Diese Instrumentalstücke Bachs sind wenig bekannt, weil die Kantaten, denen sie beigefügt sind, wenig bekantnt sind.
"Dabei kann die große Mehrheit der Kantaten ganz losgelöst von ihrem ursprünglichen Zweck genossen und gewürdigt werden. Nicht zuletzt, weil Johann Sebastian Bachs Kantaten-Werk auch eine Reihe rein instrumentaler Kompositionen beinhaltet, deren Qualität populäreren Werken wie den Brandenburgischen Konzerten zuweilen in nichts nachsteht. Überdies sind nicht wenige der Instrumentalsätze aus dem Material bereits bestehender Kompositionen von der Hand des Meisters gewonnen, wie etwa die sich auf die Partita für Violine BWV 1006 beziehende Sinfonia aus Kantate 29 oder die Sinfonia aus Kantate 174, eine Adaptation des ersten Satzes des Dritten Brandenburgischen Konzerts. Und schließlich ist die Gefühlswelt der barocken Affektensprache Bachs durchaus nicht exklusiv sakraler Natur, sondern universal verständlich." lesen wir in der Produktinformation.
Dantone gelingt wieder eine hinreissend lebendige Interpretation, die keinesfalls auf zu grosser Geschwindigket, sondern eher einem eminenten Schwung basiert. Die Sätze "swingen". So hat es uns vor Jahrzehnten bei einigen dieser Stücke Harnoncourt vorgemacht, technisch nicht ganz so perfekt wie heute Dantone.
Ein gelungener Genuss.