mitunter Meditatives. Richter legt den Schwerpunkt auf die melodische Architektur. In den Präludien wird die Bedeutung des musikalischen Fluss hörbar. Seine motorische Meisterschaft ermöglich es ihm, die klangliche Wirkung jederzeit in den Vordergrund zu stellen. Das verleiht den Stücken eine selten vernommene Selbstverständlichkeit und Lebendigkeit, die die achtundvierzig Präludien und Fugen auch nach Jahrzehnten zu einem Füllhorn an musikalischer Inspiration werden lassen. Daran kann nicht einmal die bescheidene Aufnahmequalität etwas ändern.
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hendrik Son am 14. Januar 2004
Format: Audio CD
Richter sträubte sich zeit seines Lebens davor, Gesamtaufnahmen zu machen. Sein Repertoire war gigantisch - ohne Frage - aber Gesamtaufnahmen der Beethoven Sonaten, der Chopin Etudes, der Skriabin Sonaten, der Rachmaninoff Preludes usw. wird man bei ihm vergeblich suchen. Stücke, die er nicht mochte oder die ihm nicht lagen, sparte er ganz einfach aus und ließ sich von niemanden dazu überreden ein Werk aufzuführen, von welchem er nicht 100%ig überzeugt war. Somit bleibt wohl die Gesamteinspielung des „Wohltemperierten Claviers" Bände I und II die ganz große Ausnahme in den Tondokumenten, die uns Richter hinterlassen hat. In Monsaingeon's Dokumentarfilm „Richter - the enigma" erzählte der Pianist über seine intensive Beschäftigung mit Bach, dass er nämlich das gesamte erste Band innerhalb eines Monats auswendig spielen lernte. Man mag dies für etwas überdrehte und durchaus akrobatische Gehirngymnastik halten, die Resultate dessen jedoch lassen sich hören. Richter spielte in den folgenden Konzertjahren enorm viel Bach, so viel, dass die Leute ihn baten, damit aufzuhören, „ihnen so viel Bach zuzumuten". Zumindest zeigt dies Richters uneingeschränkten Enthusiasmus und seine nicht enden wollende Faszination für Bach. Richter selbst meinte ja, dass man von Zeit zu Zeit Bach hören sollte, und dass dies allein schon vom hygienischen Standpunkt aus eine gute Sache sei. Und Richters Bachspiel ist absolut überzeugend. Überzeugend vor allem, dass Richter für jede der insgesamt 48 Präludien und Fugen den richtigen Ton zu treffen scheint: mal stürmisch und brillant seine ganze Virtuosität ausspielend, mal ruhig und bedacht, mal völlig meditativ und entrückt.Lesen Sie weiter... ›
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frank Michael Ludwig am 24. Juli 2008
Format: Audio CD
unter den Interpretationen des WTK. Ich habe diese Aufnahme (auch die von Innsbruck desselben Jahres) bereits seit vielen Jahren - ich höre sie immer wieder neu und entdecke viel Neues. Tontechnisch sicher beanstandungswürdig - nicht aber die Darbietung. Richter hat schon in jungen Jahren diesen Mikrokosmos von Bach verinnerlicht und nimmt uns auf die Reise mit. Mit überlegener Spieltechnik und noch überlegenerem Verständnis; Richter präsentiert nicht seine Virtuosität, es kommt ihm auch nicht auf eine "romantisierende" Interpretation an, sondern auf den Inhalt, die übergreifende Struktur wie er sie wahrnimmt und den Klang, den er empfindet. Gleiches gilt für seinen Antipoden Glenn Gould (der Richter große Anerkennung und Respekt zollte), der bei seiner Einspielung fazinierend akribisch Details entdeckt und durchleuchtet - beide Interpretationen synoptisch gehört ergeben ein so unterschiedliches aber geschlossenes stimmiges Bild und sind für meine Begriffe absolut. Richter hat noch viele andere Bach-Werke eingespielt, jedoch ist das vorliegende m.E. nach das beste.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jens Legler am 5. August 2004
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Richters Spiel ist phänomenal.
Es ist sehr klar strukturiert und voller Dynamik, ohne jedoch irgendwann erkennen zu lassen, dass NICHT der Komponist im Vordergrund steht. Sein Spiel klingt zwingend logisch und wirkt dabei nie mechanisch, sondern immer äußerst spannend.
Ich finde, dass nicht eine der Präludien und Fugen von ihm lieblos gespielt ist - sozusagen gleichsam nur, damit der Zyklus vollständig aufgenommen wird.
Am wundervollsten gespielt ist nach meinem Empfinden die Cis-Moll-Fuge des ersten Teils. Das ist Magie pur. Man höre nur, wie bei Richter die kühnen Modulationen gegen Ende klingen.
Diese Aufnahmen haben mich in meiner Kindheit (übrigens im Bachjahr 1985) zu Bach und zur klassischen Musik geführt.
Und rückblickend muss ich sagen: Das war nicht der schlechteste Einstieg...
Der erste Teil des Wohltemperierten Klaviers wurde wiederholt als das Alte Testament der Klavierliteratur bezeichnet.
Für mich ist es das Alte Testament der gesamten klassischen Literatur und Richter ist der J.S. Bach dienende Verkünder des "Wortes".
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